Beiträge von Tombo

    Soviel weiß ich über die Regelungen für 27+ (weil ich selbst kurz vor 27 stehe und ich mich schon ein wenig eingelesen habe): die sonst üblichen 25 Seminartage im Jahr gibt es ja nicht, aber der BFDler soll "in angemessenem Umfang" an Seminaren teilnehmen. Das ist etwas vage und erklärt aber daher Unterschiede zwischen einzelnen BFDlern. Ich weiß nun nicht genau was die Kritereien dafür sind, was nun als "angemessen" gilt oder nicht, aber ich kann mir denken, dass die persönliche Vorbildung/der persönliche Lebenslauf, die tatsächliche Tätigkeit im BFD und die Stundenanzahl (weil man als 27+ ja keinen 40-Stunden-Dienst machen muss, sondern es sozusagen auch teilzeit machen kann) da eine Rolle spielt. Aber auch das sind nur Spekulationen von mir... genaues weiß ich nicht.


    Und ich gebe dir Recht, wenn sie dich schon danach fragen, wie mobil du bist, dann sollten sie das hoffentlich auch mit einbeziehen und dich nicht quer durch die Bundesrepublik schicken, sondern etwas vor Ort finden.


    Hast du denn schon gesagt bekommen, wieviele Seminartage zu genau mitmachen musst oder kommt das erst später? Ich versuche selber quasi jetzt schon in die 27+-Regelung reinzurutschen und vielleicht kannst du mir ein paar Infos geben, wie das bei dir ablief :)

    heyho :)


    Also 4 Stunden Fahrtzeit sind zwar nicht die Regel, aber auch nicht sonderlich außergewöhnlich. Ein FSJ-Kollege bei mir hier im Haus meines BFD fuhr auch schon mal 6 Stunden und länger mit der Bahn zu einem Seminar irgendwo an der Nordsee - also in unserem Fall quer durch Niedersachsen.


    Zumindest bei mir ist es so, dass die Seminarwoche am Starttag nicht vor 12, manchmal auch erst gegen 15 Uhr anfängt. Wenn du aber natürlich nur für einen Tag oder zwei zwischendrin anreist, ist die Fahrtzeit schon ein Argument, ganz klar. Ich kenne die Regelungen für 27+ nicht so genau, aber was das "Ausfallen lassen" angeht heißt es bei uns zumindest "entweder krank oder da", man darf sich keinen Urlaub nehmen und auch andere Entschuldigungen werden kaum bis gar nicht akzeptiert.


    Spontan würde ich mal schätzen, dass dir möglicherweise gesagt werden könnte, dass du bereits am Abend vorher anreisen musst. Aber das beruht auf keinen Erfahrungen^^ Falls es zu so einem Fall kommt, würde ich an deiner Stelle dann den Verantwortlichen anrufen und absprechen, wie das laufen soll. Ich nehme an, du bist nicht der erste, den sowas betrifft und die werden irgendeine Lösung dafür haben - ob sie dir gefällt oder nicht :D


    Grüße

    Hallo!


    Das ist in den meisten Fällen Quatsch... niemand muss Bewerbungen schreiben, wenn man während eines FSJ/BFD ALG II bezieht, da man dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung steht - und die Verfügbarkeit kein grundlegendes Kriterium ist, ob man nun ALG II bekommt oder nicht. Ich habe selber gerade ein BFD begonnen und beziehe gleichzeitig Hartz4 - der Antrag ist gerade erst durchgegangen und das Geld angekommen, ohne weitere Probleme oder Nachfragen des dortigen Arbeitsvermittlers.


    Auch wenn der Staat grundsätzlich ALG II-Empfänger fördern möchte, ein FSJ/BFD zu machen, gibt es wohl allerdings ein bürokratisches Schlupfloch, das besonders korinthenkackende Arbeitsvermittler erlaubt, dich zu zwingen Bewerbungen zu schreiben und ggf. sogar eine andere Arbeit anzunehmen (und das FSJ somit abzubrechen), wenn du dadurch kein ALG II mehr beziehen müsstest.


    Dazu lese dir vielleicht am besten einfach mal diesen Artikel durch: http://www.bundes-freiwilligen…eitslosengeld-ii-sgb.html


    Ich hoffe, ich konnte ein wenig helfen.

    1. Gibt es ein Antragformular für die Stelle?

    Du meinst auf eine Einsatzstelle? Nun... nicht wirklich. Grundsätzlich muss man sich ganz normal bei einer Einsatzstelle bewerben - auch Initiativbewerbungen sind möglich, selbst wenn die Stelle bisher keine Freiwilligen hat (die können sich dann kurzfristig anerkennen lassen). Wenn du über einen Träger gehst, bewirbst du dich bei einem Träger... dann gibt es möglicherweise ein Bewerbungsformular, aber dann bewirbst du dich auch erstmal nicht auf eine Stelle, sondern eben beim Träger.

    2. Wird das Taschengeld vom Bund oder von der Stelle bezahlt?

    Du bekommst das Taschengeld von der Stelle, die Stelle bekommt es vom Bund erstattet. Über die Formularitäten musst du dir eigentlich wenig Gedanken machen, das sollte/muss die Stelle regeln.

    Jain, es gab wohl einen Aufnahmestopp im vergangenen Jahr vom 1.1. bis 31.8. und auch danach sollten wohl auch tatsächlich keine BFDler eingestellt werden, die älter als 25 sind. Das betrifft/betraf allerdings nur Stellen, die direkt vom Bundesamt aus über die Kommunen vermittelt werden - (größere) Träger wie die Caritas, Diakonie, THW, Rotes Kreuz etc. haben eigene Kontingente und stellen auch ü25 ein. Ich selber bin älter als 25 und habe einen BFD-Vertrag ab dem 1.2.^^



    Allerdings bin ich mir auch nicht sicher, ob das überhaupt auch noch für Stellen, die nicht über einen Träger gehen, gilt. Die letzten Pressemitteilungen darüber sind fast ein Jahr alt und danach finde ich weder etwas in der Presse noch beim Bundesamt direkt, was darauf hindeutet, dass keine ü25 eingestellt werden. Sollte es dich betreffen, würde ich mir darüber also keine allzu großen Gedanken machen.


    viele Grüße

    Jup, gibt es. Jeden Monat wird sie veröffentlich:


    Ich denke, wenn du bei der Pressestelle des Bundesamts für Familie und zivilgesellschaftliche Angaben nachfragst, bekommst du sicherlich auch Statistiken, die etwas weiter zurück gehen. Ansonsten auch einfach das Bundesamt für Statistik anschreiben. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die ziemlich schnell ziemlich ausführliche Tabellen und Informationen per mail verschicken.

    Hallo Stef,


    ganz klare Antwort: Seminarkosten musst du nicht selber zahlen. Der Träger muss diese Seminare anbieten und du musst an ihnen teilnehmen (die Zeit, die du auf den Seminaren verbringst gilt ganz offiziell als Dienstzeit - auch wenn du dir in der Zeit keinen Urlaub nehmen kannst). Der Träger muss dir sogar eventuelle Fahrtkosten erstatten, die entstehen, damit du zum Seminarort hinkommen kannst.


    Sollte der Träger dennoch irgendwie Geld von dir für die Seminare verlangen, ist da entweder was faul oder aber es handelt sich um ein freiwilliges Zusatzangebot des Trägers (aber so wie ich das kenne kostet nicht einmal das extra), bei dem du aber auch nicht teilnehmen musst.


    viele Grüße,
    Tom

    Hallo Felix,


    wie so häufig: beide haben recht ;-)


    Als ich gerade den Gesetzestext durchgegangen bin, bin ich auch über folgenden Absatz gestolpert (Bundesfreiwilligendienstgesetz BFDG, Quelle: gesetze-im-internet.de )

    Zitat

    § 3 Einsatzbereiche, Dauer
    [...]
    (2) Der Bundesfreiwilligendienst wird in der Regel für eine Dauer von zwölf zusammenhängenden Monaten geleistet. Der Dienst dauert mindestens sechs Monate und höchstens 18 Monate. Er kann ausnahmsweise bis zu einer Dauer von 24 Monaten verlängert werden, wenn dies im Rahmen eines besonderen pädagogischen Konzepts begründet ist. Im Rahmen eines pädagogischen Gesamtkonzepts ist auch eine Ableistung in zeitlich getrennten Abschnitten möglich, wenn ein Abschnitt mindestens drei Monate dauert. Die Gesamtdauer aller Abschnitte sowie mehrerer geleisteter Bundesfreiwilligendienste darf bis zum 27. Lebensjahr die zulässige Gesamtdauer nach den Sätzen 2 und 3 nicht überschreiten, danach müssen zwischen jedem Ableisten der nach den Sätzen 2 und 3 zulässigen Gesamtdauer fünf Jahre liegen; auf das Ableisten der Gesamtdauer ist ein Jugendfreiwilligendienst nach dem Jugendfreiwilligendienstegesetz anzurechnen.

    Im Klartext: Ja, du kannst ein zweites (oder sogar mehrere) FSJ machen, aber erst wenn du 27 Jahre oder älter bist und dann auch nur alle fünf Jahre nach Ende eines FSJs.
    Ich nehme also an, dass das in der Tat derzeit keine Alternative für dich bzw. das BRK ist.


    viele Grüße,
    Tom