FSJ im Krankenhaus in Berlin: Simones Erfahrungsbericht

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Ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) ist neben dem Bundesfreiwilligendienst eine Möglichkeit, ein GAP-Year sinnvoll zu gestalten. Wir haben hier Simones Erfahrungsbericht veröffentlicht. Sie hat ihr FSJ nach ihrem Abitur im letzten Jahr an einem bekannten Krankenhaus in Berlin begonnen.

Nachfolgend lassen wir sie berichten:

Warum ich mich für ein FSJ in Berlin entschieden habe

Nach meinem Abitur suchte ich eine sinnvolle Möglichkeit, Zeit zu überbrücken und dabei soziale, praktische und berufliche Erfahrungen zu sammeln. Ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in einem Berliner Krankenhaus hat mich besonders angesprochen, weil ich mir unsicher war, ob ein medizinischer Beruf wirklich zu mir passt. Gleichzeitig wollte ich die Stadt Berlin intensiver erleben und neue Menschen kennenlernen.

Mein Alltag im Krankenhaus

Aufgaben und Tätigkeiten

Von Anfang an war ich ein fester Bestandteil des Stationsteams. Unter der Anleitung von erfahrenen Pflegekräften durfte ich zahlreiche Aufgaben übernehmen:

  • Unterstützung bei der Pflege und Mobilisierung der Patient*innen
  • Blutdruck messen, Temperaturkontrollen und kleinere Dokumentationsaufgaben
  • Begleitung zu verschiedenen Untersuchungen und OP-Terminen
  • Essen verteilen, Hilfestellung bei der Ernährung
  • Mitverantwortung für Sauberkeit und Hygiene auf der Station

Besonders spannend waren die Einblicke in unterschiedliche Fachbereiche wie Innere Medizin und Chirurgie. Ich durfte viele Fragen stellen, bekam Untersuchungen erklärt und wurde immer intensiver in den Klinikalltag eingebunden.

Höhen und Tiefen

Mein FSJ war nicht immer leicht: Gerade am Anfang waren die Arbeitstage sehr fordernd. Emotionale Herausforderungen, wie der erste Todesfall auf meiner Station, gehörten genauso dazu wie Streitigkeiten im Team oder stressige Schichten. Doch in schwierigen Momenten fand ich Halt im Gespräch mit Kolleginnen und meinen Freundinnen.

Persönliche Entwicklung und Vorteile

Was ich durch mein FSJ gelernt habe

  • Soziale Kompetenzen: Ich bin viel selbstsicherer im Umgang mit Menschen geworden – egal ob mit älteren Patientinnen oder Expertinnen im Team.
  • Disziplin und Struktur: Ein geregelter Arbeitsalltag hat mir geholfen, mich besser zu organisieren.
  • Berufliche Orientierung: Die Erfahrungen haben mir gezeigt, dass ich später unbedingt einen sozialen oder medizinischen Beruf ergreifen möchte. Mein FSJ wird mir sogar als Pflegepraktikum für das Medizinstudium anerkannt.

Was bietet ein FSJ in Berlin außerdem?

  • Monatliches Taschengeld (z.B. ca. 475 Euro), volle Sozialversicherung
  • 30 Urlaubstage plus Seminartage zur Weiterbildung
  • Vergünstigungen im öffentlichen Nahverkehr dank dem FSJ-Ausweis
  • Betreuung durch feste Ansprechpartner*innen sowie Bildungsseminare in Berlin
VorteilBeschreibung
Monatliches TaschengeldCa. 475 € plus Sozialversicherung
Urlaubstage27–30 Tage pro Jahr plus Bildungsseminare
Berufliche OrientierungPraxisnahe Vorbereitung auf Berufe oder Studium im Gesundheitswesen
VergünstigungenAzubi-VBB-Ticket, Rabatte mit FSJ-Ausweis

Mein Fazit nach einem Jahr FSJ

Mein freiwilliges Jahr im Krankenhaus war eine unglaublich prägende Erfahrung. Ich habe gelacht, geweint, Dinge über mich gelernt und praktische Fähigkeiten erworben, für die ich sehr dankbar bin. Gerade wenn ihr nach dem Abi nach Orientierung sucht und in Berlin lebt oder leben möchtet – wagt den Schritt! Ihr bekommt nicht nur tiefe Einblicke in den Klinikalltag, sondern entwickelt euch auch persönlich enorm weiter!

Eure Simone

Redakteure

  • Sabine Martholt Redakteurin bei Bundesfreiwilligendienst

    Sabine Martholt hat Recht und Journalismus studiert und fundierte Kenntnisse im Bereich des Sozialrechts und des Rentenrechts. Beide Rechtsgebiete sind gleichzeitig ihr Hobby, wie sie gern verrät. Bereits vor ihrem ersten Volontariat bei einer Zeitung hat sie sich dem Schreiben gewidmet. Die Entwicklung des Sozialrechts in Deutschland hat sie mit großer Aufmerksamkeit, manchmal aber auch mit Kopfschütteln verfolgt – wie sie selbst sagt. Sie schreibt seit vielen Jahren für unser Online-Magazin. Gute Recherche und die eigene Meinung – beides ist ihr wichtig.

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  • Ingo Kosick, Redakteur und Experte bei Bundesfreiwilligendinst
    Experte:

    Ingo Kosick ist ein renommierter Experte im Bereich des Sozialrechts in Deutschland. Er hat sich über drei Jahrzehnte lang intensiv mit Themen wie Freiwilligendiensten und sozialer Arbeit auseinandergesetzt. Als Vorsitzender des Vereins Für soziales Leben e.V., der unter anderem die Plattformen www.bundes-freiwilligendienst.de und www.buerger-geld.org betreibt, spielt er eine zentrale Rolle in der Förderung und Information über Freiwilligendienste wie den Bundesfreiwilligendienst (BFD) und das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ). Ingo Kosick ist nicht nur ein Gründungsmitglied des Vereins, sondern auch redaktionell verantwortlich für mehrere Online-Plattformen, die sich mit sozialen Themen beschäftigen. Sein Engagement umfasst die Bereitstellung von Informationen zu sozialen Rechten und Pflichten, insbesondere im Kontext von Bürgergeld und Freiwilligendiensten. Durch seine Arbeit trägt er maßgeblich zur Aufklärung und Unterstützung von Freiwilligen und Interessierten bei.

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