Beiträge von MeineMeinung

    Der Sinn der Änderung des Freibetrags von 60 € auf 175 € ist, den Menschen, die mit ALG II nichts zu tun haben, vorzugaukeln, dass die BUFDIS, deren Familien auf ALG II angewiesen sind, jetzt 115 € m e h r zur Verfügung haben.
    Die Diskussionen über die tatsächlichen Beträge, die vielleicht, aber nicht unbedingt, stattfinden, werden dann nicht mehr zur Kenntnis genommen.
    Also ist alles in Ordnung.

    Der neue Freibetrag von 175 € ist bereits ab 1.1.2012 wirksam, aber die Kosten für die Fahrten zum Einsatzort sind (anders als vorher) in diesem Betrag bereits enthalten.
    Abgesehen von den anderen Möglichkeiten des § 11b Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 bis 5 SGB II gilt:
    Nur wer keine Fahrkosten hat, dem steht der Freibetrag in Höhe von 175 EUR zur Verfügung.
    Der Freiwillige, der zusätzlich Zeit aufwendet, um zum weiter entfernten Einsatzort zu gelangen,
    wird auch noch finanziell bestraft, je größer die Entfernung zum BUFDI Einsatzort ist.
    Bei mehr als 115 EUR Fahrkosten.. ist der Freibetrag: Fahrkosten + 60 EUR.

    Ab 1.1.2012 gilt für die Anrechnung des Taschengelds von allen Freiwilligendiensten auf Arbeitslosengeld II ein Freibetrag von 175 €, dazu kommen die 30 € für Versicherungen und die Anrechnung der Fahrkosten, die notwendig sind, um täglich zum Einsatzort zu kommen.
    Voraussetzung ist aber der grundsätzliche Anspruch auf Arbeitslosengeld II, also Arbeislosigkeit und Bedürftigkeit.