Beiträge von LeijaT

    Habe mittlerweile meine schriftliche Bestätigung zur Aufnahme zu meiner schulischen Ausbildung bekommen und kann den Bundesfreiwilligendienst sorgenlos kündigen und mich auf schönere Zeiten freuen.


    Dennoch vielen, lieben Dank für eure Unterstützung ;)

    Habe mich jetzt mal getraut mein Problem meiner Mutter anzuvertrauen, die ist Pflegedienstleitung und Einrichtungsleitung in einem Seniorenheim und kann mir demnach viel über Arbeitsrecht und -pflicht erzählen. Sie hatte mir geraten, mir nun täglich zu notieren, was meines Erachtens nach in dem Betrieb falsch läuft (Keine Sicherheitsanweisung, keine Betreuung vor Ort usw usw) - Werde das wohl auch so machen, damit ich nächste Mal was aussagekräftiges habe, wenn meine Chefin mir die Verantwortung wieder in die Schuhe schieben will.


    Echt? Ein Bufdi bringt für die berufliche Karriere im sozialen Bereich nicht mehr als ein 400 Euro-Job in einer Ladenkette o.Ä.? Hatte immer gedacht, dass Arbeitgeber da eher erkennen "der will was Gutes tun.".


    Allerdings habe ich, Gott sei Dank, zumindest Donnerstags und Freitags viel für meine Ausbildung zu lernen, da unterstütze ich momentan (wenn auch nur 4 Stunden jeweils) eine Lehrerin in der Grundschule (I-Männchen) und nehme auch AKTIV am Unterricht teil, führe Elterngespräche etc. Das bringt mir auf jeden Fall eine ganze Menge, denke ich. Auch wenn es wöchentlich nur 8 Stunden insgesamt sind - immerhin mehr als garnichts. Im Zeugnis wird davon vermutlich nichts stehen, da ich ja nur von meiner Einsatzstelle dorthin zur Aushilfe geschickt werde (und für mich um Erfahrung zu sammeln) und vermutlich, damit sie sich 8 Stunden weniger die Woche mit mir rumplagen muss *g* Ob sie sowas dann im Arbeitszeugnis erwähnen wird/muss, weiß ich noch nicht, werde mich da wohl überraschen lassen müssen.


    Aber auch wenn nicht, weiß ich ja genug im Vorstellungsgespräch über meine Erfahrungen zu berichten, sodass man erkennt: Der hat diese Erfahrung wirklich gemacht und erzählt uns nicht nur das Blaue vom Himmel.


    Meine Mutter hat mir jetzt geraten, meiner Chefin möglichst aus dem Weg zu gehen, weil ein Wechsel bzw Neuanfang des BFD einfach keinen Sinn mehr für 5 Monate macht (zumal der ja eh mindestens 6 Monate gehen muss) und wie bereits erwähnt, eben alles zu notieren, was an dieser Einsatzstelle zu bemängeln ist. Auf jeden Fall soll ich, sofern das noch in humanen Möglichkeiten steht, versuchen diesen BFD unbedingt durchzustehen, weil sich ein "Das habe ich gemacht!" in der Bewerbung immer besser liest als ein "Das hätte ich gerne gemacht!" bzw "Das habe ich versucht!" - Da glaube ich ihr auch einfach mal, sie führt ja selber Bewerbungsgespräche und läd zu diesen ein.

    Nun, den Ansprechpartner habe ich wie gesagt nur via SMS/Handy. Ansonsten bin ich ganz alleine auf der Arbeit.


    Sie macht das Ganze ehrenamtlich ist will sich, so vermute ich, selber noch nicht so ganz eingestehen, dass sie langsam aber sicher zu alt für den Spaß wird.


    Das erste Seminar habe ich im Januar besucht, dort waren auch 3 Regionalberater direkt vor Ort, meinten aber, dass ein Wechsel der Einsatzstelle immer extremst schwierig und kompliziert ist und in den meisten Fällen die bessere Lösung sei, sich mit seinen Kollegen zu vertragen. Zumal der BFD bei einem Wechsel wieder von vorne beginnen soll, ich allerdings nur noch bis August vor habe, den BFD zu machen, da dann hoffentlich meine Ausbildung beginnt.


    Ja, ich sage mir mittlerweile selbst schon, dass selbst ein 400 Euro Job bessere Arbeitskonditionen hat als der BFD in dieser Einsatzstelle, allerdings bringt mir der BFD in Bezug auf meine gewünschte Ausbildung (Erzieher) mehr als 1 Jahr lang mit nem 400 Euro Job rumdümpeln (so zumindest meine Hoffnung)

    Gut, danke, damit habe ich in 1 & 2 schonmal Bestätigung für meine Vermutung gefunden.


    Zu 3: Ich bin auch generell nicht der Mensch, der rumfaulenzt und kein Bock hat. Ich WILL ja arbeiten und ich WILL auch DURCHGEHEND arbeiten. Durchaus bin ich auch in der Lage zu sehen, wo etwas schmutzig ist, ob man vielleicht mal spülen sollte usw usw. Aber 7,5 Stunden am Tag sinnlos den Boden wischen bis sich die Farbe schon löst, sehe ich dann auch nicht ein. Wenn's sauber ist, isses nunmal sauber.


    Zu 4: Nun, das kann ich leider auch nicht wirklich einschätzen. Also nach der Definition scheine ich arbeitsmarktneutral gehalten zu sein, denn ich gefärde weder die Arbeitsstelle eines Anderen, noch verfälsche ich die Wettbewerbsbedingungen nach SR 824.0 Art 6 Arbeitsmarktneutralität. Aber wie auch? Ich bin ja schließlich der EINZIGE in dem Laden und das quasi non-stop, die ganze Woche über. Montags ist dann mal eine Dozentin da, die gibt Kurse für Kinder, da bin ich dabei. Und DAS ist auch wirklich nur als helfende Hand, womit ich absolut einverstanden bin. Die anderen Tage bin ich aus meiner Sicht ein noch billigerer 400-Euro Hausgärtnerputzmeister. Zwar kann man jetzt sagen "Nun, wenn er nicht da wäre, bringt das den Betrieb auch nicht ins Chaos", aber der Garten sähe vermutlich aus wie ein Dschungel, niemand würde Schneedienst machen, keiner leert die Aschenbecher, säubert die Innenräume und sonstiges. Meine Chefin wäre dazu mit ihren fast 70 Jahren und einem kaputten Knie selber garnicht mehr in der Lage, heißt, wenn ich nicht wäre, wäre sie GEZWUNGEN sich dafür jemanden zu suchen. Außer sie will natürlich alles vor sich hin verrotten lassen im Garten etc. Ich schätze mal, dass sie diese Arbeiten dann vor meiner Zeit an Jahrespraktikanten/innen deligiert hat.


    Habe heute zum dritten oder vierten Mal versucht, das Gespräch zu ihr zu finden, leider ohne Erfolg, weshalb ich mich jetzt, nach 5 Monaten auch dazu entschieden habe, mich zu erkundigen. Hatte sie via SMS gebeten, freundlicherweise mal mir etwas entgegen zu kommen, was die Arbeit angeht. Daraufhin rief sie mich zurück, total entsetzt und gereizt, was das denn wohl für eine Frechheit wäre, ihr zu unterstellen, sie würde ihr Pflichten als Einsatzstelle nicht einhalten (Weil ich ihr sagte, ich glaube, dass SIE dafür zuständig ist, meine Arbeit zu planen und auch dabei zu sein hat). Als ich sie dann bat, bitte vernünftig mit mir zu sprechen und mich nicht so anzuschreien, kam nur ein entsetztes "Ach weißte, das kann doch wohl nicht wahr sein" und legte auf.


    Für mich ist definitiv klar: Mit meiner Chefin KANN ich nicht sprechen, die geht halt immer direkt ab wie Schmidt's Katz'. Da ich aber, wie man sieht, auch nicht so erfahren bin und mich demnach in solchen Situation nicht wirkich "wehren" kann, muss ich immer klein bei geben. Möchte dies allerdings ändern, bevor ich zum Berater laufe, der das dann für mich in die Hand nimmt. Mir persönlich ist es wichtig, solche Dinge möglichst selbst geregelt zu kriegen.


    Aber wenn man nie weiß, ob der Chef nun im Recht ist, mit dem was er sagt (auch wenn man anderer Meinung ist), hat man halt schlechte Karten.

    Hallo zusammen,


    ich hoffe, ich finde hier gegebenfalls Antworten auf meine viel zu lange offenstehenden Fragen, bevor ich zum letzten Schritt gehen muss, meinen Regionalbetreuer anzurufen.


    Ich arbeite momentan als, wer hätte es gedacht, BFDler in einer Kinderkunst-Werkstatt, in der abgesehen von den kursgebenden Dozenten nur eine Künstlerin (meine Chefin) ehrenamtlich tätig ist. Zu Anfang lief eigentlich alles wunderbar und auch trotz der vielen, falschen Versprechungen, die mir in einem Bewerbungsgespräch gemacht wurden, war ich zufrieden mit der Dienststelle.


    Das stagnierte allerdings extremst, vor allem in dne letzten 2 Monaten (kurz nach Weihnachten) - Anfänglich meldete sich meine Chefin kurzfristig für den ein oder anderen Tag bei mir ab, da sie zuhause noch so viel Bürokram zu erledigen hätte: Abrechnungen, Flyer & Werbebroschüren zusammenstellen, usw usw. Das war für mich auch okay, da meine Chefin schon auf die 70 zugeht und ich mir dachte "Nun gut, wenns ner alten Frau hilft, bleib ich heute mal alleine im Schuppen."


    Allerdings hat sich das mittlerweile so eingebürgert, dass sie NUR NOCH zuhause sitzt und angeblich so viel arbeitet (Ob das so stimmt, weiß ich nicht) und ich stehe somit seit Neujahr komplett alleine in einer Kunstwerkstatt. Darf das so sein? Im Bundesfreiwilligendienst steht mir doch nach Zitat

    Zitat

    Die Einsatzstelle ist verpflichtet, eine Fachkraft für die fachliche Anleitung der Freiwilligen zu benennen.

    eine Fachkraft zu, die mich in meiner Arbeit anleitet. Unter meinem Verständnis bedeutet das, es hat die komplette Arbeitszeit über jemand mit mir in der Einsatzstelle zu sein, der mich in meiner Berufserfahrung begleitet, oder nicht?


    Stattdessen wurden mir telefonisch oder via SMS Aufgaben zugeteilt, die ich machen solle, unter anderem der für mich absolut inakzeptable Bereich mit gefährlichen Geräten, beispielsweise einer Dekupiersäge umzugehen, ohne überhaupt mal erklärt zu kriegen, wie so ein Ding funktioniert. Glücklicherweise bin ich handwerklich nicht ganz so fernab und habe mir dabei keinen Finger abgeschnitten, hätte aber durchaus passieren können. Darf das so sein? Darf ich einfach mit Aufgaben bombardiert werden, ohne erstmal zu sehen wie diese Dinge erledigt werden?


    Mittlerweile ist es sogar so, dass mir keine Arbeit mehr genannt wird, ich fühlte mich in den letzten 3 Wochen dazu verpflichtet, täglich bei meiner Chefin anzurufen (meist auch mehrmals) und zu fragen: Was soll ich heute tun?
    Wobei ich das absolut nicht zu meinen Aufgaben zähle, mir selbstständig Arbeit zu suchen (zumal ich ja keine Ahnung habe, was für die Kurse vorbereitet werden muss etc) - kriege mittlerweile aber nur zu hören "Mensch, du musst dir doch mal selber Arbeit suchen, ich kann dir nicht immer sagen was du tun sollst." - Wo ich mir denke: Doch, Frau Chefin, genau DAS ist ihre Aufgabe! Mir die Arbeit zuzuteilen und mir etwas beizubringen!


    Seit einiger Zeit hat es quasi damit geendet, dass ich die Reinigungskraft für die Kunstwerkstatt spiele und gleichzeitig noch den Gärtner und Hausmeister. Ich putze alles, kümmere mich um den Garten und repariere Dinge, die defekt sind. Weit entfernt von den erstmaligen Versprechungen beim Bewerbungsgespräch. Was mich zu der Frage bringt: Ist das noch ein _arbeitsmarktneutraler_ Einsatz eines Bundesfreiwilligendienstlers? Ich meine, wenn ich das nicht tun würde, würde es KEINER tun, außer meine Chefin bewirtschaftet eine Aushilfe/Minijobber o.Ä.


    Leider bin ich im Berufsleben noch nicht so erfahren, dass ich da für mich selber entscheiden kann, ob das noch als arbeitsmarktneutral gilt, vielleicht kann mir da ja jemand etwas auf die Sprünge helfen.


    Zusammengefasst, stellen sich mir also folgende Fragen:
    1. Darf ich während meiner Arbeitszeit im Bundesfreiwilligendienst komplett und ohne fachliche Betreuung allein gelassen werden?
    2. Darf ich mit Aufgaben betreut werden, in denen ich keine Erfahrung habe, ohne, dass man es mir vorher zeigt? (Umgang mit Maschinen/Geräten etc)
    3. Bin ich verpflichtet, mir selber meine Arbeit zu suchen, wenn die Chefin das so verlangt?
    4. Werde ich, wie oben beschrieben, noch arbeitsmarktneutral eingesetzt oder ersetze ich schon eine "teuere" 400 Euro-Kraft?


    Für Antworten jeglicher Art bin ich sehr dankbar, ich hoffe ich finde hier einige, hilfreiche Informationen.


    Gruß