Beiträge von Arne

    Als BFD stehen sie in keinem Arbeitsverhältnis sondern sind ein von Bund subventionierter Taschengeldempfänger im Ehrenamt. Es gibt kein Kurzarbeitergeld. Freigestellt sein, d.h. nichts tun und sein Taschengeld weiter bekommen (inkl.evtl. Zusatzleistungen der Einsatzstelle) sollte die finanziellen Bedürfnisse abdecken.


    Zitat

    FSJ oder BFD in Einsatzstellen, die derzeit geschlossen sind

    Aufgrund der Schließung von Einsatzstellen (meist sind es Schulen, Kitas oder Tagespflege-Einrichtungen) stellen sich manche Freiwillige die Frage gestellt, ob sie weiterhin zur Einsatzstelle kommen müssen. Grundsätzlich gilt für dich als Freiwillige/r dieselbe Regelung wie für das festangestellte Personal. Das bedeutet, dass du weiterhin in deine Einsatzstelle gehst, so lange auch alle anderen Mitarbeiter*innen kommen oder wenn du von der Einsatzstelle nichts anderes hörst.

    Die Einsatzstelle kann ihre Mitarbeiter/innen und Freiwilligen trotz Schließung mit einer anderen zumutbaren, sinnvollen und die Gesundheit nicht beeinträchtigenden Tätigkeit (auch in geringerem Umfang als die vereinbarte Wochenarbeitszeit) einsetzen. Sollte dies nicht gegeben sein, können sie die Freiwilligen für die Zeit der Schließung freistellen. Du musst dich aber dennoch bereithalten, um jederzeit wieder in die Einsatzstelle zu kommen, wenn es Aufgaben gibt.

    Als Freiwillige erhältst du auch während der Freistellung oder reduzierten Tätigkeit dein Taschengeld und die Sachbezugswerte und du bist weiterhin sozialversichert.

    https://www.wohlfahrtswerk.de/fsj-bfd/corona/

    Der BFD ist jederzeit beidseitig kündbar ohne Angabe von Gründen gemäß der vertraglich vereinbarten Fristen. Machen sie was daraus.

    Der Dienstplan muß die vertraglich vereinbarten 39 Stunden hergeben, er kann nicht beispielsweise nur 36 Stunden anführen und damit automatisch 3 Fehlstunden pro Woche schaffen, die durch Überstunden abgearbeitet werden müssen. Sie gestallten ihren Dienstplan? Er ist nicht durch die Einsatzstelle vorgegeben? Ihre Angaben sind ungenau, bitte ergänzen sie!


    Wenn sie freie Tage haben, durch die sie anscheinend überrascht werden, wieso haben sie dann kein frei mehr um ggf. Fehlstunden abzuarbeiten?

    Überrascht sie die Einsatzstelle mit freien Tagen oder weniger Arbeitsstunden als vorgesehen, dann hat die Einsatzstelle das zu verantworten und nicht sie.


    Der Bundesfreiwilligendienst geschieht immer unter Betreuung/Aufsicht/Anleitung einer ihnen von der Einsatzstelle zugeteilten Fachkraft. Diese Person ist tatsächlich bei Nachtschichten und Feiertagsarbeit anwesend?


    Sie sind weder Arbeitnehmer, noch sollen sie einen ersetzen, das hat die Einsatzstelle dem Bundesamt versichert. Nachtschichtarbeit und Feiertagsarbeit deutet darauf hin, das man sie als Arbeitnehmer einordnet und nutzt und möglicherweise unbeaufsichtigt. Oder sie machen das freiwillig weil sie ein Nachtmensch sind und Feirtage sie langweilen?


    Sie sind kein Arbeitnehmer, bekommen kein Gehalt, also auch keine diversen Gehaltszulagen.


    Sie haben das Recht NEIN zu Nachtschicht- und Feiertagsarbeit zu sagen und ggf. die Einsatzstelle ohne Angabe von Gründen zu kündigen.

    Sie sind kein Ersatz für fehlende Fachkräfte, die das leisten sollten.

    Eine Rechtsberatung ist hier nicht möglich.


    Das FSJ ist nicht für Studenten vorgesehen, es dient ggf. der Vorbereitung auf ein Studium.


    Die wenigen gegebenen Informationen werfen Fragen auf.
    Sie sind seit 7 Semestern nur an einer Uni eingeschrieben, oder sie haben seit 7 Semestern studiert?
    Sie sind BaföG Empfänger?
    Das BaföG soll ggf. im Semester 8 durch Scheineinschreibung aufrecht erhalten werden?


    Der Sinn und Zweck eines FSJ, um nach 7 Studiensemestern an der Uni zu pausieren erschließt sich mir nicht.


    Geht es um ein Zusatzeinkommen, dann wäre ein Minijob anzuraten.
    Geht es um eine das Studium ergänzende Praxiserfahrung, wäre ein Studentenpraktikum oder Studentenjob anzuraten.

    Eine Rechtsberatung können sie nur durch einen Rechtsanwalt bekommen.


    Wurde dem Arbeitgeber ein ärztliches Attest wie vorgeschrieben vorgelegt, aus dem tatsächlich hervorgeht, das eine zeitlich unbegrenzte Arbeitsunfähigkeit vorliegt, oder haben sie das dem Arbeitgeber als Eltern als private Einschätzung mitgeteilt kurz vor Dienstantritt?


    Je nach dem wie der genaue Sachverhalt ist, kann diese Rückdatierung sogar ein freundliches Endgegenkommen, wenn nicht sogar eine Notwendigkeit sein.

    Zunächsteinmal müßte die Kinderarztpraxis einen passenden Träger finden und diesem nachweisen, das es für eine(n) FSJler eine soziale Tätigkeit in der Kinderarztpraxis geben würde. Näheres hier:


    https://www.bundes-freiwillige…oziales-jahr/traeger.html


    Da Krankenhäuser und Kliniken FSJler nehmen bzw bewilligt bekommen, wird die größte Schwierigkeit wohl darin bestehen , eine bis zu 40 stündige soziale Tätigkeit wöchentlich in der Praxis nachzuweisen und eine(n) qualifizierten Betreuer(in) zuzuweisen.


    Angenommen ein FSJler soll mit den Kindern im Wartezimmer spielen, wer würde den FSJler pädagogisch anleiten, beraten und verantworten können vom Praxisteam? Gibt es überhaupt ein kindgerechtes Spielzimmer für Kinder in der Praxis oder etwa nur das übliche bestuhlte Wartezimmer mit der notorischen 1 m² Bauklotzecke?


    Eine weiter zu klärende Frage wäre, käme der FSJler überhaupt auf genügend Wochenstunden im Rahmen der Sprechstundenzeiten?

    Also 75+60=135€? Wenn die 60€ für Benzingeld oder ÖNV Monatsticket reichen und sich das Kind zu Hause ernährt und bei den Eltern kostenlos wohnen kann, dann ist das machbar. Es gibt Einsatzstellen die eh nur 200 € Taschengeld zahlen und sonst gar nix. Es gibt Einsatzstellen die Unterkunft und Verpflegung stellen, selten aber es gibt sie. Ich selber habe keine gefunden, nur eine die mir 300€ für Unterkunft mtl. abzocken und 9,90€ fürs tägliche mit essen abkassieren wollte und das bei 300€ Taschengeld. Wer sucht der findet und wer in einer Großsstadt wohnt hat sicherlich mehr Auswahl!

    Die Einsatzstelle hat sich der Zentralstelle und dem Staat gegenüber verpflichtet dir einen Betreuer vor Ort zu stellen, der genau solche Problem hören und lösen sollte. Gibt es den nicht, dann muß die Zentralstelle sich um dich kümmern, aber von alleine kommen die nicht drauf, da mußt du dich melden!

    Siehe:


    https://www.spiegel.de/panoram…rueckgeben-a-1232584.html


    oder hier:


    https://www.zdf.de/politik/fro…r-muessen-zahlen-100.html



    Das bedeutet dem Pflegekind verbleiben 75€ von 300€ und ob man davon die Transportkosten zum Einsatzort bezahlen kann, geschweige denn Verpflegung und Unterkunft?
    Kann passieren, das ein FSJ zur bösen Kostenfalle wird für Pflegekinder und Pflegeeltern.


    Ihr zitierter Satz stammt ja aus dem Spiegelbeitrag, dort steht auch das dieser Satz leider sehr unterschiedlich interpretiert wird. Wenn sie einen gnädig gestimmten Sachbearbeiter im Jugendamt haben
    dann sollten sie ihr Glück versuchen und für das FSJ der Kinder diesen Ausnahmesatz anwenden. Zieht das Jugendamt nicht mit, können sie Einspruch einlegen und bei Abweisung vors Sozialgericht ziehen,
    um es einzuklagen. Fragen sie also beim Jugendamt nach!

    Habe folgende Info zur obigen Stelle bekommen:


    1. Das Taschengeld beträgt bei 38,5 Stunden im Monat 350€.
    2. Keine Unterkunft oder sonstige Zuschüsse.
    3. Teilzeit wäre möglich, das Taschengeld verringert sich entsprechend.


    Frage: Wer kann in dieser großen Hafenstadt wohnen, leben und sich transportieren für einen Stundenlohn von 44 Cent?


    a) Schulabgänger eines der örtlichen Wirtschaftsgymnasien mit reichem Elternhaus das alle Kosten übernimmt.
    b) Reicher ortsansässiger Arbeitnehmer mit multipler Berufsausbildung und Berufserfahrung, der mal 1 Jahr Pause machen kann auf eigene Kosten.


    Alle normalen Bewerber können nur obdachlos verhungern...

    Alles wichtige hier:


    https://www.gelegenheitsjobs.d…minijob-und-fsj-geht-das/



    Wenn die FSJ Stelle zustimmt ginge das.



    Aber wer hält das für die Dauer eines Jahres durch? Wenn die FSJ Stelle mehrere Bewerber hat, dann wird sie sicherlich nicht einen Risikobewerber nehmen, der auf einen Nebenjob besteht. Die gucken knallhart wer voraussichtlich die beste Arbeitskraft einbringen wird: Nebenjob, hohes Alter, Schwerbehinderung, kein Führerschein, all das und noch viel mehr kann einem zum Nachteil werden. Wer glaubt in sozialen Berufen gäbe es nur verständnisvolle Arbeitgeber und Mitarbeiter, wird schnell eines besseren belehrt.

    Hier ist das alles geregelt:


    https://schulrecht-sh.de/texte…_schulen/berufsschule.htm


    << Aufgrund des § 126 Abs. 3 des Schulgesetzes bestimmt das Ministerium für Bildung und Wissenschaft, dass berufsschulpflichtige Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Jugendfreiwilligendiensten (freiwilliges soziales Jahr, freiwilliges ökologisches Jahr, Bundesfreiwilligendienst) für die Dauer der Maßnahme nach §15 Schulgesetz vom Berufsschulunterricht beurlaubt sind, wenn sie gegenüber der zuständigen Berufsschule die Teilnahme durch Vorlage der schriftlichen Vereinbarung mit dem Träger des Jugendfreiwilligendienstes nachweisen.
    Die Schulen weisen die berufsschulpflichtigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer darauf hin, dass sich die Berufsschulpflicht nach Ablauf oder Abbruch des Jugendfreiwilligendienstes nach dem Schulgesetz richtet. Die Träger sind gehalten, der zuständigen Berufsschule eine Mitteilung zu machen, wenn der Jugendfreiwilligendienst abgebrochen wird.>>


    Die Berufsschulpflicht ruht also im Falle eines anerkannten FSJ, aber die Vollzeitschulpflicht muß zuvor geleistet worden sein durch den Minderjährigen.

    Ich habe nun fast 3 Bewerbungsmonate hinter mir mit 18 Fehlschlägen und 2 noch laufenden Bewerbungen. Zeit mal auf ein paar Dinge hinzuweisen, womit 27+ Bewerber rechnen müssen in den alten Bundesländern (in den neuen Bundesländern war und ist Bufdi mit 27+ sein nie ein Problem!)


    1. Gehen sie davon aus das 90% aller Einsatzstellen die auf diversen online Stellenportalen geführt werden unbrauchbar sind (existieren nicht, in Wahrheit FSJ Stellen, vorsorgliche Listungen, hausinterne Stellenvergabe, Altersbegrenzungen usw.)


    Beispiel 1: Ich könne mich beim Tischtennisverein meiner Stadt bewerben schreibt https://www.bundesfreiwilligen…/einsatzstellensuche.html. Dumm nur das der
    vor 10 Jahren aufgelöst wurde! Die Bundesbehörde hat einfach uralte Zivieldienststellen übernommen und seit BFD Gründung nie überprüft.


    Beispiel 2: Meine Stadt nimmt nur Bufdis bis Alter 26 für die Jugenarbeit, erfährt man aber erst bei Bewerbung, steht ohne Altersbegrenzung in der Stellenausschreibung. Ist in Wahrheit eine FSJ Stelle also, aber die Stadt will ja den staatlichen Zuschuß kassieren!


    Beispiel 3: Der "die Tafeln" Dachverband hat die örtliche Tafel vorsorglich als ES registriert, obwohl die gar nicht die Arbeitsstunden hätte, selbst für eine halbe Stelle. Erfährt man aber erst bei Bewerbung!


    Beispiel 4: Ein "soziales Kaufhaus" im Nachbarort vergibt die Bufdistelle nur an Vereinsmitglieder.


    Beispiel 5: Kirchliche ES in der Jugendarbeit sind doppelt gelistet als FSJ und BFD, erst bei Bewerbung erfährst du es ist nur FSJ.


    2. Gehen sie davon aus, das wenn sie mit jugendlichen Schulabgängern bei der Bewerbung konkurrieren sie in der Regel den Kürzeren ziehen, aller Logik zum Trotz ist Jugend wichtiger als Lebenserfahrung, Berufserfahrung und soziale Kompetenz.


    3. Vermeiden sie Einsatzstellen die gleichzeitig Werkstudenten, Pflichtpraktikanten und Ehrenamtliche für denselben Job suchen, der Konflikt ist vorprogrammiert zwischen diesen Gruppen.


    4. Lassen sie sich nicht mehrere Probetage aufzwingen, wenn sie herausfinden das Schulabgänger Bewerber nur einen Probetag machen müssen. Es gibt keinen Grund das man mit 27+ als Bewerber mehr beweisen muß als ein 18 jähriger. Hat die Einsatzstelle einen Bias gegen 27+ Bufdis, helfen ihnen auch mehrere Probetage nicht.


    5. Halten sie durch, rechnen sie damit das nur jeder zehnte Bewerbungsversuch zu einer persönlichen Bewerbung führt. Wer keine Beziehungen hat, braucht viel Geduld und Ausdauer!


    6. Gehen sie davon aus das in den alten Bundesländern viele Einsatzstellen mit Bufdis 27+ nichts anfangen können. Bei Erstkontakten kann es deshalb passieren, das man ihr soziales Engagment hinterfragt und andere Motive unterstellt.


    7. Wenn sie ein 27+ Mensch sind der leicht gekränkt wird, der Ablehnung schlecht verarbeitet, dann sollten sie sich gut überlegen ob sie sich den Bewerbungsmarathon antun wollen.


    8. Bereiten sie sich gut auf die Bewerbungsgespräche vor, es kann passieren, das mit ihnen ein knall hartes Bewerbungsgespräch geführt wird, als ob es um einen hart umkämpften Spitzenjob geht.
    Sie werden oft härter angefasst und beurteilt, als der 18 jährige Schulabgänger der sich mit ihnen bewirbt.


    9. Scheuen sie sich nicht ihre finanzielle Absicherung durch die Einsatzstelle in Erfahrung zu bringen. Es gibt z.B. Einsatzstellen die ihnen nur 200 Euro Taschengeld zahlen wollen, aber erwarten das sie weit von zu Hause Dienst tun und ein teures Großstadtzimmer anmieten.


    10. Setzen sie sich Grenzen, wie weit sie zur Einsatzstelle fahren wollen, ob sie von zu Hause wegziehen wollen für ein Jahr, ob sie wirklich mit 200 Euro mtl. Taschengeld übers Jahr kommen können und dergleichen.


    11. Viele jüngere Hauptamtliche in den Einsatzstellen haben grundsätzliche Bedenken einen älteren Bufdi unter sich zu haben. Haben sie eine hohe berufliche Qualifikation, einen bemerkenswerten Lebenslauf und eine soziale Kompetenz, machen sie vielen jüngeren Hauptamtlichen sogar Angst und sie werden abgelehnt, obwohl sie sich doch problemlos unterordnen und anpassen wollen als Bufdi.


    12. Lassen sie sich nicht mißbrauchen! Es gibt tatsächlich Einsatzstellen, die wollen mit ihnen einen 450€ Jobber einsparen, die mitunter sogar mehrere qualifizierte Jobs durch den Bufdi billig abdecken wollen. Andere bieten ihnen an ehrenamtlich mitzuarbeiten nach Ablehnung. Wieder andere erwarten von ihnen Nachtschichtarbeit, Wochenenddienst, Feiertagsarbeit und Urlaubs/Krankheits Vertretungen = jede Menge Überstunden, die aber nicht bezahlt werden, geschweige denn, das es die diversen Gehaltszulagen geben würde.

    Es gab eine Begründung des Int. Schulbauernhofes:

    Zitat

    leider mussten wir uns in diesem Jahr gegen die Aufnahme
    Bundesfreiwilliger entscheiden, da wir in der zweiten Jahreshälfte
    bauliche Maßnahmen am Haupthaus vornehmen.

    Ja, als ich meine 3 Probetage hatte, da wurde diese Baumaßnahme geplant. Alle wußten, was da kommen wird, nur wir Bewerber für 2019/2020 nicht.
    Warum also hat man uns Bewerber überhaupt zur Probe arbeiten lassen? Völlig unnötige Hospitationen so vieler Bewerber!