Beiträge von Tomanak

    Sorry, kann ich aber so nicht stehen lassen! Erstmal reden wir hier über gelegte Eier, die schon lange verschimmelt und von Wyrmern zerfressen wurden, wenn wir darüber reden, was bei der Wende passiert ist und dass es davor keine Zivis gab usw, denn wir leben im Hier und Jetzt, das hat meiner Ansicht nach nichts mehr miteinander zu tun.


    Zivis haben noch nie ausgebildete Fachkräfte ersetzen können! Ausgebildetes Fachpersonal ist ja nicht ohne Grund für etwas ausgebildet, weil es da eingesetzt werden kann, wo es benötigt wird.


    Nur wenn eine Tätigkeit auch genauso gut durch einen Zivi geleistet werden konnte, der diese Einrichtung deutlich weniger Geld gekostet hat, warum sollte es denn nicht auch so gemacht werden?


    Schliesslich werden die meisten Kranken und Pflegebedürftigen mit öffentlichen Geldern aus Steuern und Abgaben gepflegt. Warum also sollte man diese Einsparmöglichkeiten nicht auch nutzen?


    Dass im Gesundheits und Pflegebereich durch den Wegfall des Zivildienst offene Stellen gibt, wird sich sicher so ergeben, da macht auch der BFD keinen Unterschied, denn es macht eher einen Unterschied, ob jemand zum BFD geht, um eine Hausmeistertätigkeit oder in einem Jugendheim, als Fahrer für eine Einrichtung übernimmt oder ob jemand als BFD in einer Pflegeeinrichtung sich um Pflegebedürftige kümmern wird.


    Und grob gesagt, war es, als es noch eine Pflichtveranstaltung war, entweder zum Bund zu gehen oder Zivildienst zu leisten, hier schon eben das geringere übel, und dafür musste ein Junger Mensch schon berufen sein, dass er sowas macht. Die meisten Zivistellen waren aber an anderen Stellen. Daher glaube ich kaum, dass jetzt sehr viele BFD irgendwelchen Pflegekräften Stellen wegnehmen werden.


    Und selbst wenn doch die eine, oder andere Zivistelle von einem BFD besetzt würde, dann sicher auch, weil es deutlich billiger wäre, und wenn es eine günstige Arbeitskraft FREIWILLIG, das ist ja der Grundsatz des BFD; macht, warum sollte man dann nicht dabei sparen?


    Dass generell wegen Einsparung von Kosten Stellen abgebaut werden, ist auch kein Thema, das ich hier dem BFD anlasten würde!


    Es ist ein Offenes Thema, dass im Pflegebereich für vorhandenes Personal einfach zu wenig Zeit da ist, sich um die persönlichen Belange von zu Pflegenden zu kümmern. Es werden im Akkord Betten ausgeschüttelt, neu bezogen, die Essen verteilt, usw weil einfach nicht mehr Personal gezahlt werden kann.


    Wenn also für die einfacheren Tätigkeiten, die auch mal ein Gespräch sein können, oder von einem Pfleger, Ersatzweise Zivi oder nun BFD mal in den Garten geschoben zu werden, oder jemand liest aus der Zeitung vor oder sonst was, das einfach im normalen Umgang derzeit so nicht bezahlbar wäre, nun durch jemanden ausgeübt wird, der diese Einrichtung nicht 3000 oder mehr Euro Brutto kostet, warum sollte man das dann verurteilen?


    Aber ich sehe schon, hier prallen in mehrerlei Hinsicht mehrere Meinungen aufeinander. Du bist hier nur zum Miesmachen, ich versuche auch die Positiven Seiten hervorzukehren.


    Werde also ab jetzt hier nicht mehr weiter mit Dir streiten. Wenn Du mit irgendwem über irgenwas trefflich streiten magst, dann empfehle ich Dir das Gesellschafts- und Politikforum von http://www.spin.de da kannst Du über solche Themen endlos diskutieren und Dich einer Gruppe anschliessen, in der Du noch weiter Deinen Frust abladen kannst, aber bitte, verschone mich und die andern, die sich hier zum BFD informieren wollen, weil sie darin eine Chance sehen, aus der Zeit, in der einfach mehr Arbeitssuchende vorhanden sind als freie, besetzbare und bezahlbare Vollzeitstellen, aus dem Chaos ausbrechen wollen, nciht von einer sinnlos-Massnahme ala Eurojob in Dekra oder Tüv oder zum Bewerbungstraining geschickt zu werden, was alles wenig bringt, weg kommen wollen und einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen wollen, auch wenn sie damit nicht mehr dazu erhalten als Hartz4 ihnen bietet.


    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-76121041.html

    Guten Tag,


    ich bin neu hier und ich habe versucht, mich hier selbst durch das Forum zu kämpfen und mir Informationen zusammen zu sammeln. Ausserdem habe ich die Webseite, zu der dieses Forum gehört, selbst auch schon durchforstet.


    Im Grunde ist mir der Vorgang klar, habe mich auch schon bei einer möglichen Einsatzstelle vor Ort Ende letzten Monats mal per Mail gemeldet und wurde heute angerufen. Habe beim Örtlichen Liegenschaftsamt für kommenden Dienstag auch schon einen Vorstellungstermin.


    Trotzdem würde ich gerne nochmals die genauen Eckdaten erfragen, weil der Personalbeaufragte unserer Stadt Memmingen das nun auch nicht alles klären konnte, da das ganze Thema noch so neu ist.


    Also ich bin 34 Jahre alt und habe in meiner Kindheit/Jugendzeit, beeinflusst durch meine Eltern eine schlechte Berufswahl getroffen und in einem LKW_Betrieb auf dem Papier eine Bürokaufmannslehre gemacht, wurde real aber fast die ganzen 3 Jahre nur als billige Arbeitskraft im Ersatzteillager eingesetzt.


    Schon damals war mir persönlich klar, dass ich mit der schlechten beruflichen Qualifikation das ganze Leben über Probleme haben werde, was Stellensuche und sowas angehen wird.


    Trotzdem bekam ich seitens des Arbeitsamtes bis 2004 keinerlei Umschulung oder Weiterbildung und hatte mich dann eben von Stelle zu Stelle geschleppt, so lange ich etwas fand.


    Ab 2004 bis 2006 war ich dann psychisch krank, Depressionen und ähnliches wegen den Folgen von Mobbing und des allgemein durch die schlechte Qualifikation ausgelösten schlechten Selbstwertgefühls etc.


    Von Ende 2006 bis Ende 2008 besuchte ich 18 Monate eine Rehabilitation und wurde im Anschluss daran dann wegen der geringen Arbeitsfähigkeit von 4 bis 6 Stunden täglich in volle Erwerbsminderungsrente gesteckt, weil es hiess, der Arbeitsmarkt sei für mich verschlossen.


    Diese Rente läuft nun Ende Mai aus und ich würde gerne eine sinnvolle Tätigkeit ausüben, aber das Jobcenter hätte mir derzeit nur einen 1 Euro-Job in einer Toys Company der Dekra anzubieten, über die man sehr viel schlechtes lesen und sehen kann, Beispielsweise in diesem Bericht im Spiegel:

    Zitat

    03.01.2011
    SOZIALSTAAT
    Die Hartz-Fabrik
    DER SPIEGEL*1/2011 - Die Hartz-Fabrik


    oder in diesem Bericht ARD.exclusiv.Die.Armutsindustrie on Vimeo ansehbar:


    oder nachlesbar auch im Focus:

    Zitat

    Die Dekra lässt Arbeitslose gebrauchtes Spielzeug überprüfen und reparieren. Im zehntägigen Wett-Puzzeln quälen sich die Übergangbeschäftigen. Nur um am Ende festzustellen, dass zwei, drei Teilchen fehlen. Und das Spielzeug nur mehr für den Müllkübel taugt. Nebenan wird gehäkelt für Frühgeborene. Oder am hauseigenen Zeitungsblättchen gewerkelt – ein Tag echter Arbeit verteilt auf zwei Wochen. Da erzählt einer, der vom Arbeitsamt zum Witzseitemachen geschickt worden war, dass ihn die Sinnlosigkeit in Depressionen gestürzt hat. Irgendwann braucht’s dann Pillen gegen das „Pillepalle“.


    Wett-Puzzeln für die Statistik
    Das Gemeinnützige an all dieser unnützen Arbeit? 1,6 Millionen Arbeitslose werden als Praktikanten, als Prüf-Puzzler und „Pillepalle“-Redakteure aus der Arbeitslosenstatistik herausgepuzzelt. „Die Armutsindustrie“: Arbeitslos? Und hopsasa! - FOCUS-Fernsehclub - FOCUS Online


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    Ich möchte also nicht in so eine Einrichtung, in der ich 6 Monate still stehe und keiner sinnvollen Tätigkeit nachgehe, sondern ich möchte etwas tun.


    ich habe mich zwar nun bei der örtlichen Stadtverwaltung beworben, aber ich besuche seit langem mindestens einmal die Woche eine Einrichtung der Diakonie für psychisch erkrankte Personen.


    Diese Einrichtung hatte bisher immer bis zu 3 Zivildienstleistende und die fallen ja nun weg. Nur scheint bei der Einrichtung nicht angekommen zu sein, was ich hier auf der Webseite gelesen habe:


    Zitat


    Bisherige Zivildienststellen werden automatisch Einsatzstellen für den BFD


    Nach dem geplanten BFDG sind alle nach dem Zivildienstgesetz anerkannten Dienststellen und -plätze automatisch als Einsatzstellen und Plätze des Bundesfreiwilligendienstes anerkannt. Das bedeutet für die Träger konkret, dass wenn Zivildienstplätze bereits vorhanden sind, nichts weiter unternommen werden muss. Das gilt selbst dann, wenn die schon längere Zeit nicht besetzt waren.


    Was müsste die Einrichtung nun tun, damit ich dort als BFD- Leistender die bisherigen Tätigkeiten übernehmen könnte, so Fahrdienste zum Einkaufen, Wertstoffentsorgung, gespendete Kleidung und Gegenstände fürs Sozialkaufhaus bei Spendern abholen usw. für das die zivis bisher zuständig waren.


    Dass ich Grundsätzlich so eine Tätigkeit ausüben kann, ist ja die Voraussetzung, aber es gibt ja die Stellen, die durch die fehlenden Zivis offen stehen, andererseits gibts auch andere im Hartz4 bezug, die aufgrund ihrer langen Arbeitslosigkeit und längerer Krankheit an sich nicht damit rechnen können, dass sie eine Festanstellung finden können. Diese könnten ja auch so 20 bis X Stunden dort in der Diakonie arbeiten.

    Gibts hier denn nur alte Themen, die nicht fortgeführt werden?


    Ich denke, die Möglichkeit der Kündigung wird schon allein aus dem Grund angefragt werden, wenn jemand, der zuvor als Arbeitssuchend gilt und dann im BFD arbeitet, vielleicht wegen der Aufnahmemöglichkeit einer regulären Arbeit aus dem BFD austreten wollen würde.


    Auch frage ich mich sehr, warum man mit dem Jobcenter Probleme bekommen sollte, wenn man einen Freiwilligen Dienst abbrechen möchte, der einen doch bisher dann aus der Arbeitsverpflichtung genommen hat.


    Siehe Arbeitslosengeld II - Hartz IV
    Zitat:

    Zitat


    Da das Gesetz also die beiden Freiwilligendienste FSJ/FÖJ auf der einen und BFD auf der anderen Seite gleich behandeln will, ist die Teilnahme an einem Bundesfreiwilligendienst wie die Teilnahme an einem Jugendfreiwilligendienst als wichtiger persönlicher Grund i.S.d. § 10 Absatz 1 Nummer 5 SGB II anzusehen, der der Ausübung einer Arbeit entgegensteht. Folglich ist der Bezieher von Arbeitslosengeld II, der am Bundesfreiwilligendienst teilnimmt, in dieser Zeit nicht verpflichtet eine Arbeit aufzunehmen.


    Wer also den Freiwilligendienst aus einem wichtigen Grund kündigt, wird automatisch wieder in die Verpflichtung, eine andere Tätigkeit aufzunehmen, aufgenommen, anders als wenn man statt dem BFD seitens des Jobcenters in eine Tätigkeit mit Mehraufwandsentsch., sogenannter Eurojob gezwungen wurde, und man diesen abbrechen möchte.


    So wird hier im Forum der Abbruch wegen dem wichtigen Grund einer Vollzeitstelle schon genannt unter:
    http://www.bundes-freiwilligen…h-bfd-bei-vollzeitjob-84/

    Welche Löhne könnten denn noch gedrückt werden?


    Durch die Einführung von Hartz 4 wurden doch schon Löhne gedrückt bzw Lohnerhöhungen im Lauf der letzten Jahre nicht mehr durchgeführt.


    jeder, der seit der Einführung von Hartz4 einen Arbeitsplatz innehatte, hatte die Drohung mit Hartz 4 vor Augen. Wer sich bei seinem Chef unbeliebt machte und mehr Gehalt forderte, bekam vor Augen, dass man ja auch gekündigt werden könnte und dass ein deutlich schlechter bezahlter ehemaliger Langzeitarbeitsloser diese Stelle ausführen könnte.


    Ausserdem gibt es hier auch noch die Möglichkeiten, dass Firmen, die sich so einen Hartz4 holen, diesen eine bestimmte bis Unbestimmte Zeit Probearbeiten lassen können und dass das Gehalt, später dann ein Grossteil des Gehaltes aus der Öffentlichen Kasse bezahlt wird.


    ich möchte das nicht weiter ausführen, weil das nicht das Thema von BFD ist oder sein sollte, da diese BFD-Stellen grösstenteils solche Stellen sein werden, die bisher von Zivildienstleistenden wahr genommen wurden und damit zusätzlich entstehende Stellen sind, die dann auch von reinen Eurojobbern besetzt werden könnten.


    Man sollte sich also schon hier mit den Angaben auf der Webseite vertraut machen, vor man alles kritisiert und Sinn oder Unsinn vom BFD in Frage stellt!