BFD 2022

2022 – 11 Jahre Bundesfreiwilligendienst

BFD 2022Der Bundesfreiwilligendienst, auch BFD oder Bufdi genannt, feiert im Jahr 2022 seinen 11 Geburtstag.

Ersatz für den Zivildienst

Er wurde seinerzeit als Ersatz für den Zivildienst geschaffen, der, ebenso wie der Wehrdienst, ausgesetzt wurde.

Es handelt sich um ein freiwilliges Ehrenamt. Es besteht somit keine irgendwie geartete Verpflichtung für junge Menschen, nach der Schule einen Freiwilligendienst zu leisten. Männer und Frauen können im sozialen Bereich, aber auch in Sport und Kultur ehrenamtlich tätig werden. Im Gegensatz zum Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ), das es weiterhin gibt, gibt es beim Bundesfeiwilligendienst keine Altersgrenze.  In den vergangenen zehn Jahren haben mehr als 400.000 Freiwillige in Kitas, Sportvereinen, Krankenhäusern, Altenheimen, Schulen und Flüchtlingsheimen, Museen und Kulturstätten gearbeitet, meistens ein Jahr lang. Das waren weit mehr, als man anfangs prognostiziert hatte.

Pflichtjahr für alle?

Dennoch sind immer wieder Überlegungen angestellt worden, ob nicht ein Dienst an der Gesellschaft verpflichtend für alle werden sollte.

So wurde ein soziales Pflichtjahr ins Spiel gebracht.  Es wurde argumentiert, dass ein Pflichtdienst die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen fördere und ein wichtiger Beitrag eines jeden einzelnen sei, die Gesellschaft zusammenzuhalten.

Überwiegend wurde dies jedoch abgelehnt. Die Idee eines Pflichtjahres sei antiquiert. Besser sei es, die Rahmenbedingungen für einen freiwilligen Dienst zu verbessern. Rechtlich gesehen ist eine Dienstpflicht nicht einfach zu installieren; das Grundgesetz müsste geändert werden.

Verbesserungen im Bundesfreiwilligendienst notwendig

Auch die Träger der Einsatzstellen stehen einer Dienstpflicht zweifelnd gegenüber. Es gibt mehr freie BFD-Stellen als Nachfrager. Die schlechte Bezahlung wirkt sich als starkes Hindernis aus. Eigentlich gibt es überhaupt keine Bezahlung, da es sich um eine ehrenamtliche Tätigkeit handelt. Gezahlt wird ein Taschengeld, des Höhe im Jahr 2022 maximal 405 Euro betragen darf.

Einige Träger verlangen einen Rechtsanspruch für einen BFD-Platz, ein höheres Entgelt und weitere finanzielle Vorteile, wie etwa ein kostenloses Ticket für den öffentlichen Nahverkehr.

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