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Teilzeit für alle Freiwilligen

FSJ und BFD unter 27 in Teilzeit

Teilzeit für alle Freiwilligen

Ein FSJ und BFD unter 27 kann nun in Teilzeit absolviert werden.

Nach dem Willen der Bundesregierung sollen die Jugendfreiwilligendienste FSJ und FÖJ sowie der Bundesfreiwilligendienst bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres zukünftig auch in Teilzeit geleistet werden können. Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf zur Einführung einer Teilzeitmöglichkeit in den Jugendfreiwilligendiensten sowie im Bundesfreiwilligendienst für Personen vor Vollendung des 27. Lebensjahres auf den Weg gebracht. Danach soll ein Freiwilligendienst im Bereich des FSJ, FÖJ und BFD von mindestens 20 Wochenstunden möglich sein. Es müssen jedoch gewisse Voraussetzungen vorliegen. Diese sind

– ein berechtigtes Interesse des Freiwilligen sowie

– das Einverständnis der Einsatzstelle vorliegt.

Ein berechtigtes Interesse wird in den Fällen angenommen, dass

– der Freiwillige ein eigenes Kind oder einen nahen Angehörigen betreut,

– schwerbehindert ist oder

– aus anderen gesundheitlichen Gründen den Freiwilligendienst nicht in Vollzeit leisten kann oder

– vergleichbare schwerwiegende Gründe gegeben sind.

Gegenwärtig konnte nur der Bundesfreiwilligendienst ab der Vollendung des 27. Lebensjahr in Teilzeit absolviert werden. Eine Ausnahme bildete das dreijährige Sonderprogramm „Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug“. Dieses ist jedoch Ende 2018 beendet worden.

Nur wenige Flüchtlinge arbeiten im Bufdi

flüchtlinge - bufdi

Nur sehr wenig Flüchtlinge arbeiten im Bundesfreiwilligendienst.

Seit Dezember letzten Jahres ist es möglich, dass auch Flüchtlinge den Bundesfreiwilligendienst (BFD, Bufdi) absolvieren. 10.000 zusätzliche Plätze wurden dafür vom Bundesfamilienministerium geschaffen. Davon sind bisher jedoch lediglich 2.000 Plätze besetzt. Und von diesen 2000 Teilnehmern hat auch jeder vierte Teilnehmer des Programms einen Fluchthintergrund. Was sind die Gründe?

An der Akzeptanz vor Ort liegt es nicht, dass bis dato relativ wenige Geflüchtete an dem Sonderprogramm teilnehmen. Viele Flüchtlinge fragen sich allerdings, ob sie diese Arbeit wirklich machen können. Sie leben in einem Flüchtlingslager, haben oft eine weite Anfahrt und viele Pflichttermine bei den Behörden.