Berlin: BFD kommt – Zivildienst geht

Am Montag, den 11. April 2011 „verabschiedet“ die Bundesfamilienministerin in der Heilig-Kreuz-Kirche in Berlin bei einem festlichen Akt den Zivildienst und wirbt für den neuen BFD, den Bundesfreiwilligendienst.
Während eines Festaktes will die  Bundesfamilienministerin am 11. April 2011 das Engagement von Zivildienstleistenden und Einrichtungen würdigen.  Fast jeder, so die Familienministerin, habe schon vom Einsatz eines Zivis profitiert oder sei bereits einem Zivi im Einsatz schon begegnet, etwa  bei der Betreuung behinderter oder kranker Menschen, in Seniorenheimen, Kitas oder im Umweltschutz.
Der Zivildienst sei jedoch nicht nur ein einseitiges Engagement gewesen. Die die jungen Männer hätten Schlüsselkompetenzen erworben und ihre Persönlichkeit entwickelt.
Im Zusammenhang mit dem Festakt zu 50 Jahren Zivildienst soll eine Gesprächsrunde mit aktuellen und ehemaligen Zivildienstleistenden mehrerer Generationen sowie Bausoldaten der ehemaligen DDR stattfinden.

50 Jahre Zivildienst

Vor genau 50 Jahren, am 10. April 1961, traten die ersten jungen Männer, die als Kriegsdienstverweigerer anerkannt worden waren, ihren Zivildienst an. Bis heute waren mehr als 2,5 Millionen Zivildienstleistende im Einsatz. Vor fünfzig Jahren hieß der Zivildienst noch ziviler Ersatzdienst. Im Laufe der Jahre wandelte er sich zu einer gesellschaftlich anerkannten und beliebten Einrichtungen. Mehr als 37.000 Institutionen, wie etwa Caritas,  Diakonie,  Deutsches Rotes Kreuz, oder die  Arbeiterwohlfahrt haben sich bundesweit im Zivildienst engagiert.

BFD – freiwilliger Dienst im Ehrenamt

Die Wehrpflicht wird dieses Jahr ausgesetzt, gleichzeitig auch der Zivildienst. Neben den freiwilligen Wehrdienst tritt der Bundesfreiwilligendienst.  Waren es bisher nur junge Männer, die sich für die Zivilgesellschaft eingesetzt haben, so können sich im neuen BFD Frauen und Männer jeden Alters ehrenamtlich engagieren.
Der neue BFD soll jährlich 35.000 Männern und Frauen ab Erfüllung der Vollzeitschulpflicht in erweiterten Einsatzfeldern die Möglichkeit zu einem gemeinwohlorientierten Einsatz bieten. Der BFD tritt neben  das Freiwillige Soziale Jahr, FSJ,  und das Freiwillige Ökologische Jahr, FÖJ. Er wird gemeinsam mit diesen Jugendfreiwilligendiensten verwaltet und organisiert werden.  Das freiwillige Ehrenamt soll damit in Deutschland einen neuen Stellenwert erhalten.

Werbekampagne für den BFD

Anlässlich des Festaktes wird erwartet, dass die Bundesfamilienministerin auch die geplante Werbekampagne für den BFD vorstellt.  Der Bundesfreiwilligendienst soll in das Bewusstsein der Bevölkerung gerückt werden.

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