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FSJ im Wohnheim für behinderten Menschen

FSJ in einem Wohnheim für Behinderte.

Ein FSJ bietet Lebenserfahrung und berufliche Perspekteiven.

Lars S. berichtet: „Nach dem Abitur wollte ich etwas anderes machen als Lernen. Ich wollte sehen, wie es ist, mit Menschen mit Behinderung zu arbeiten. Ich wollte wissen, wie es ist, den ganzen Tag geregelt zur Arbeit zu gehen.“

Soziales Engagement

Lars macht sein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in einem Wohnheim für Menschen mit Behinderung in Berlin. Sein Einblick in die Soziale Arbeit ist auch deshalb besonders intensiv, denn er lebt und arbeitet seit September des letzten Jahres in diesem Wohnheim.

Er arbeitet in der Frühschicht des Wohnheims. Für ihn und zwei ausgebildete Fachkräfte beginnt um 6.00 Uhr die Arbeit in ihrer Wohngruppe. Lars bereitet zuerst das Frühstück für die Gruppe und begleitet  danach Bewohner zum Einkaufen oder zu.

Seminare und pädagogische Begleitung während des BFD

Während des Bundesfreiwilligendienstes erfolgt eine pädagogische Begleitung der Freiwilligen. Hintergrund ist die Tatsache, dass der BFD ein Bildungsangebot, ein Lerndienst, sein soll. Das Gesetz sieht verbindlich vor, dass eine konkrete fachliche Anleitung im täglichen Einsatz vor Ort in der Einsatzstelle zu erfolgen hat. Zusätzlich sind 25 Seminartage Pflicht. Desweiteren muss auch in der Zeitspanne  zwischen den Seminaren eine über die fachliche Anleitung hinausgehende Begleitung gewährleistet sein, vor allem in Krisen- und Konfliktsituationen.

Freiwilligendienst für Ältere – über 27 Jahre

Wer als „älteres Semester“ einen Freiwilligendienst machen möchte, stellt oft fest, dass das nicht so einfach ist, wie für Jugendliche. Ein FSJ oder FÖJ, also einen Jugendfreiwilligendienst, kann man  nicht mehr absolvieren, wenn man bereits das 27.  Lebensjahr vollendet hat. So steht es im Gesetz.  Die Älteren können jedoch problemlos den neuen Bundesfreiwilligendienst  leisten. Für sie gibt es hierbei sogar zwei Sonderregeln, die sie, je nach Betrachtungsweise, gegenüber jungen Menschen besser stellen.
Teilzeittätigkeit im Freiwilligendienst: Beim BFD sind junge Menschen unter 27 verpflichtet, eine Vollzeittätigkeit im BFD auszuüben. Ältere können hingegen mit einer reduzierten Stundenzahl antreten.  Es müssen allerdings in jedem Fall mehr als 20 Stunden pro Woche geleistet werden.
Kürzere Seminare: Für junge Menschen unter 27 die Teilnahme sind 25 Seminartage Pflicht. Ältere hingegen müssen lediglich, so sagt das Gesetz, in angemessenem Umfang an Seminaren teilnehmen. Was angemessen ist, wird vor Ort von den  Beteiligten festgelegt.
Wichtig zu wissen für die Einsatzstellen  ist auch, dass, da über 27 Jahre alte Freiwillige keinen Platz im FSJ/FÖJ verdrängen können, Ältere ohne Anrechnung auf Platz-Obergrenzen  vom Bund gefördert werden.