Werbung für den Bundesfreiwilligendienst / BFD

Am Montag hat die Bundesfamilienministerin die Werbekampagne für den neuen Bundesfreiwilligendienst gestartet. Durch diesen Dienst, der ab dem 1. Juli 2011 gewählt werden kann, würden die Freiwilligendienste in Deutschland gestärkt werden und der Wegfall des Zivildienstes könne durch ihn zum Teil ausgeglichen werden, so die Ministerin.

Bei einer Feierstunde in Berlin wurden symbolisch die ersten Verträge zum Bundesfreiwilligendienst unterschrieben.
Das Motto der bundesweiten Werbekampagne für den BFD heißt: „Zeit, das Richtige zu tun“.
Das BFDG bietet 35 000 Menschen pro Jahr die Möglichkeit eines Freiwilligeneinsatzes. Es steht  auch Frauen und älteren Menschen offen. Das war beim Zivildienst anders. Die etablierten Freiwilligendienste FSJ und FÖJ hingegen sind nur für Jugendliche bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres offen.
Die Bundesfamilienministerin erklärte, dass der neue BFD den Zivildienst nicht eins zu eins ersetzen könne. Dennoch werde es keinesfalls zu Problem bei der Versorgung von älteren oder kranken Menschen kommen. Wie der wegfallende Zivildienst sei der Bundesfreiwilligendienst arbeitsmarktneutral ausgestaltet und werde vom Bund jährlich mit 350 Millionen Euro gefördert.

Viele Wohlfahrtsverbände teilten bereits mit, dass ihnen im vom Zivildienst abgedeckten Bereich definitiv Menschen fehlen würden.

Niedersachsens Sozialministerin setzt sich derzeit dafür ein, dass Freiwillige bessere Chancen bei der Arbeitssuche bekommen sollen. Die Tatsache, dass Arbeitsplatzbewerber den BFD geleistet hätten, sollte ein wichtiges Kriterium bei der Arbeitsplatzvergabe sein.

6 Gedanken zu „Werbung für den Bundesfreiwilligendienst / BFD

  1. An

    Nur, dass die Tätigkeit 400 Euro) zu machen oder eben den BFD bei dem man immerhin ein paar Vorteile in der Zukunft genießt – auch wenn ich nicht glaube das man dadurch wirklich signifikante Vorteile auf dem Arbeitsmarkt hat.

    Was ich damit nur sagen möchte ist, dass ein etwas höherer Verdienst für eine Vollzeittätigkeit bei der man nicht wirklich die ganze Zeit „nichts macht“ oder rumsitzt nicht unbedingt Unangebracht wäre. (Zumindest 5 Euro effektiver Stundenlohn wären ja schon genug.)

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  2. Melanie Bornkast

    Hallo ich bin 29 Jahre alt und finde die oberen Kommentare zu dem Bundesfreiwiligendienst einfach nur frech.Wie der Name schon sagt ist es freiwilig und keiner wird dazu gezwungen. Ich kann nicht verstehen wie man sone Äußerrungen ins Netz stellen kann.Ich finde die Vergütung völlig in Ordnung schließlich ist keiner eine gelernte Kraft in den Bereichen wo man eingesetzt wird.

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  3. L. N.

    Guten Tag, sehr geehrte Damen und Herren!
    Mein Name ist L. N., ich komme ursprünglich aus Russland und bin zur Zeit in Deutschland als FSJlerin bei der Diakonie (Hannover, Bothfeld) tätig.
    Ich möchte Sie fragen, ob es eine Möglichkeit gibt, mich als BFD-lerin einzustellen, so dass ich weiter Erfahrungen im Bereich der Arbeit mit behinderten Menschen sammeln könnte.
    Welche Unterlagen sollte ich bereithalten?
    Mit freundlichen Grüßen,

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  4. Birgit

    Ich verstehe diese „plötzliche“ Veränderung auch als vorbildliche undurchdachte Aktion. Im ersten Moment dachte ich, okay, da klemmst du dich mal dahinter. Wenn ich aber darüber in den Nachrichten höre und im Internet lese, ist das eine abgewandelte Sache der Bundesfreiwilligenagenturen- sprich= ehrenamtlich.
    Ich gehöre in die Kategorie Hartz4, habe aber bisher keine Ansprüche an den Staat gestellt, d.h. ich beziehe keine Steuergelder (Portokasse), darf aber trotzdem für die geleisteten Stunden nur 60,00€ behalten???? Der Aufwand wäre dann doch viel höher? Die Mutivation und Freude bleibt dabei auf der Strecke. ODER???
    Wenn diese Aktion lukrativ wäre, würde das Arbeitsamt/Jobcenter doch sofort vermitteln, bzw. Leute sich schnellstmöglich kümmern.
    Aufklärung und Klärung wäre angebracht!!!!!!!!!!

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  5. Sven

    Ich finde den BFD mittlerweile echt schwach, man wollte eigentlich nur Zivildienst machen wie es bisher üblich war und muss nun auf Kindergeld, und auf über 50% weniger Taschengeld verzichten.
    Muss man den Eltern dann noch das Kindergeld erstatten und Miete zuhause zahlen kann man es eigentlich auch gleich umsonst machen.
    Der Staat und unsere inkompetente Ministerin sollten mal überlegen was sie da verlangen…
    Streichen den Zivildienst aber wollen weiterhin Zivis.

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  6. Regina Matthäus

    Da sollen mal wieder Dumme für eine Hungervergütung den Staat retten. Gescheite Leute fallen auf dieses Armutsangebot nicht herein. Besonders pervers finde ich das „Angebot“ händeringend nach Arbeit Suchenden eine Berücksichtigung des Dienstes bei der Bewerberauswahl vorzugaukeln. Welcher potenzielle Arbeitgeber sollte das Versprechen der Politiker einhalten?

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