Beiträge von Eamane

    Ein direkter Besuch ist da vllt. besser. Ich denke, man kann den Hotline MA keinen Vorwurf machen. Die FD-Regelungen sind so mit der heißen Nadel gestrickt. Wenn man aber mit seinem zuständigen Berater selbst einen Termin macht, kann der sich an entsprechender Stelle selbst erkundigen.

    Wenn du eine rechtsverbindliche Antwort brauchst, ist das Internet der falsche Ort. Du kannst jederzeit ein Beratungsgespräch bei einem Anwalt suchen - normaler Weise hast du mit dem geringen Einkommen darauf ein Recht und erhältst es bezahlt.


    Aber leider hat dein Vater Recht: Wer Freiwilligendienst leistet, egal ob FÖJ, FSJ oder BFD hat keinen Unterhaltsanspruch mehr. Denn rechtlich gilt diese Vollzeitbeschäftigung als "eigenständige Lebensstellung" - leider. Ob das Sinn macht oder nicht, steht auf einem anderen Blatt. Fakt ist, dass die Rechtslage derzeit so ist. Die von dir erwähnte Überbrückung bezieht sich auf Praktika, bei denen es darauf ankommt, ob sie etwas mit der folgenden Berufsausbildung zu tun haben, am Ende bleibt es aber mehr oder minder Ermessenssache des Familiengerichts, wenn es dazu kommt. Der Freiwilligendienst wird sowieso nicht zwingend anerkannt auf Studium oder Ausbildung. beim Studium k a n n eine Hochschule oder Uni die Zeit anerkennen statt ggf. Praktika, falls diese Voraussetzung sind. Anrechnen lassen kannst du dir bei Ausbildung auf Antrag nur das Abitur als Verkürzung um max. 12 Monate. Dazu kann dir der Ausbildungsberater bei der IHK oder Handwerkskammer Rat geben.


    Du kannst aber Sozialleistungen beantragen, wie Miete etc. Außerdem hast du ein Recht auf das Kindergeld, wer auch immer von deinen Eltern das bekommt, muss es dir auszahlen.
    Selbst wenn du in Ausbildung gehst und damit wieder unterhaltsberechtigt bist, ist auch deine Mutter barunterhaltspflichtig und hat die gleiche Erwerbsobligenheit (so nennt man das) wie dein Vater. Rein rechtlich muss sie sich eben um eine Anstellung bemühen, mit der sie dich unterstützen kann. Aber auch du hast eine solche Pflicht, da du volljährig bist. Denn deine Eltern müssen nur über einem gewissen Selbstbehalt Unterhalt zahlen. Dazu kann man aber leicht Informationen im Inet recherchieren.


    Du bist nunmal volljährig - und damit hast du auch die Pflichten von Erwachsenen. Das das einfach ist, behauptet niemand.


    Das heißt konkret: wenn du mit dem Taschengeld nicht auskommst und auch keine Sozialleistungen bekommst, musst du den Freiwilligendienst kündigen und dir einen Job suchen, bis du in Ausbildung gehst.

    Vermutlich hast du schon einen Antwort vom Anwalt. Falls nicht: wer Freiwilligendienste (über 18) leistet, hat überhaupt keine Unterhaltsansprüche - denn die Freiwilligendienste werden als "eigene Lebensstellung" eingestuft,da sie eine Vollzeitbeschaftigung sind; ungeachtet des Alters oder mit/ohne Berufsausbildung.
    Es ist ein Hohn, welche Antworten man da von unserer Politik bekommt, wenn man auf die fehlende Grundsicherung bei 18 - 25jährigen VOR der Ausbildung/dem Studium hinweist, die FDs leisten möchten. Kurz gefasst ist man dort der Meinung: Ein Interessent am Freiwilligendienst muss eben selbst entscheiden, ob er es sich leisten kann, mit den auszuhandelnden "Taschengeldern und Sachleistungen" auskommen zu können (auf die ja kein Anspruch besteht). Und der besondere Erfahrungswert würde ja eine fehlende umfassende Versorgung (durch Unterhaltsrechte) Wert sein.
    bin noch nicht am Ende mit dieser Diskussion an entsprechender Stelle....


    Im übrigen: auch die meisten Versicherungen, bei denen Kinder über 18 in Ausbildung mitversichert sind, greifen dann nicht mehr! Unbedingt erkundigen, ob die private Haftpflicht usw. noch gilt, wenn FDs geleistet werden.