Anerkennung des Ehrenamtes soll gestärkt werden

Die Bundesregierung will die Anerkennung des Ehrenamtes stärken. Darauf weist sie im Rahmen der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hin.
Sie habe im Oktober 2010 eine Nationale Engagementstrategie beschlossen. Darin sei eine größere Anerkennung und Wertschätzung der Leistungen bürgerschaftlich engagierter Menschen vorgesehen.
Allerdings sei die Anerkennung nicht allein staatliche Aufgabe, sondern auch die Wirtschaft, Bürgergesellschaft, Stiftungen und Medien müssten hier mitwirken. Zudem weist Bundesregierung darauf hin, dass auch alle, die durch bürgerschaftliches Engagement erbrachte Leistungen in Anspruch nehmen, denjenigen ihre Anerkennung zollen, die dieses Engagement leisten.

Ziel  sei es,  den Einsatz der Freiwilligen noch stärker sichtbar zu machen und zu würdigen.

So gäbe es beispielsweise schon seit 2004 die vom BMFSFJ geförderte Woche des bürgerschaftlichen Engagements, die vom Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches
Engagement organisiert werde.

Des weiteren habe das BMFSFJ mit den im Bündnis für Gemeinnützigkeit zusammengeschlossenen Dachverbänden gemeinnütziger Organisationen und weiterer Partner unter der Federführung des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen zusammen mit einem großen Wirtschaftsunternehmen 2009 und 2010 die Kampagne „Geben gibt“ unterstützt.
Ziel dieser Partnerschaft sei es, einen öffentlichkeitswirksamen Beitrag zur Wertschätzung des bürgerschaftlichen Engagements zu leisten und für weiteres Engagement zu motivieren. Die Kampagne habe den Deutschen Engagementpreis ausgelobt, der seit 2009 anlässlich des Internationalen Tages des Ehrenamtes verliehen werde.  Der Deutsche Engagementpreis sei auch 2011 in dieser Partnerschaft weitergeführt worden und solle mindestens bis 2013 beibehalten werden. Der Deutsche Engagementpreis wolle die Vielfalt des Engagements sichtbar machen.

Es gäbe auch den Publikumspreis, über den die Bürgerinnen und Bürger online abstimmen könnten. 2011 hätten rd. 45 000 Menschen abgestimmt. Der Preis werde im Rahmen einer festlichen Veranstaltung überreicht.

Die Regierung macht weiter auf den Helene-Weber-Preis zur Förderung von Frauen in der Kommunalpolitik aufmerksam. Mit dieser Auszeichnung würden Frauen, die sich in der Kommunalpolitik bereits engagieren, sichtbar gemacht und ihre Leistungen anerkannt werden. 2012 solle der Preis ebenfalls vergeben werden.

Das BMFSFJ und der Deutsche Bundesjugendring würden zusammen im 2-Jahres-Rhythmus den Heinz-Westphal-Preis verleihen, der beispielhaftes Engagement von ehrenamtlichen Jugendleiterinnen und Jugendleitern im Rahmen der Jugendverbands- und Jugendringarbeit ehre und fördere. Mit dem Preis würden Organisationen/Institutionen oder Gruppen ausgezeichnet werden, die sich in herausragender Weise ehrenamtlich in der Jugendarbeit engagierten
oder außerordentliche Verbesserungen beim ehrenamtlichen Engagement in der Jugendarbeit bewirkt hätten.

Dies seien Beispiele. Darüber hinaus sei der Bund in vielfältiger Weise tätig.

Zur Anerkennungskultur gehörten jedoch nicht allein Preise und Auszeichnungen, sondern auch Möglichkeiten der Qualifizierung sowie Nachweise über erbrachtes
Engagement und dabei erworbene Kompetenzen.
In Abstimmung mit den Bundesländern, den bürgergesellschaftlichen Organisationen und der Wirtschaft solle deshalb die Entwicklung einheitlicher Nachweisstrukturen (Kompetenznachweise und -bilanzen) und deren Anwendung gefördert werden, so dass mit der Zertifizierung von informell erworbenen Kompetenzen zahlreiche Chancen und Möglichkeiten für alle Beteiligten verknüpft wären.

Quelle: Bt-Drs 17/9548

Ein Gedanke zu „Anerkennung des Ehrenamtes soll gestärkt werden

  1. Albrecht W.

    Der Begriff Ehrenamt ist doch im Zusammenhang mit freiwilligem sozialen Engagements völlig irreführend und suggeriert demjenigen, daß es eine Ehre für Sie/Ihn sei helfen zu dürfen.
    Ein Ehrenamt ist doch viel eher jemand der in einem Verein als Vorsitzender gewählt worden ist. Und ein Amt führt der freiwillige soziale Helfer auch nicht aus.

    Sicher ist das den denjenigen die sie freiwillig sozial engagieren mehr Respekt und Anerkennung zu stehen als es oft der Fall ist. Aber eine Ehre sich freiwillig sozial zu engagieren zu dürfen ist es sicher nicht

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