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BFD

BFD ist die Abkürzung für den neuen Bundesfreiwilligendienst.

Der BFD ergänzt die bisherigen auf Länderebene bestehenden Freiwlligendienste, das FSJ und das FÖJ. Da der Bundesfreiwilligendienst den Zivildienst ersetzt, sind in allen Bundesländern, Städten und Gemeinden nunmehr die BFD-Stellen vorhanden.

Die Bundesregierung fördert jährlich 35.000 Plätze für den neuen Dienst und hat so die durch den Zivildienst geschaffene Infrastruktur aufrechterhalten.

Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) kann am 1. Juli 2012 auf eine einjährige Bilanz zurückblicken. Der BFD steht im Gegensatz zum ausgelaufenen Modell des Zivildienstes, der als Wehrersatzdienst nur von jungen Männern geleistet wurde, Männern und Frauen jeden Alters ab Erfüllung der Vollzeitschulpflicht offen. Gleichzeitig mit dem BFD wurden die Jugendfreiwilligendienste Freiwilliges Soziales bzw. Ökologisches Jahr (FSJ/FÖJ)ausgebaut.

Statistik zum BFD

Gegenwärtig (2012) sind weit über 30.000 Freiwillige im neuen BFD tätig.

Das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) hat bisher 42.241 Vereinbarungen zum BFD registriert (Stand 16. April 2012).

Übersicht über die Anzahl der Vereinbarungen für den BFD nach Ländern und Geschlecht

Bundesland Frauen Männer Gesamt Gesamt in %
Schleswig-Holstein 563 782 1.347 3,19 %
Hamburg 491 489 980 2,32 %
Niedersachsen 1.634 1.993 3.627 8,59 %
Bremen 137 124 261 0,62 %
Nordrhein-Westfalen 4.033 4.898 8.931 21,14 %
Hessen 864 1.146 2.010 4,76 %
Rheinland-Pfalz 642 678 1.320 3,12 %
Baden-Württemberg 2.237 2.845 5.082 12, 03 %
Bayern 1.629 2.217 3.846 9,10 %
Saarland 217 199 416 0,98 %
Berlin 548 715 1.263 2,99 %
Brandenburg 930 801 1.731 4,10 %
Mecklenburg-Vorpommern 432 636 1.068 2,53 %
Sachsen 3.090 2.475 5.565 13,17 %
Sachsen-Anhalt 1.091 897 1.988 4,71 %
Thüringen 1.471 1.335 2.806 6,64 %
Bund gesamt 20.009 22.232 42.241 100 %

Vereinbarungen für den BFD nach Ländern, Alter und Geschlecht

Bundesland Frauen Männer Frauen Männer Frauen Männer
unter 27 Jahre unter 27 Jahre 27 - 60 Jahre 27 - 60 Jahre über 60 Jahre über 60 Jahre
Schleswig-Holstein 486 685 66 80 11 19
Hamburg 448 443 37 38 6 8
Niedersachsen 1.403 1.741 192 193 39 59
Bremen 106 101 23 20 8 3
Nordrhein-Westfalen 3.506 4.272 467 530 60 96
Hessen 699 939 151 173 14 34
Rheinland-Pfalz 537 564 88 102 17 12
Baden-Württemberg 1.852 2.400 360 375 25 70
Bayern 1.419 1.941 181 213 29 63
Saarland 176 181 37 16 4 2
Berlin 325 439 165 206 58 70
Brandenburg 183 311 633 385 114 105
Mecklenburg-Vorpommern 172 315 223 254 37 67
Sachsen 660 800 2.076 1.300 354 375
Sachsen-Anhalt 263 304 699 490 124 103
Thüringen 253 345 1.080 776 138 214
Bund gesamt 12.493 15.781 6.478 5.151 1.038 1.300

Quelle für die Tabellen: Deutscher Bundestag Drucksache 17/9548

BFD Dauer

Der BFD ist, hinsichtlich seiner Dauer flexibel ausgestaltet. Im Regelfall soll er ein Jahr dauern. Maximal sind zwei Dienstjahre möglich, im Minimum sechs Monaten. Der Dienst steht Männern wie Frauen offen. Ein Höchstalter gibt es, anders als beim FSJ, nicht. Auch ist kein Mindesalter vorgesehen. Allerdings muss die allgemeine Schulpflicht erfüllt sein.

Laut Bundesregierung haben 47,33 Prozent der Freiwilligen den Freiwilligendienst für die Dauer eines Jahres, 16,36 Prozent für 12 Monate und 36,31 Prozent für eine Dauer von unter 12 Monaten vereinbart.

Vergütung - Taschengeld

Während des BFD erhalten die Freiwilligen ein Taschengeld, deren Obergrenze z.Z. 336 Euro beträgt. Viele Einrichtungen bzw. Einsatzstellen bieten auch kostenlose Unterkunft und Verpflegung an bzw. Zahlen eine Abgeltung. Eine Verpflichtung hierzu besteht allerdings nicht.

Das Taschengeld für den Bundesfreiwilligendienst wird von den Einsatzstellen gezahlt. Eine maximale Höhe von monatlich 336 Euro ist möglich. Die tatsächliche ausgezahlte Höhe des Taschengeldes ist variabel und unterliegt der Vereinbarung zwischen den Einsatzstellen und den Freiwilligen vereinbart. Zusätzlich zum Taschengeld können die Einsatzstellen Fahrtkosten, Unterkunft und Verpflegung bzw. entsprechende Ersatzleistungen gewähren.

Der Bund leistet einen Zuschuss an die Einsatzstellen. Für Taschengeld und Sozialversicherungsbeiträge beträgt er für Freiwillige bis zum 25. Lebensjahr maximal 250 Euro monatlich und für Freiwillige über 25 Jahren maximal 350 Euro monatlich.

NRW - Bayern - Baden-Württemberg

Nordrhein-Westfalen (NRW), Bayern und Baden-Württemberg sind die bevölkerungsreichtsten Bundesländer. Hier stehen deshalb natürgemäß die meisten BFD-Plätze zur Verfügung. Auch in den Ballungsgebieten, den großen Städten wie Berlin, Hamburg, Bremen, Köln oder München werden sich mehr Plätze als in ländlichen Gebieten finden.

Bundesländer

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