Blickwechsel: FSJ im Ausland aus Sicht der einheimischen Bevölkerung

Blickwinkel - Doku über FSJ im Ausland

FSJ im Ausland aus einem anderen Blickwinkel sehen.

Die beiden ehemaligen Freiwilligen Christian Weinert und Ferdinand Carrière haben einen Dokumentarfilm über die Eindrücke gedreht, die deutsche Freiwillige in Afrika hinterlassen. Jährlich sind es mehr als 3000.

Viele junge Erwachsene nehmen nach dem Schulabschluss eine Auszeit und absolvieren ein FSJ im Ausland. Sie möchten beides: helfen und neue Erfahrungen zu sammeln.

In der deutschen Öffentlichkeit wird allerdings oft über die Sinnhaftigkeit eines solchen Freiwilligendienstes im Ausland diskutiert. Hintergrund: es ist wesentlich kostengünstiger, einen einheimischen fachlich qualifizierten Helfer für ein Projekt zu engagieren als einen deutschen Freiwilligen ohne Kenntnisse der Landessprache und fachliche Ausbildung in das jeweilige Land einzufliegen. Sind die deutschen Teilnehmer am FSJ im Ausland also selbstsüchtig?

Die Filmemacher haben in Ghana, Gambia und Südafrika die Menschen in den einzelnen Projekten gefragt, wie ihre Meinung von den Freiwilligen ist. Ihr Film heißt „Blickwechsel“. Der Film wird auf Festivals im gesamten Bundesgebiet gezeigt.

Die Filmemacher erklärten, so war in Presseberichten zu lesen, es bestünde eine Lücke in Veröffentlichungen über Freiwillige im Ausland. Diejenigen, die täglich mit den Freiwilligen in Kontakt sind, kämen in der Diskussion und Berichterstattung nicht zu Wort. Der Film wolle einen Beitrag leisten, diese Lücke zu schließen.

In dem Film werden die Freiwilligen und ihre Tätigkeit vor Ort im Ausland mehr negativ als positiv beurteilt. Vor allem werden die beschränkten Kenntnisse der Landessprache, die oft nur kurze Anwesenheit und die fehlende Spezialisierung beklagt. Viele Freiwillige wollten auch nur etwas erleben, berichten die Protagonisten.

Aber nicht alles wird von den Betroffenen negativ dargestellt. Die Befragen äußern sich auch zufrieden über die Hilfe der FSJler.

Der Film Blickwinkel stößt vor allem bei ehemaligen Freiwilligen auf großes Interesse, was nicht verwunderlich ist, da sie an ihre eigene Zeit im Ausland erinnert werden. Dass Freiwillige in der Dokumentation selbst nicht zu Wort kommen, wird von einigen positiv, von anderen negativ bewertet.

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