Beiträge von peter581

    Tatsächlich, das gibts doch nicht, einfach erbärmlich, super Deutschland...
    Paragraph 130 wurde ab 1.1.2013 einfach gestrichen, um an den armen Bufdis noch ein paar Kröten sparen zu können, die dann nach Griechenland gehen...
    Also: keine fiktive Bemessung mehr. Mein Fall wurde ein paar Tage vorher entschieden, danach kam die Änderung: Bundesgesetzblatt Jahrgang 2012 Teil I Nr. 58, ausgegeben zu Bonn am 13. Dezember 2012, Seite 2472.

    Hallo,
    also bei mir war es im Januar tatsächlich so, dass ich ALG1 nach fiktiver Bemessung erhalten habe, was dann natürlich gar nicht so schlecht ausfiel...


    Hmm, ich wollte gerade den eindeutigen Gesetzestext § 130 Abs. 2 Nr. 2 SGB III (wie hier im Post Nr.2) empfehlen, denn da steht es ja eindeutig drin, aber aktuell finde ich unter § 130 SGB III immer nur "aufgehoben", versuchen die jetzt schon an den Bufdis zu sparen? Ich schau gleich mal weiter...

    Na dann viel Erfolg :-)
    Nimm die Infos über den § 130 Abs. 2 Nr. 2 SGB III von weiter oben hier mit, das ist der Knackpunkt. Wichtig ist halt, das BFD nicht mit FSJ gleichgesetzt werden darf, ab dann klappt es auch!
    Wenn nicht, einfach nochmal hier schreiben, wir kriegen das schon hin!

    Unter Bundesfreiwilligendienst und FSJ verbessern Anspruch auf Arbeitslosengeld liest man auch folgendes:


    Weiter wird § 130 Abs. 2 Nr. 2 SGB III geändert, der den Bemessungszeitraum und Bemessungsrahmen beim Arbeitslosengeld beinhaltet, wie folgt gefasst:

    Bei der Ermittlung des Bemessungszeitraums bleiben außer Betracht

    2. Zeiten einer Beschäftigung als Freiwillige oder Freiwilliger im Sinne des Jugendfreiwilligendienstegesetzes oder des Bundesfreiwilligendienstgesetzes, wenn sich die beitragspflichtige Einnahme nach § 344 Abs. 2 bestimmt …

    Mit dieser Vorschrift wird gewährleistet, dass das während des Freiwilligendienstes erzielte lediglich geringe Entgelt (Taschengeld, freie Unterkunft, Verpflegung) nicht bei der Berechnung des Arbeitslosengeldes berücksichtigt wird, sondern, dass sich das Arbeitslosengeld nach dem Arbeitsentgelt, dass der Freiwillige im Bemessungsrahmen aus anderen Beschäftigungen erzielt hat. Für den Fall, dass der Freiwillige kein anderes Arbeitsentgelt im Bemessungsrahmen erzielt hat, wird das Arbeitslosengeld nach dem künftig erzielbaren Arbeitsentgelt bemessen, vgl. § 132 SGB III.

    Ein vielleicht nicht unbedeutender Tipp:
    Wer nach dem BFD-Jahr zunächst ALG1 bezieht (BFD wird ja angerechnet), muss aufpassen, wie das berechnet wird.


    Meine Arbeitsagentur wollte zunächst im Stile des FSJ das BFD-Taschengeld als Bemessungsgrundlage heranziehen. Da wäre natürlich nicht viel herausgekommen...


    Ich hatte Januar bis Dezember 2012 BFD, vorher von Januar bis März 2011 ein Praktikum und daraus resultierend eine befristete Stelle April bis Juni 2011.
    Es sollte, wie gesagt, das Taschengeld herangezogen werden.
    Nach ausführlichem Protest meinerseits und ausführlicher Prüfung kam man zu dem Schluss, dass BFD und FSJ anscheinend doch nicht das selbe ist, und so wurden erstmal noch die 3 Monate befristete Stelle herangezogen. Die sind natürlich zu kurz für eine Berechnung, also wurde das ganze bei mir dann eine fiktive Bemessung.
    Da geht es dann um abgeschlossene Berufsausbildung bzw. als was man bestenfalls eingesetzt werden könnte. Ein Uniabschluss bringt da die meisten Punkte und ein höheres ALG1.


    Also: aufpassen, dass das ALG richtig berechnet wird, evtl. halt auch fiktiv! Die Arbeitsagentur hat da noch nicht soviel Erfahrung mit BFD...


    Berechnung des Arbeitslosengeldes - Selbstständig und arbeitslos - im fokus Archiv - Magazin - ihre-vorsorge.de
    Aktuell kommen dann z.B. für Meister rund 880 Euro ALG1 raus und für Uni 1020 Euro.

    Hallo,
    so ich mich an die wirre Zeit des Beginns am Anfang des Jahres erinnere, fällt mir wieder ein, dass die Betreuerin (extra angereist) was sagte von 100 Euro pro Monat, die an die Einsatzstelle (zusätzlich) gezahlt werden, von der der Bufdi was haben soll (ganz sicher, geben tut es das!).
    Einfach auszahlen geht nicht, aber man könnte dem Bufdi alles mögliche finanzieren, von Weiterbildungen bis Führerschein oder Fitnessstudio. Teure Sachen (Führerschein z.B.) besser erst später im Jahr, falls der Bufdi doch frühzeitig aussteigt.
    Ansonsten wohl kaum Vorgaben.


    Weiß da jemand genaueres oder hat einen Tipp, wie man das sinnvoll nutzen kann?
    Danke :-)

    Nochmal anders: wenn im Vertrag drinsteht "24 Tage Urlaub", dann gilt das auch so.
    Eine nachträgliche Änderung bedürfte an sich schon der Unterschrift aller (3) Beteiligten.
    24 Tage meint dann Werktage, also Montag bis Freitag bzw. Montag bis Samstag, entsprechend, wie man normal arbeitet.

    Wenn konkret Vollzeit gefordert wird, deutet das darauf hin, dass nur billige (Vollzeit-)kräfte gesucht werden. Entspräche es dem wahren Sinne des BFD, wäre auch eine Teilzeitstelle problemlos möglich, da man ja eh nur unterstützend arbeitet und keine normale Stelle ersetzt.

    Okay, einfach drauf los: ich habe als Dipl.-Ing. angefangen, bin nie wirklich glücklich damit geworden, habe dann die Ausbildereignung gemacht, hat auch nichts gebracht, dann kam eine Arbeitsamt-Maßnahme, wo ich am Ende alleine die ganze Gruppe geleitet habe (Thema Bewerbung, PC allgemein), da kam die Idee, das vielleicht auch weiter zu verfolgen. Praktikum war so auch nicht so einfach, BFD kam gerade recht, sich auszuprobieren in der neuen Richtung. Und scheint auch erstmal zu funktionieren (seit Januar, Bereich Bildung), ich unterrichte jetzt probeweise richtig Gruppen von Generation 50+ in Sachen Bewerbung und Vorstellungsgespräch. Vielleicht kann ich das nach dem BFD auch weiter verfolgen...

    Okay Freunde, in diesem offiziellen Newsletter hier gibts unter Punkt 3 ein paar brauchbare Infos und Beispielrechnungen, die einen gewissen Aha-Effekt bringen.
    Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben - BfZ-Newsletter - Newsletter Nr. 12 vom 24. Juni 2011
    In meinem Fall würde dann 247 Euro Taschengeld plus 99,54 Euro knappe 350 Euro ergeben, die gerade noch vom Staat übernommen werden. Die Einsatzstelle braucht somit keinen Cent dazubezahlen, super (für die)...

    Okay Freunde, in diesem offiziellen Newsletter hier gibts unter Punkt 3 ein paar brauchbare Infos und Beispielrechnungen, die einen gewissen Aha-Effekt bringen.
    Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben - BfZ-Newsletter - Newsletter Nr. 12 vom 24. Juni 2011
    In meinem Fall würde dann 247 Euro Taschengeld plus 99,54 Euro knappe 350 Euro ergeben, die gerade noch vom Staat übernommen werden. Die Einsatzstelle braucht somit keinen Cent dazubezahlen, super (für die)...

    Ich hatte damals als Zivi so ein Seminar und wollte auch erst nicht hin...
    Dann hats dort aber so viel Spaß gemacht, dass ich gar nicht wieder zurück zum Zivi-dienst wollte ^^

    Ich hangele mich seit geraumer Zeit durch die Bestimmungen und seit heute auch durch meinen BFD-Vertrag.
    Dabei fällt mir auf, dass so gut wie nichts wirklich klar festgelegt ist bzw. auch völlig unterschiedlich verkündet wird.


    - (Taschen-)Geld: entscheidet die Einsatzstelle aus dem Bauch heraus?
    "Bis 330 Euro", alles andere unklar.


    - Verpflegungsgeld etc.: auf der einen Seite steht "kann bezahlt werden" (Bund), auf der nächsten (hier z.B., sogar mehrmals) "muss bezahlt werden" (oder gestellt).
    Bei mir im Vertrag gibts jedoch weder-noch, ich soll also mein normales Leben mit 247 Euro im Monat bestreiten (Teilzeit, ich hab 30 von 40 Stunden) und soll damit sogar noch Fahrtkosten und Verpflegung vor Ort tragen.
    Rechne ich Anfahrt und nur 5 Euro pro Tag Verpflegung ab, bleiben mir gut 70 Euro im Monat zum Leben!!!
    Es sei wohl 330 Euro (Vollzeit) die Obergrenze inkl. allen Leistungen, bei vielen Leuten werden die extra-Leistungen jedoch auch tatsächlich extra gezahlt (wie auch hier und auf anderen Seiten erklärt, "zusätzlich zum Taschengeld").


    - Seminar-Tage: "25 Tage Pflicht", im Vertragsvordruck kann man jedoch die Anzahl der Tage frei eintragen, bei mir steht einfach mal "12". Laut Bund gibts auch wieder eine "angemessene" Anzahl von Tagen für Leute über 27.


    Was soll das alles? Das geht hier ja zu wie auf dem Basar!