Beiträge von Experte

    Sie müssen sich an das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben wenden. Dort erfolgt die Anerkennung der Träger.

    Nein, eine Anhörung des Betriebsrats bei der Kündigung eines Freiwilligen im BFD ist nicht erfoderlich. Das Kündigungsschutzgesetz findet keine Anwendung. Das BFDG verweist nur auf einige arbeitsrechtliche Regelungen (insbesondere Jugendschutzgesetz), enthält aber keine generelle Verweisung auf das "Arbeitsrecht". Das Freiwilligenverhältnis ist eben kein Arbeitsverhältnis. Die Kündigung kann allerdings nicht von der Einsatzstelle ausgesprochen werden, da sie nicht Vertragspartner ist. Zuständig ist die Zentralstelle, die für den Bund handelt.

    Hallo,
    der FSJ-Vertrag kann aufgehoben werden, wenn beide Seiten, also auch der FSJ-Träger, damit einverstanden ist. Ansonsten, wenn der FSJ-Träger auf der Durchführung des Vertrages besteht, muss eine Kündigung ausgesprochen werden. Der zukünftige FSJ-ler kann auch schon vor Beginn der FSJ-Zeit den FSJ-Vertrag kündigen. Der BFD-Vertrag kann sofort unterzeichnet werden. Es muss nicht erst der Ablauf der Kündigungsfrist eingehalten werden.

    Guten Abend,
    wenn ein Freiwilliger für einen Tag seinen Dienst nicht ausüben
    kann, weil er zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen ist, kann die Einsatzstelle ohne weiteres Sonderurlaub gewähren. Sie kann aber auch darauf bestehen, dass ein regulärer Urlaubstag zu nehmen ist. Es besteht Ermessen. Mit anderen Worten: es gibt keinen gesetzlichen Anspruch für den Freiwilligen, dass ihm Sonderurlaub zusteht, wenn er einen Bewerbungstermin wahrnimmt.
    Die Einsatzstelle sollte berücksichtigen, dass, wenn sie Sonderurlaub gewährt, dies positiv auf die Motivation des Freiwilligen wirkt. Auf der anderen Seite sehe ich die Grenze in den Fällen, in denen sehr häufig um Sonderurlaub gebeten wird.

    Durch eine Änderung des Kindergeldgesetzes ist jetzt gewährleistet, dass im Bundesfreiwilligendienst Kindergeld gezahlt wird. (Sofern die allgemeinen Voraussetzungen vorliegen). Es besteht somit eine Gleichbehandlung mit dem FSJ.

    Sie müssen eine Anerkennung der Stellen als BFD-Plätze beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) beantragen. Dort gibt es Formblätter für diesen Antrag. Es muss nicht die Einrichtung, sondern jeder einzelnen BFD-Platz anerkannt werden. Ausnahme: es waren schon Zivildienstplätze vorhanden. Diese sind automatisch kraft Gesetz zu BFD-Stellen geworden.

    Hallo,
    die Bewerbung für den BFD erfolgt direkt bei den Einrichtungen. Es gibt keine zentrale Stelle, die die Bewerbungen entgegennimmt. Es bestehten sehr gute Chancen, eine BFD-Stelle zu bekommen, da das Stellenangebot groß, die Nachfrage eher mäßig ist.
    Allerdings muss man den Dienst als Vollzeitdienst leisten, wenn man noch nicht 27 Jahre alt ist.
    Viel Erfolg.

    Selbstverständlich kann man den BFD absolvieren, wenn man arbeitslos ist. Man muss jedoch wenigstens 20 Wochenstunde im Freiwilligendienst tätig sein. Der BFD bietet sich durchaus als berufliche Orientierung oder Umorientierung an. Und es dürfte kein Problem sein, eine BFD-Stelle in der Altenpflege zu bekommen. Will man dann eine Ausbildung machen, so ist es möglich, den Dienst zu benden. Dies sollte man schon bei dem Vertragsschluss ansprechen.

    Hallo,


    im BFD gibt es keine Altersbeschränkung nach oben. Das bedeutet, wenn man rüstig ist, kann man sich selbst noch mit 100 Jahren für den Freiwilligendienst bewerben. (Für das FSJ ist das anders, da darf man nicht älter als 26 Jahre sein.)


    Viele Grüße

    Hallo Mandy,


    als Freiwillige im BFD hast du deinen Anspruch auf ergänzende Hartz 4 Leistungen. Dein Entgelt, dass du im BFD erhältst, wird allerdings auf den Hartz 4 Satz angerechnet. Anrechnungsfrei vom Taschengeld sind 60 Euro. Zum Entgelt zählt allerdings nicht nur das BFD-Taschengeld, sondern auch, falls gewährt, freie Verpflegung und Unterkunft. Zusätzlich kannst du 30 Euro monatlich für die Beiträge zu privaten Versicherungen sowie ggf.Beiträge zur Kfz-Haftpflichtversicherung vom Zuverdienst absetzen.


    Näheres steht hier beschrieben: BFD - Hartz 4

    Hallo,
    die Förderung gibt es nur für das Taschengeld und für die pädagogische Begleitung, und zwar erst dann, wenn das neue BFDG in Kraft getreten ist. Dort ist die Anhebung der Förderung für das FSJ vorgesehen. Das Gesetz wird erst zum 1. Juli 2011 in Kraft treten. Momentan befindet es sich noch im Gesetzgebungsverfahren. Die Fördergelder müssten dann voraussichtlich über den Träger beantragt werden.

    Hallo,
    einen Freistellungsanspruch für den BFD wird es nicht geben. Das wäre Verhandlungssache, sich vom Arbeitgeber freistellen zu lassen. Eine Verpflichtung des Arbeitgebers aufgrund des künftigen BFDG gibt es nicht. Vielleicht ergibt sich für dich auch die Option, in Teilzeit zu gehen, denn den BFD kann man ebenfalls in Teilzeit absolvieren, sofern man über 26 Jahre alt ist.


    Viele Grüße,