Beiträge von Kleinlok

    Zitat von Chris_x2;663

    Also ich hab jetzt mit dem BFD vor ca. 2-3 Wochen angefangen und ich muss ehrlich sagen, lasst die Finger davon es ist Ausbeutung ohne Ende.
    Ich geh um 7 morgens aus dem Haus und komme manchmal um 7 Uhr abends wieder nach Hause für um die 330 Euro. Da anfangs nicht klar war wieviel ich verdiene hab ich einfach mal mit dem BFD angefangen und gewartet was auf dem Kontoauszug steht. Ich bin vor Wut fast in die Luft gegangen.
    Sklaverei neu erfunden so könnte man es auch nennen besonders da ich von dem geld noch 100 Euro Spritkosten abzweigen muss.
    Ich werde ab nächsten Monat mir einfach eine andere Stelle suchen, Nebenjob auf 400 Euro Basis in meiner Nähe, man verdient ein bisschen mehr, arbeitet aber nicht so viel wie bei einem Bfd.


    Die Arbeit macht Spaß und ist auch interessant aber nicht für dieses Geld


    Richtig. lass dich nicht eine Sekunde länger von diesen verlogenen Sklavenhaltern ausbeuten.
    Kündigen, am besten gar nicht so einen Dienst antreten und klare Widerrede, wenn die angepassten Befürworter des BFD
    (die meist selber fett verdienen) mal wieder eine neue Runde Heuchelei starten wollen.

    Zitat von psychubufdi;596

    Ostsachse ! Hallo,könnte es sein,daß genau d a s beabsichtigt ist ?Man vergrault die Interessenten am BFD solange,bis man seitens der Frau Leyer dann vermelden kann,es gäbe nicht genug Bewerber und n u n "müsse" man auf H4er zurück greifen.......Ich traue der Politik inzwischen j e d e Schandtat zu,die H4er zu zwingen.


    Ich traue das der Politik auch zu. Es ist schamlos, wie die Politik sich bzw. ihren Gönnern (Parteispendern und sonstigen Lobbiisten) die eigenen Taschen füllt, dann aber für menschen mit H 4 quasi nur so wenig übrig hält, dass es zu viel zum Sterben und zu wenig zu einem menschenwürdigen Leben ist.


    Es ist eh pervers, dass in seiner solch verlogenen Gesellschaft, wo das Geld das Maß aller Dinge scheint, Menschen für gnadenlose (Selbst)Ausbeute gesucht werden. Der Gier von vielen, die eh schon mehr als genug haben, wird von der Politik nichts entgegen gesetzt, gleichermaßen bejubelt man wie toll doch die gemeinnützige selbstlose Arbeit wäre (zu der man selber nicht willens ist).


    Und unsere verzockte Gesellschaft schaut zu, anstatt mal ordentlich auf den Putz dieser scheinheiligen Dekadenz zu hauen. Da muss sich gewaltig was ändern.


    Du sagst es!


    Die von dir genannten Beispiele sind krasse Unverschämtheiten,
    ich finde es schon unter allem Niveau, das so ein Müll überhaupt angeboten wird.


    Ich würde an deiner Stelle denen mal eine kritische Antwort schreiben, in der du auch vermelden könntest, dass du sich sozial engagieren willst, aber auch von etwas leben musst/Willst und dich nicht ausbeuten lassen willst!


    Und wenn diese Stellenanbieter öffentlich rumjammern wollen, sie fänden niemand auf diese "Angebote", dann
    schreibe einen Leserbrief oder mache sonst wie irgenwie klar, warum dem so sein könnte.



    Viel Verlangen- nicht dafür bezahlen wollen, so kann das hoffentlich nichts werden.
    Der BFD ist m.E. eine Frechheit für jeden, der Gerechtigkeit will.


    Es scheint allerorten zu haken, vielleicht nicht nur weil sich hoffentlich zu wenige finden, die sich ausbeuten lassen, sondern vielleicht auch, weil selbst die Anbieter keinen Bock mehr haben, das soziale Arbeit in diesem Land fast überall ausgebeutet werden soll, während die Politik Milliarden in die Kasse der Reichen und Superreichen schauffelt.


    Mal weitere aktuelle Beispiele, für den harzigen Start des BFD:


    http://www.op-online.de/nachri…al-muehlheim-1344869.html




    Ich habe dazu einen Leserbrief verfasst:


    Zitat


    Laut Meldung der OP lassen sich Stellen im Bundesfreiwilligendienst vor Ort aktuell nur schwer besetzten. Für mich ist das naheliegend und die Schwanengesänge der hiesigen Stellenanbieter scheinen mir unehrlich. Wer wegschaut bzw. schweigt, braucht sich um fatale Folgen nicht zu wundern. Die unsicheren Aussichten auf dem Arbeitsmarkt und erschwerte Studienbedingungen (Studiengebühren in vielen Bundesländern), da überlegt sich ein Teil der künftigen Generation "Praktikum" vielleicht sehr genau, ob er oder sie noch freiwillig gute Arbeit für schlechten Lohn erbringen will. Viele Menschen können sich nämlich nicht die Realitätsflucht leisten, die für einige Stellenanbieter des Bundesfreiwilligendienstes kennzeichnend scheint: "Die Auflagen, die die Feuerwehr stellt, sind gering. Mindestens 18 Jahre muss der Bewerber sein und ein Fahrzeug besitzen, das war´s."


    Sollte diese lockere Schreibe suggerieren, dass ein potentieller Interessent für den Job auch schon mal mit dem eigenen Bobby-Car zur Bewerbung vorrollen darf, fände ich das spaßig, sympathisch und wenn vielleicht auch nicht ganz alltagstauglich, doch zumindest konsequent gedacht.


    Sollte die Mühlheimer Feuerwehr jedoch lieber einen ausgewachsenen PKW für den vorgesehenen Dienst als notwendig erachten wollen, dann scheint ihr leider die Einsicht zu fehlen , dass ein solcher PKW selbst in Kleinausführung schnell einmal mehr an monatlichen Kosten verschlingen kann, als das, was der freiwillige Helfer an Vergütung für seine angeblich so wertvolle Arbeit bekäme. Bei aller Sympathie für die Feuerwehr, die leider eher sich selber als andere ausbeutet, das möchte ich loswerden: Sinnvoll arbeiten, wenig Geld dafür bekommen, so dass man für die monatlichen eigenen Kosten drauflegen muss - dafür sollte sich jede(r) freiwillig zu schade sein. Wer für alle wertvoll arbeitet, sollte auch von allen (zumindest denen, die das können) fair bezahlt werden.
    __________________

    Zitat von marius;492

    Dann mach ein FSJ, Kindergeldgarantie :)


    Geh lieber normal arbeiten, auch wenn das schwer ist eine anständige und noch sinnvolle Arbeit zu finden.
    Die Ausbeute kann nur enden, wenn sich niemand mehr dafür findet.


    Spätestens. wenn du studieren wirst, wirst du sehen, wie teuer das Leben auch dich dann kommt.
    (Studiengebühren, Miete, Mobilität, etc.). Als Teil der Generation "Praktikum" warten evtl. auch
    noch viele unbezahlte Arbeitsstunden auf dich.


    Wo man eh unfreiwillig ausgenutzt und für dumm verkauft werden soll, satte Gründe dass man sich nicht eine Sekunde freiwillig ausbeuten lässt.

    Zitat von marius;486

    Wenn ich mir unsere Stadt anschaue, ein UKM hat 100 Stellen zu vergeben, davon sind 4!!! vergeben. Das liegt sicher nicht nur daran, das niemand es machen will, ja richtig, es finden sich keine geeigneten Bewerber, weil diese dazu erklärt werden, das Sie ungeeignet sind. Das ist meine Erfahrung mit BFD.


    Das Werbemotto des BFD sollte geändert werden in:


    Was gibt es zynischeres, als nicht gebraucht und nicht zu bezahlt zu werden?

    Zitat von marius;484

    Ich kann Ihnen zusprechen, das Konzept BFD ist durchaus überdenkenswert. Alleine die Tatsache, das astronomische Einstellungsverfahren wie in einem richtigen Beruf gemacht werden, ist pure Frechheit..


    Richtig.


    Ich frage mich allerdings, wie die miese Bezahlung und die scheinbar nicht unerheblichen Anforderungen
    da zusammenkommen soll...


    ... und ob die überhaupt zusammen kommen sollen!


    Generell empfinde ich den Bundesfreiwilligendienst als eine ganz große verarsche und Beledigung arbeitswilliger menschen.
    Die Bundestagsabgeordneten haben sich gerade wieder eine Erhöhung Ihrer Diät genehmigt, mit m.E. verlogenen Argumenten versuchen immer wieder MdBs dieses Vorgehen damit zu rechtfertigen, dass nur bei ein er solchen Erhöhung die unabhängige Qualität ihrer Arbeit gesichert wird, z.B MdB Johannes Kahrs aus Hamburg:


    Zitat

    . Die Abgeordneten sollen wirklich unabhängig arbeiten können. Sie sollen nicht in die Versuchung geraten, sich andere Einkommensquellen zu suchen und dadurch von anderen Menschen und Interessen abhängig werden.


    abgeordnetenwatch.de: Johannes Kahrs


    Einmal davon abgesehen, dass das gar nicht stimmt (nicht wenige MdBs betreiben trotz der aktuellen Diät von 7668 Euro monatlich + weitere Pauschalen eine ganze Reihe von Nebeneinkünften), eine solche Rede ist eine Frechheit gegenüber allen Menschen, die verantwortungsvoll arbeiten und in aller Regel mit einem deutlich geringerem Einkommen auskommen müssen. Budfis sollen für lau arbeiten, während solche Weicheier sich der Versuchung der Korruption ausgesetzt fühlen, wenn sie als MdB nicht mind schlappe 8 Mille aufs eigene Konto bekommen.


    Diese ganze Ungerechtigkeit und Heuchelei stinkt zum Himmel, aber dieses Volk lässt sich das gefallen.


    Und ich glaube da liegt des Pudels kern.


    Genausowenig wie wir in diesem m.E. verlogenen Land Gerechtigkeit und Solidarität erfahren können, genausowenig ist hier noch wirklich etwas von Demokratie zu spüren. Wie gesagt, der BFD ist in meiner Sicht eine Frechheit und das das nicht thematisiert wird, beweist mir nur die verbreitete Duckmäuserei allenthaben.


    Die sozialen Vereine und Verbände (ob die wirklich so sozial sind, ist fraglich), sind bei dieser Duckmäsuerei ganz vorne dabei.
    Die oberen Verantwortlichen kuscheln mit der verlogenen Politik und alles, was ich bisher sowohl von Politik und den Sozialverbänden gehört hat, unterstreicht diesen meinen Eindruck.


    Wo die Ungerechtigkeit verschwiegen und gar mitbetrieben wird, da glaube ich an ein verdecktes, nicht ehrliches aber evtl. wirkunsgvolles Taktieren von seiten der Menschen an der Basis: Vielleicht wird der BFD nicht nur von mir abgelehnt, nur halt verdeckt?


    Das könnte die teils aberwitzigen Bewerbungsanforderungen erklären:


    Man will vor Ort die Bufdis gar nicht, traut sich das aber nicht offen zusagen un der verlogenen Politik ein Kontra zu geben und hofft dann darauf bzw. nutzt die eigenen Spielräume, das es möglichst wenig Bufdis gibt, die sich so infam ausnutzen lassen.


    Denn das soll klar sein: bei ausgedünnten Sozialhaushlaten und weiter drohenden Ausdünnungen ist der BFD
    gut möglich nur ein Testballon, wieweit sich Löhne drücken und arbeitende Menschen für dumm verkaufen lassen.

    Zitat von Thor Konnat;219

    Hallo,
    wie der Titel schon sagt stehe ich dem ganzen Konzept des BFD recht kritisch gegenüber.
    Das größte Manko dürfte sein, dass dadurch Arbeitsstellen effektiv vernichtet und Löhne gedrückt werden. Machen wir uns mal nichts vor, wer stellt eine Vollzeitkraft zu Reallöhnen ein wenn er genauso gut einen Billigarbeiter vom BFD bekommen kann ? Richtig, keiner.
    Das nächste Problem in meinen Augen ist das die Bezahlung, oder besser gesagt das Taschengeld. Bei einem Maximum von 330 EUR kann man da gleich nebenbei wieder ALG2 beantragen, bekommt im schlimmsten Fall nichtmal die KdU bezahlt da der "Arbeitgeber" ja einem ein Zimmer zur Verfügung stellt, die Kosten für die reguläre Wohnung bleiben aber. Man zieht ja nicht um nur um da dann 1/2 Jahr zu arbeiten. Hier besteht noch erheblicher Nachbesserungsbedarf. i.


    Ich habe dir bei dieser kritischen Betrachtung zugestimmt, ich sehe das genauso.


    Wie gesagt, halte ich den BFD für eine weitere Form der Lohnausbeute. Was bei den Zivis gewissermaßen per Zwang erfolgte, soll nun auf freiwilliger Basis erfolfgen, ich empfinde das als infam und lächerlich.


    Allein der verlogene PR-Slogan, mit dem vor 1-2 Monaten der BFD beworben werden sollte,
    bringt das auf den Punkt:


    "Was gibt es erfüllenderes als gebraucht zu werden?"


    Liebe Leut und (Un)sinnschöpfer dieser m.E. sehr dämlichen Frage, wenn ihr wirklich so einfältig sein solltet bzw. euch das Publikum so einfältig wünscht, wie euer sozial unbefindlicher Spruch daherkommt, dann gebe ich euch mal folgende Antwort auf eure unehrliche rhetorische Frage:


    Viel erfüllender wäre Arbeit, die sinnvoll ist (wo es sich also lohnt gebraucht zu werden)
    und die ANSTÄNDIG BEZAHLT wird.


    Genau das ist beim BFD definitiv nicht der Fall.


    Ich frage mich, ob diese Spinner in der jeweiligen Werbeagentur, die den oben benannten Spruch fabriziert hat, kein Auto haben oder in der U-Bahn schwarzfahren, weil sie ohne bzw. für wenig Geld arbeiten?
    Ob die auf Urlaub verzichten oder sich noch von Mama & Papa sponsoren lassen?
    Ob die in der Kneipe die Zeche prellen und was die sonst noch so alles anstellen bzw. nicht anstellen können, weil das Geld fehlt.


    Oder ob die einfach so verlogen wie viele Politiker nur anderen nahelegen wollen, dass diese für fast umsonst arbeiten gehen, selber aber für die oben benannte Verdummung kassieren?
    Besonders ärgert mich, wenn Menschen, die selber ein immenses Geld verdienen bzw. bekommen (von Verdienst möchte ich da nicht mehr reden, wie z.B. bei unseren Polit-Hanseln) sich anmassen, anderen Menschen die große Bescheidenheit vorflüstern zu wollen.


    Es ist Geld genug da auf diesem Planeten, Geld genug um alle menschen für sinnvolle Aebeit anständig zu bezahlen, gerade für die Arbeit die gesellschaftlich wirklich gebraucht wird. Das viele, viele, eigentlich viel zu viele Geld ist aber hoch ungerecht verteilt und leider beweisen die, die über das meiste Geld verfügen, dass sie dieses am allerwenigsten sinnvoll für das Gemeinwohl zu investieren bereit sind.


    So erleben wir im Spätkapitalismus aktuell in Echtzeit denanschließenden Vollzug der Verdummung der gesamten Menschheit:


    Weltweit werden die Staatshaushalte in den Keller geritten
    weltweit herrscht Arbeitslosigkeit bzw. gibt es viel zu wenig anständig entlohnte Arbeit
    die Armut breitet sich weltweit aus
    Kriege brechen aus bzw. Krisenherde bestehen ungehindert weiter
    und ökologisch gesehen fahren wir global gegen die Wand


    Der BFD ist nur ein klitzekleines Puzzleteilchen in diesem Makrokosmos der weltweiten Verdummung, Ungerechtigkeit und Ausbeutung. Aber je mehr Puzzleteile dieses hässlichen Bildes verschwinden- um so besser.


    Der Bufdi kann/sollte gehen, bevor er gekommen ist.



    Freut mich, dass du das ähnlich siehst.


    Der Bundesfreiwilligendienst ift für mich eine Provokation, eine unverschämt angelegte Verdummung des deutschen Volkes. Leider lässt sich bekanntlich viel gefallen (höhere Steuern und Abgaben, Renten- Lohnkürzungen, zwangsweise GEZ und vieles mehr) damit parasitäre Kapitalisten freies Spiel bei ihrem Milliardenscheffeln haben.


    Millionen Menschen sind in diesem asozialen land in die Armut gedrängt worden und täglich werden es immer mehr, die Kirchen und Gewerkschaften schauen zu und halten die Klappe, für die ganzen angepassten Weicheier aus den Sozialverbänden gilt das gleiche.


    Nirgendwo höre ich den Aufschrei, wie sehr mit dem BFD und dem FSJ Menschen betrogen und ausgebeutet werden.


    Da hängt die verlogene Reklame für den BFD
    unangetatstet in den Schaukästen der Werbefuzzies, Slogan



    "Was gibt es erfüllenderes, als gebraucht zu werden?


    Die Idioten hätten lieber schreiben sollen:



    Was gibt es Beschisseneres, als gebraucht und nicht dafür bezahlt zu werden?

    Zitat von Tomanak;249



    Schliesslich werden die meisten Kranken und Pflegebedürftigen mit öffentlichen Geldern aus Steuern und Abgaben gepflegt. Warum also sollte man diese Einsparmöglichkeiten nicht auch nutzen?



    Weil das unfair ist:


    Der Gesundheits- und Pflegebereich ist gerade in Deutschland extrem teuer, da dürfen auch Menschen, die sinnvolle Arbeit für die Menschen leisten (die meist viel in diesen bereich eingezahlt haben oder noch einzahlen) ordentlich bezahlt werden.


    Du (und dieser Staat) wollen am falschen Ende sparen.


    Zitat


    Dass generell wegen Einsparung von Kosten Stellen abgebaut werden,
    ist auch kein Thema, das ich hier dem BFD anlasten würde!


    Weil du wegschaust....


    Die falsche Einsparung spart an den falschen Enden.
    De BFD soll bei dieser FALSCHEN Einsparung helfen!
    Der wesentliche Grund, warum ich diesen ablehne und bekämpfen werde!



    Zitat

    Es ist ein Offenes Thema, dass im Pflegebereich für vorhandenes Personal einfach zu wenig Zeit da ist, sich um die persönlichen Belange von zu Pflegenden zu kümmern. Es werden im Akkord Betten ausgeschüttelt, neu bezogen, die Essen verteilt, usw weil einfach nicht mehr Personal gezahlt werden kann.


    Ein offenes Thema?


    ... dass ich nicht Lache.


    Die mangelnde Versorgung alter abgeschobener Menschen im Altersheim ist für unsere Spaßgesellschaft überhaupt kein Thema- soll kein Thema sein, am allerwenigsten ein offenes!


    Zitat

    Wenn also für die einfacheren Tätigkeiten, die auch mal ein Gespräch sein können, oder von einem Pfleger, Ersatzweise Zivi oder nun BFD mal in den Garten geschoben zu werden, oder jemand liest aus der Zeitung vor oder sonst was, das einfach im normalen Umgang derzeit so nicht bezahlbar wäre, nun durch jemanden ausgeübt wird, der diese Einrichtung nicht 3000 oder mehr Euro Brutto kostet, warum sollte man das dann verurteilen?


    Weil jeder Mensch


    a) Geld zum Leben braucht
    b) und wenn er oder sie arbeitet, dafür so fair bezahlt gehört, dass er anständig mitleben kann.


    Diese simpelsten Grundsätze ehrlichen und fairen Zusammenlebens werden
    von dieser unehrlichen und unfairen Gesellschaft jeden Tag verraten!


    Wenn das bei "einfachen" Arbeiten durch einen miserablen Lohn oder miserable
    "Aufwandentschädigung" wie beim BFD definitiv NICHT der Fall ist,
    dann ist der BFD eine Arbeit, die nicht zum Leben taugt
    und so eine Arbeit gehört auf den Sondermüll der Politik und Gesellschaft!


    Zitat

    Aber ich sehe schon, hier prallen in mehrerlei Hinsicht mehrere Meinungen aufeinander. Du bist hier nur zum Miesmachen, ich versuche auch die Positiven Seiten hervorzukehren.



    Auch wenn du mich da noch nicht mit gemeint hast, ok ich bin hier: Nicht zum simplen rein Miesmachen - auch wenn das so auf dich und andere wirken mag- sondern um hier Klartext zu reden/schreiben und auf die riesengroße unsoziale Ungerechtigkeit in diesem Murksland aufmerksam zu machen. Einem Land, wo hoch (=über)bezahlte Politiker vom angeblichen Wert unbezahlter Arbeit schwärmen, nur damit die noch einige Hundert Milliarden für unnötigen Schwachsinn zum Fenster rauswerfen können.


    Zitat


    Werde also ab jetzt hier nicht mehr weiter mit Dir streiten. Wenn Du mit irgendwem über irgenwas trefflich streiten magst, dann empfehle ich Dir das Gesellschafts- und Politikforum von spin.de - die Community: Freunde kennenlernen, Chat, Forum, Online-Spiele, Dating und mehr - kostenlos da kannst Du über solche Themen endlos diskutieren und Dich einer Gruppe anschliessen, in der Du noch weiter Deinen Frust abladen kannst, aber bitte, verschone mich und die andern, die sich hier zum BFD informieren wollen, weil sie darin eine Chance sehen, aus der Zeit, in der einfach mehr Arbeitssuchende vorhanden sind als freie, besetzbare und bezahlbare Vollzeitstellen, aus dem Chaos ausbrechen wollen,(...)


    Sag mal, glaubst du das selber, was du da schreibst?



    Aus dem Chaos aus diesem verzockten Arbeitsmarkt soll man ausbrechen können, indem man eine mies bezahlte Tätigkeit annimmt?


    Kein Urlaub, keine Kneipe, kaum Kultut, nicht mal ein Volksfest ist mit diesem miesen Geld möglich, dass da für wertvole Arbeit gezahlt wird.


    Wer wenig Geld hat, eigentlich auf Erwerbsarbeit angewiesen ist, bei dem oder der bricht doch erst richtig das Chaos sowohl bei den eigenen Finanzen als privat in der Familele aus, wenn er/sie bzw. die Familie sich gar nichts mehr leisten kann!


    Sag mal wo lebst du?



    Zu deiner Realitätsverkennung passt auch, dass du kritische Stimmen ins Exil aus diesem Forum rausschicken willst, um deine Idylle pflegen zu können.


    Diesen unlauteren Wunsch werde ich dir nicht erfüllen- Sorry.


    Die Gerechtigkeit hat das verdient, dass die Ungerechtigkeiten in diesem Land angeprangert werden, das mache ich inzwischen in 7 Foren und das ist gut so.
    Wo Kirchen, Gewerkschaften, Parteien und Gewerkschaften schweigen lass ich mit nicht den Mund verbieten.





    DER SPIEGEL*1/2011 - Die Hartz-Fabrik[/QUOTE]

    Zitat von Tomanak;249

    Sorry, kann ich aber so nicht stehen lassen! Erstmal reden wir hier über gelegte Eier, die schon lange verschimmelt und von Wyrmern zerfressen wurden, wenn wir darüber reden, was bei der Wende passiert ist und dass es davor keine Zivis gab usw, denn wir leben im Hier und Jetzt, das hat meiner Ansicht nach nichts mehr miteinander zu tun.



    O doch!


    Die arbeitenden Menschen wurden in der DDR nicht so gnadenlos missachtet, wie das im nun alleinherrschenden Kapitalismus der Fall ist. Hier soll schon arbeiten müssen (zynisch als "dürfen" deklariert) als Gnade oder sozialer Akt definiert werden, auch wenn dieser Arbeit mies bezahlt wird.


    Sagt mal Leute:


    Warum arbeiten wir überhaupt?


    Aus Langeweile?
    Weil uns nix besseres einfällt?


    oder....?


    Wie sehr die Verhältnisse sich auf dem Arbeitsmarkt pervertiert haben und (un)dank des Bundesfreiwilligendienstes erst so richtig zu pervertieren drohen, zeigt doch das Schicksal dieser Foristin:



    Zitat von rene19766;315

    deine beiträge finde ich echt super. alles darin stimmt genau. obwohl ich mich jetzt auch für den bfd entschieden habe, aber nur, weil ich ergänzend hartz IV bekomme. ich bin aufgrund meiner 2 abschlossenen ausbildungen verpflichtet, mich jeden monat 5 mal zu bewerben, obwohl ich in den berufen gar nicht mehr arbeiten will. durch den bfd bin ich für diese zeit erst mal weg vom fenster und brauch mich nicht mehr zu bewerben. außerdem möchte ich gern noch einmal umschulen zur erzieherin (bekomme aber vom amt keine ausbildung finanziert, weil ich, wie schon gesagt, 2 abgeschl. ausbildungen habe - gelte dadurch als gut vermittelbar) und ich kein bafög bekomme, weil ich zu alt bin (38). also bleibt mir nur die möglichkeit (1-euro-job im kindergarten habe ich auch schon gemacht - hat aber als sprungbrett nicht funktioniert) über so eine maßnahme in einen anderen beruf hineinzukommen.



    In diesem Land gibt es jede Menge gut qualifizierte Menschen die außer einem Fußtritt von den ARGE mit Sicherheit nicht das bekommen, was jeder mensch verdient hätte:


    Einen ORDENTLICH bezahlten JOB!


    Das Recht auf Arbeit wird mit den Füßen getreten, auch oder gerade von denen die immer gerne so sozial und christlich daherkommen, aber der Ansicht sind, dass Menschen in Sozialberufen mit einem Handkuss vom leiben Gott oder in Stellvertretung vom Herrn Bischof zufrieden sein sollen.


    Das Gleichnis von der Arbeit im Weinberg scheint bei denen komplett aus der Erinnerung gestrichen.
    So kann man auch die Lehre von Jesus Christus verraten....

    Zitat von Tomanak;244

    Welche Löhne könnten denn noch gedrückt werden?


    Alle die noch nicht auf die 0,0 Euro Marke runtergedrückt wurden....


    Zitat

    Durch die Einführung von Hartz 4 wurden doch schon Löhne gedrückt bzw Lohnerhöhungen im Lauf der letzten Jahre nicht mehr durchgeführt.


    Das scheint noch lange nicht das Ende zu sein, solange Mindestlöhne nur zerredet werden
    (von Schwätzern, die selber ein hohes Einkommen ihr eigen nennen:cool:).


    Wir sind ein reiches Land, nur das "wir" kann man sich schenken:


    Dieser Reichtum ist vollkommen ungerecht verteilt und die Zugänge zu Wohlstand, der einfachen und sozialverträglichen Form von Reichtum, sind ebenso unfair und ungerecht verteilt!
    Inzwischen längst auch da, wo für die zumindest arbeitsfähigen Menschen die Quelle des selbst erarbeiteten Wohlstandes sein sollte: Der Arbeit.


    Der Freiwilligendienst ist nur das konkrete Beispiel und die Zuspitzung dieser Ungerechtigkeit:


    Sinnvolle anständige Arbeit- Dienst am Menschen- kann und soll nicht fair bezahlt werden!


    Gutmütige- m.E. zu gutmütige Menschen sollen für ein Taschengeld, von dem kein Mensch leben kann, für diese verzockte Gesellschaft arbeiten, während stinkreiche Sesselpupser in Politik, Finanzwelt und Wirtschaft, Showbusiness und Medien sich die Taschen füllen, bis dass die reißen.


    Es wäre genug für alle da, nur das allermeiste soll nur für in Relation wenige Menschen da sein:


    Vor verzockte Banken, Atomstromer, Autobauer sind Milliarden in dreistelliger Höhe dar, für Oma und Opa im Heim, Kinder in der Kita und Schüler(innen) in den Schulen ist angeblich jeder cent zusätzlich für diesen kaputten Staat nicht finazierbar.


    Der Freiwilligendienst ist nur das angepasste sich Ducken vor dieser Ungerechtigkeit!

    Zitat


    Man sollte sich also schon hier mit den Angaben auf der Webseite vertraut machen, vor man alles kritisiert und Sinn oder Unsinn vom BFD in Frage stellt!



    Umgekehrt sollten Sie nicht Ihre Augen vor der tatsache verschliessen, dass ehrliche Arbeit in diesem Land immer mehr in den Dreck gedrückt wird und die paar Freiwilligen, die sich für diese Ausbeutung noch frewillig melden unterstützen diesen betrig.


    Was die Sozialverbände an angepasster unehrlicher Propaganda für diesen Freiwilligendienst ablassen, ist unglaublich und hat meinen Respekt vor diesen auf Null gedrückt. Ich spende keinen Cent mehr und tue nicht eine Sekunde mehr was für diese Duckmäuser!


    Penner, Bettler, Obdachlose und sonstige Mitbürger finden bei mir oft ein offenes Ohr (ich schaue mir schon ein wenig die Hilfebedürftigkeit auch da an), die oft gar nicht so armen Heuchler von Caritas, Diakonie, DRK (die Caritas hat ein intaktes Haus in Frankfurt abreißen lassen und baut dort einen neuen Protzbau, die Johanniter in Dreieich dito) und die übrigen Verdächtigen bekommen von mir nur noch Contra!


    Es wird Zeit, dass wir uns freiwillig wehren!
    Der einzige Freiwilligendienst der in diesem verzockten Land noch was taugt!