Sinn bzw Unsinn vom BFD

  • Hallo,
    wie der Titel schon sagt stehe ich dem ganzen Konzept des BFD recht kritisch gegenüber.
    Das größte Manko dürfte sein, dass dadurch Arbeitsstellen effektiv vernichtet und Löhne gedrückt werden. Machen wir uns mal nichts vor, wer stellt eine Vollzeitkraft zu Reallöhnen ein wenn er genauso gut einen Billigarbeiter vom BFD bekommen kann ? Richtig, keiner.
    Das nächste Problem in meinen Augen ist das die Bezahlung, oder besser gesagt das Taschengeld. Bei einem Maximum von 330 EUR kann man da gleich nebenbei wieder ALG2 beantragen, bekommt im schlimmsten Fall nichtmal die KdU bezahlt da der "Arbeitgeber" ja einem ein Zimmer zur Verfügung stellt, die Kosten für die reguläre Wohnung bleiben aber. Man zieht ja nicht um nur um da dann 1/2 Jahr zu arbeiten. Hier besteht noch erheblicher Nachbesserungsbedarf.
    Ein weiteres Problem sehe ich darin, dass der Freiwilligendienst im Notfall durch ALG2 Empfänger aufgestockt werden soll, wenn nicht genug Freiwillige zur Verfügung stehen. Irgendwo sehe ich in diesem Fall aber kein Freiwillig mehr, da es ein Zwang ist wo man unter Umständen noch schlechter dasteht als nur mit ALG2.
    Weiterhin sehe ich ein Problem darin, dass man größtenteils Vollzeit arbeiten geht für zwischen 200 und 330 EUR im Monat, vom Staat subventioniert, Lohndumping in Reinform. Außerdem soll man Arbeiten übernehmen für die teilweise eine Ausbildung nötig ist, gerade im Pflegebereich in Seniorenheimen oder Krankenhäusern sollte man genau wissen was man tut, hier reicht ein falscher Griff aus um Verletzungen oder sonstiges zu verursachen. Wer haftet hier denn bitte im Schadensfall ?


    Zusammenfassend kann man sagen, dass der BFD in der aktuellen Version unausgegoren und nicht vollständig durchdacht ist. Es ist eine Form des Lohndumpings und - sind wir mal ehrlich - wenn wirklich ALG2 Empfänger gezwungen werden sich freiwillig zu melden, der Beginn moderner Sklaverei.

  • Welche Löhne könnten denn noch gedrückt werden?


    Durch die Einführung von Hartz 4 wurden doch schon Löhne gedrückt bzw Lohnerhöhungen im Lauf der letzten Jahre nicht mehr durchgeführt.


    jeder, der seit der Einführung von Hartz4 einen Arbeitsplatz innehatte, hatte die Drohung mit Hartz 4 vor Augen. Wer sich bei seinem Chef unbeliebt machte und mehr Gehalt forderte, bekam vor Augen, dass man ja auch gekündigt werden könnte und dass ein deutlich schlechter bezahlter ehemaliger Langzeitarbeitsloser diese Stelle ausführen könnte.


    Ausserdem gibt es hier auch noch die Möglichkeiten, dass Firmen, die sich so einen Hartz4 holen, diesen eine bestimmte bis Unbestimmte Zeit Probearbeiten lassen können und dass das Gehalt, später dann ein Grossteil des Gehaltes aus der Öffentlichen Kasse bezahlt wird.


    ich möchte das nicht weiter ausführen, weil das nicht das Thema von BFD ist oder sein sollte, da diese BFD-Stellen grösstenteils solche Stellen sein werden, die bisher von Zivildienstleistenden wahr genommen wurden und damit zusätzlich entstehende Stellen sind, die dann auch von reinen Eurojobbern besetzt werden könnten.


    Man sollte sich also schon hier mit den Angaben auf der Webseite vertraut machen, vor man alles kritisiert und Sinn oder Unsinn vom BFD in Frage stellt!

  • Ich halte dir schonmal zuGute dass du die H4 Verarsche mitbekommen hast. Jetzt folgt leider ein dickes Aber:
    Sieh mal, ich stamme aus der ehemaligen DDR, bei uns gabs sowas wie "Zivildienst" nicht, wo die Weicheier...äh ich meine natürlich die Wehrunwilligen hinkonnten. Der Zivildienst an sich hat schon Arbeitsplätze zu hauf vernichtet und zum Lohndumping beigetragen. Jede Stelle die mit einem Zivi besetzt wurde nahm einem ausgebildeten Fachmann(-frau) einen Arbeitsplatz weg. Und du kannst von ausgehen, die Drohung mit "Dann besetzen wir die Stelle halt mit einem Zivi" gabs damals auch schon als Äquivalent zum heutigen H4. Damit hat man damals die Löhne auch schon gedrückt bzw den Druck auf die regulären Arbeitnehmer erhöht.
    Warum der BFD Arbeitsplätze vernichtet und zum Lohndumping beiträgt ? Ganz einfach. Jede freiwerdende Zivistelle kann anstatt an einen BFD`ler an einen ausgebildeten vergeben werden mit festen Arbeitsvertrag. Dank BFD wirds aber wieder nichts.
    Außerdem darfst du eines nicht vergessen. Schau dir mal die ausgeschriebenen Stellen auf der BFD Seite an, denkst du allen Ernstes da war vorher an jeder ein Zivi ? Viele wollen einen BFD`ler weil sie sich keinen regulären Arbeiter leisten können bzw der ihnen von der Sache her zu teuer ist. Da gehen auch schon wieder einige Arbeitsplätze flöten.


    Was die H4 Geschichte betrifft hast du in dem Punkt Recht, dass die nicht hierher gehört. Aber da können unsere verehrten Volksvertreter (die anscheinend vergessen haben dass die uns vertreten sollen) ruhig auch nochmal drüber nachdenken.


    Ansonsten find ichs schade, dass keiner der Verantwortlichen vom BFD sich mal zu einer Antwort bereit findet oder an einer Diskussion teilnehmen will.

  • Sorry, kann ich aber so nicht stehen lassen! Erstmal reden wir hier über gelegte Eier, die schon lange verschimmelt und von Wyrmern zerfressen wurden, wenn wir darüber reden, was bei der Wende passiert ist und dass es davor keine Zivis gab usw, denn wir leben im Hier und Jetzt, das hat meiner Ansicht nach nichts mehr miteinander zu tun.


    Zivis haben noch nie ausgebildete Fachkräfte ersetzen können! Ausgebildetes Fachpersonal ist ja nicht ohne Grund für etwas ausgebildet, weil es da eingesetzt werden kann, wo es benötigt wird.


    Nur wenn eine Tätigkeit auch genauso gut durch einen Zivi geleistet werden konnte, der diese Einrichtung deutlich weniger Geld gekostet hat, warum sollte es denn nicht auch so gemacht werden?


    Schliesslich werden die meisten Kranken und Pflegebedürftigen mit öffentlichen Geldern aus Steuern und Abgaben gepflegt. Warum also sollte man diese Einsparmöglichkeiten nicht auch nutzen?


    Dass im Gesundheits und Pflegebereich durch den Wegfall des Zivildienst offene Stellen gibt, wird sich sicher so ergeben, da macht auch der BFD keinen Unterschied, denn es macht eher einen Unterschied, ob jemand zum BFD geht, um eine Hausmeistertätigkeit oder in einem Jugendheim, als Fahrer für eine Einrichtung übernimmt oder ob jemand als BFD in einer Pflegeeinrichtung sich um Pflegebedürftige kümmern wird.


    Und grob gesagt, war es, als es noch eine Pflichtveranstaltung war, entweder zum Bund zu gehen oder Zivildienst zu leisten, hier schon eben das geringere übel, und dafür musste ein Junger Mensch schon berufen sein, dass er sowas macht. Die meisten Zivistellen waren aber an anderen Stellen. Daher glaube ich kaum, dass jetzt sehr viele BFD irgendwelchen Pflegekräften Stellen wegnehmen werden.


    Und selbst wenn doch die eine, oder andere Zivistelle von einem BFD besetzt würde, dann sicher auch, weil es deutlich billiger wäre, und wenn es eine günstige Arbeitskraft FREIWILLIG, das ist ja der Grundsatz des BFD; macht, warum sollte man dann nicht dabei sparen?


    Dass generell wegen Einsparung von Kosten Stellen abgebaut werden, ist auch kein Thema, das ich hier dem BFD anlasten würde!


    Es ist ein Offenes Thema, dass im Pflegebereich für vorhandenes Personal einfach zu wenig Zeit da ist, sich um die persönlichen Belange von zu Pflegenden zu kümmern. Es werden im Akkord Betten ausgeschüttelt, neu bezogen, die Essen verteilt, usw weil einfach nicht mehr Personal gezahlt werden kann.


    Wenn also für die einfacheren Tätigkeiten, die auch mal ein Gespräch sein können, oder von einem Pfleger, Ersatzweise Zivi oder nun BFD mal in den Garten geschoben zu werden, oder jemand liest aus der Zeitung vor oder sonst was, das einfach im normalen Umgang derzeit so nicht bezahlbar wäre, nun durch jemanden ausgeübt wird, der diese Einrichtung nicht 3000 oder mehr Euro Brutto kostet, warum sollte man das dann verurteilen?


    Aber ich sehe schon, hier prallen in mehrerlei Hinsicht mehrere Meinungen aufeinander. Du bist hier nur zum Miesmachen, ich versuche auch die Positiven Seiten hervorzukehren.


    Werde also ab jetzt hier nicht mehr weiter mit Dir streiten. Wenn Du mit irgendwem über irgenwas trefflich streiten magst, dann empfehle ich Dir das Gesellschafts- und Politikforum von http://www.spin.de da kannst Du über solche Themen endlos diskutieren und Dich einer Gruppe anschliessen, in der Du noch weiter Deinen Frust abladen kannst, aber bitte, verschone mich und die andern, die sich hier zum BFD informieren wollen, weil sie darin eine Chance sehen, aus der Zeit, in der einfach mehr Arbeitssuchende vorhanden sind als freie, besetzbare und bezahlbare Vollzeitstellen, aus dem Chaos ausbrechen wollen, nciht von einer sinnlos-Massnahme ala Eurojob in Dekra oder Tüv oder zum Bewerbungstraining geschickt zu werden, was alles wenig bringt, weg kommen wollen und einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen wollen, auch wenn sie damit nicht mehr dazu erhalten als Hartz4 ihnen bietet.


    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-76121041.html

  • deine beiträge finde ich echt super. alles darin stimmt genau. obwohl ich mich jetzt auch für den bfd entschieden habe, aber nur, weil ich ergänzend hartz IV bekomme. ich bin aufgrund meiner 2 abschlossenen ausbildungen verpflichtet, mich jeden monat 5 mal zu bewerben, obwohl ich in den berufen gar nicht mehr arbeiten will. durch den bfd bin ich für diese zeit erst mal weg vom fenster und brauch mich nicht mehr zu bewerben. außerdem möchte ich gern noch einmal umschulen zur erzieherin (bekomme aber vom amt keine ausbildung finanziert, weil ich, wie schon gesagt, 2 abgeschl. ausbildungen habe - gelte dadurch als gut vermittelbar) und ich kein bafög bekomme, weil ich zu alt bin (38). also bleibt mir nur die möglichkeit (1-euro-job im kindergarten habe ich auch schon gemacht - hat aber als sprungbrett nicht funktioniert) über so eine maßnahme in einen anderen beruf hineinzukommen.

  • Zitat von Tomanak;244

    Welche Löhne könnten denn noch gedrückt werden?


    Alle die noch nicht auf die 0,0 Euro Marke runtergedrückt wurden....


    Zitat

    Durch die Einführung von Hartz 4 wurden doch schon Löhne gedrückt bzw Lohnerhöhungen im Lauf der letzten Jahre nicht mehr durchgeführt.


    Das scheint noch lange nicht das Ende zu sein, solange Mindestlöhne nur zerredet werden
    (von Schwätzern, die selber ein hohes Einkommen ihr eigen nennen:cool:).


    Wir sind ein reiches Land, nur das "wir" kann man sich schenken:


    Dieser Reichtum ist vollkommen ungerecht verteilt und die Zugänge zu Wohlstand, der einfachen und sozialverträglichen Form von Reichtum, sind ebenso unfair und ungerecht verteilt!
    Inzwischen längst auch da, wo für die zumindest arbeitsfähigen Menschen die Quelle des selbst erarbeiteten Wohlstandes sein sollte: Der Arbeit.


    Der Freiwilligendienst ist nur das konkrete Beispiel und die Zuspitzung dieser Ungerechtigkeit:


    Sinnvolle anständige Arbeit- Dienst am Menschen- kann und soll nicht fair bezahlt werden!


    Gutmütige- m.E. zu gutmütige Menschen sollen für ein Taschengeld, von dem kein Mensch leben kann, für diese verzockte Gesellschaft arbeiten, während stinkreiche Sesselpupser in Politik, Finanzwelt und Wirtschaft, Showbusiness und Medien sich die Taschen füllen, bis dass die reißen.


    Es wäre genug für alle da, nur das allermeiste soll nur für in Relation wenige Menschen da sein:


    Vor verzockte Banken, Atomstromer, Autobauer sind Milliarden in dreistelliger Höhe dar, für Oma und Opa im Heim, Kinder in der Kita und Schüler(innen) in den Schulen ist angeblich jeder cent zusätzlich für diesen kaputten Staat nicht finazierbar.


    Der Freiwilligendienst ist nur das angepasste sich Ducken vor dieser Ungerechtigkeit!

    Zitat


    Man sollte sich also schon hier mit den Angaben auf der Webseite vertraut machen, vor man alles kritisiert und Sinn oder Unsinn vom BFD in Frage stellt!



    Umgekehrt sollten Sie nicht Ihre Augen vor der tatsache verschliessen, dass ehrliche Arbeit in diesem Land immer mehr in den Dreck gedrückt wird und die paar Freiwilligen, die sich für diese Ausbeutung noch frewillig melden unterstützen diesen betrig.


    Was die Sozialverbände an angepasster unehrlicher Propaganda für diesen Freiwilligendienst ablassen, ist unglaublich und hat meinen Respekt vor diesen auf Null gedrückt. Ich spende keinen Cent mehr und tue nicht eine Sekunde mehr was für diese Duckmäuser!


    Penner, Bettler, Obdachlose und sonstige Mitbürger finden bei mir oft ein offenes Ohr (ich schaue mir schon ein wenig die Hilfebedürftigkeit auch da an), die oft gar nicht so armen Heuchler von Caritas, Diakonie, DRK (die Caritas hat ein intaktes Haus in Frankfurt abreißen lassen und baut dort einen neuen Protzbau, die Johanniter in Dreieich dito) und die übrigen Verdächtigen bekommen von mir nur noch Contra!


    Es wird Zeit, dass wir uns freiwillig wehren!
    Der einzige Freiwilligendienst der in diesem verzockten Land noch was taugt!

  • Zitat von Tomanak;249

    Sorry, kann ich aber so nicht stehen lassen! Erstmal reden wir hier über gelegte Eier, die schon lange verschimmelt und von Wyrmern zerfressen wurden, wenn wir darüber reden, was bei der Wende passiert ist und dass es davor keine Zivis gab usw, denn wir leben im Hier und Jetzt, das hat meiner Ansicht nach nichts mehr miteinander zu tun.



    O doch!


    Die arbeitenden Menschen wurden in der DDR nicht so gnadenlos missachtet, wie das im nun alleinherrschenden Kapitalismus der Fall ist. Hier soll schon arbeiten müssen (zynisch als "dürfen" deklariert) als Gnade oder sozialer Akt definiert werden, auch wenn dieser Arbeit mies bezahlt wird.


    Sagt mal Leute:


    Warum arbeiten wir überhaupt?


    Aus Langeweile?
    Weil uns nix besseres einfällt?


    oder....?


    Wie sehr die Verhältnisse sich auf dem Arbeitsmarkt pervertiert haben und (un)dank des Bundesfreiwilligendienstes erst so richtig zu pervertieren drohen, zeigt doch das Schicksal dieser Foristin:



    Zitat von rene19766;315

    deine beiträge finde ich echt super. alles darin stimmt genau. obwohl ich mich jetzt auch für den bfd entschieden habe, aber nur, weil ich ergänzend hartz IV bekomme. ich bin aufgrund meiner 2 abschlossenen ausbildungen verpflichtet, mich jeden monat 5 mal zu bewerben, obwohl ich in den berufen gar nicht mehr arbeiten will. durch den bfd bin ich für diese zeit erst mal weg vom fenster und brauch mich nicht mehr zu bewerben. außerdem möchte ich gern noch einmal umschulen zur erzieherin (bekomme aber vom amt keine ausbildung finanziert, weil ich, wie schon gesagt, 2 abgeschl. ausbildungen habe - gelte dadurch als gut vermittelbar) und ich kein bafög bekomme, weil ich zu alt bin (38). also bleibt mir nur die möglichkeit (1-euro-job im kindergarten habe ich auch schon gemacht - hat aber als sprungbrett nicht funktioniert) über so eine maßnahme in einen anderen beruf hineinzukommen.



    In diesem Land gibt es jede Menge gut qualifizierte Menschen die außer einem Fußtritt von den ARGE mit Sicherheit nicht das bekommen, was jeder mensch verdient hätte:


    Einen ORDENTLICH bezahlten JOB!


    Das Recht auf Arbeit wird mit den Füßen getreten, auch oder gerade von denen die immer gerne so sozial und christlich daherkommen, aber der Ansicht sind, dass Menschen in Sozialberufen mit einem Handkuss vom leiben Gott oder in Stellvertretung vom Herrn Bischof zufrieden sein sollen.


    Das Gleichnis von der Arbeit im Weinberg scheint bei denen komplett aus der Erinnerung gestrichen.
    So kann man auch die Lehre von Jesus Christus verraten....

  • Zitat von Tomanak;249



    Schliesslich werden die meisten Kranken und Pflegebedürftigen mit öffentlichen Geldern aus Steuern und Abgaben gepflegt. Warum also sollte man diese Einsparmöglichkeiten nicht auch nutzen?



    Weil das unfair ist:


    Der Gesundheits- und Pflegebereich ist gerade in Deutschland extrem teuer, da dürfen auch Menschen, die sinnvolle Arbeit für die Menschen leisten (die meist viel in diesen bereich eingezahlt haben oder noch einzahlen) ordentlich bezahlt werden.


    Du (und dieser Staat) wollen am falschen Ende sparen.


    Zitat


    Dass generell wegen Einsparung von Kosten Stellen abgebaut werden,
    ist auch kein Thema, das ich hier dem BFD anlasten würde!


    Weil du wegschaust....


    Die falsche Einsparung spart an den falschen Enden.
    De BFD soll bei dieser FALSCHEN Einsparung helfen!
    Der wesentliche Grund, warum ich diesen ablehne und bekämpfen werde!



    Zitat

    Es ist ein Offenes Thema, dass im Pflegebereich für vorhandenes Personal einfach zu wenig Zeit da ist, sich um die persönlichen Belange von zu Pflegenden zu kümmern. Es werden im Akkord Betten ausgeschüttelt, neu bezogen, die Essen verteilt, usw weil einfach nicht mehr Personal gezahlt werden kann.


    Ein offenes Thema?


    ... dass ich nicht Lache.


    Die mangelnde Versorgung alter abgeschobener Menschen im Altersheim ist für unsere Spaßgesellschaft überhaupt kein Thema- soll kein Thema sein, am allerwenigsten ein offenes!


    Zitat

    Wenn also für die einfacheren Tätigkeiten, die auch mal ein Gespräch sein können, oder von einem Pfleger, Ersatzweise Zivi oder nun BFD mal in den Garten geschoben zu werden, oder jemand liest aus der Zeitung vor oder sonst was, das einfach im normalen Umgang derzeit so nicht bezahlbar wäre, nun durch jemanden ausgeübt wird, der diese Einrichtung nicht 3000 oder mehr Euro Brutto kostet, warum sollte man das dann verurteilen?


    Weil jeder Mensch


    a) Geld zum Leben braucht
    b) und wenn er oder sie arbeitet, dafür so fair bezahlt gehört, dass er anständig mitleben kann.


    Diese simpelsten Grundsätze ehrlichen und fairen Zusammenlebens werden
    von dieser unehrlichen und unfairen Gesellschaft jeden Tag verraten!


    Wenn das bei "einfachen" Arbeiten durch einen miserablen Lohn oder miserable
    "Aufwandentschädigung" wie beim BFD definitiv NICHT der Fall ist,
    dann ist der BFD eine Arbeit, die nicht zum Leben taugt
    und so eine Arbeit gehört auf den Sondermüll der Politik und Gesellschaft!


    Zitat

    Aber ich sehe schon, hier prallen in mehrerlei Hinsicht mehrere Meinungen aufeinander. Du bist hier nur zum Miesmachen, ich versuche auch die Positiven Seiten hervorzukehren.



    Auch wenn du mich da noch nicht mit gemeint hast, ok ich bin hier: Nicht zum simplen rein Miesmachen - auch wenn das so auf dich und andere wirken mag- sondern um hier Klartext zu reden/schreiben und auf die riesengroße unsoziale Ungerechtigkeit in diesem Murksland aufmerksam zu machen. Einem Land, wo hoch (=über)bezahlte Politiker vom angeblichen Wert unbezahlter Arbeit schwärmen, nur damit die noch einige Hundert Milliarden für unnötigen Schwachsinn zum Fenster rauswerfen können.


    Zitat


    Werde also ab jetzt hier nicht mehr weiter mit Dir streiten. Wenn Du mit irgendwem über irgenwas trefflich streiten magst, dann empfehle ich Dir das Gesellschafts- und Politikforum von spin.de - die Community: Freunde kennenlernen, Chat, Forum, Online-Spiele, Dating und mehr - kostenlos da kannst Du über solche Themen endlos diskutieren und Dich einer Gruppe anschliessen, in der Du noch weiter Deinen Frust abladen kannst, aber bitte, verschone mich und die andern, die sich hier zum BFD informieren wollen, weil sie darin eine Chance sehen, aus der Zeit, in der einfach mehr Arbeitssuchende vorhanden sind als freie, besetzbare und bezahlbare Vollzeitstellen, aus dem Chaos ausbrechen wollen,(...)


    Sag mal, glaubst du das selber, was du da schreibst?



    Aus dem Chaos aus diesem verzockten Arbeitsmarkt soll man ausbrechen können, indem man eine mies bezahlte Tätigkeit annimmt?


    Kein Urlaub, keine Kneipe, kaum Kultut, nicht mal ein Volksfest ist mit diesem miesen Geld möglich, dass da für wertvole Arbeit gezahlt wird.


    Wer wenig Geld hat, eigentlich auf Erwerbsarbeit angewiesen ist, bei dem oder der bricht doch erst richtig das Chaos sowohl bei den eigenen Finanzen als privat in der Familele aus, wenn er/sie bzw. die Familie sich gar nichts mehr leisten kann!


    Sag mal wo lebst du?



    Zu deiner Realitätsverkennung passt auch, dass du kritische Stimmen ins Exil aus diesem Forum rausschicken willst, um deine Idylle pflegen zu können.


    Diesen unlauteren Wunsch werde ich dir nicht erfüllen- Sorry.


    Die Gerechtigkeit hat das verdient, dass die Ungerechtigkeiten in diesem Land angeprangert werden, das mache ich inzwischen in 7 Foren und das ist gut so.
    Wo Kirchen, Gewerkschaften, Parteien und Gewerkschaften schweigen lass ich mit nicht den Mund verbieten.





    DER SPIEGEL*1/2011 - Die Hartz-Fabrik[/QUOTE]

  • Ich kann Kleinlok da nur in allen Punkten beipflichten.


    Machen wir uns doch nichts vor. Der Bundesfreiwilligendienst besteht aus Vollzeitarbeitsplätzen, für die man einen Hungerlohn bekommt.


    Jeder der einen Bundesfreiwilligendienst macht, leistet somit einen Beitrag dazu, dass die Arbeit in Deutschland oder gerade die Arbeit im sozialen Sektor auch in Zukunft wenig wert sein wird.


    Ich kann nur hoffen, dass sich nicht genug Leute finden werden, die für circa 300 Euro monatlich, im Fall von Hartz4-Empfängern sogar für nur 60 Euro!!!!! monatlich sich ausbeuten lassen.



  • Freut mich, dass du das ähnlich siehst.


    Der Bundesfreiwilligendienst ift für mich eine Provokation, eine unverschämt angelegte Verdummung des deutschen Volkes. Leider lässt sich bekanntlich viel gefallen (höhere Steuern und Abgaben, Renten- Lohnkürzungen, zwangsweise GEZ und vieles mehr) damit parasitäre Kapitalisten freies Spiel bei ihrem Milliardenscheffeln haben.


    Millionen Menschen sind in diesem asozialen land in die Armut gedrängt worden und täglich werden es immer mehr, die Kirchen und Gewerkschaften schauen zu und halten die Klappe, für die ganzen angepassten Weicheier aus den Sozialverbänden gilt das gleiche.


    Nirgendwo höre ich den Aufschrei, wie sehr mit dem BFD und dem FSJ Menschen betrogen und ausgebeutet werden.


    Da hängt die verlogene Reklame für den BFD
    unangetatstet in den Schaukästen der Werbefuzzies, Slogan



    "Was gibt es erfüllenderes, als gebraucht zu werden?


    Die Idioten hätten lieber schreiben sollen:



    Was gibt es Beschisseneres, als gebraucht und nicht dafür bezahlt zu werden?

  • Zitat von Thor Konnat;219

    Hallo,
    wie der Titel schon sagt stehe ich dem ganzen Konzept des BFD recht kritisch gegenüber.
    Das größte Manko dürfte sein, dass dadurch Arbeitsstellen effektiv vernichtet und Löhne gedrückt werden. Machen wir uns mal nichts vor, wer stellt eine Vollzeitkraft zu Reallöhnen ein wenn er genauso gut einen Billigarbeiter vom BFD bekommen kann ? Richtig, keiner.
    Das nächste Problem in meinen Augen ist das die Bezahlung, oder besser gesagt das Taschengeld. Bei einem Maximum von 330 EUR kann man da gleich nebenbei wieder ALG2 beantragen, bekommt im schlimmsten Fall nichtmal die KdU bezahlt da der "Arbeitgeber" ja einem ein Zimmer zur Verfügung stellt, die Kosten für die reguläre Wohnung bleiben aber. Man zieht ja nicht um nur um da dann 1/2 Jahr zu arbeiten. Hier besteht noch erheblicher Nachbesserungsbedarf. i.


    Ich habe dir bei dieser kritischen Betrachtung zugestimmt, ich sehe das genauso.


    Wie gesagt, halte ich den BFD für eine weitere Form der Lohnausbeute. Was bei den Zivis gewissermaßen per Zwang erfolgte, soll nun auf freiwilliger Basis erfolfgen, ich empfinde das als infam und lächerlich.


    Allein der verlogene PR-Slogan, mit dem vor 1-2 Monaten der BFD beworben werden sollte,
    bringt das auf den Punkt:


    "Was gibt es erfüllenderes als gebraucht zu werden?"


    Liebe Leut und (Un)sinnschöpfer dieser m.E. sehr dämlichen Frage, wenn ihr wirklich so einfältig sein solltet bzw. euch das Publikum so einfältig wünscht, wie euer sozial unbefindlicher Spruch daherkommt, dann gebe ich euch mal folgende Antwort auf eure unehrliche rhetorische Frage:


    Viel erfüllender wäre Arbeit, die sinnvoll ist (wo es sich also lohnt gebraucht zu werden)
    und die ANSTÄNDIG BEZAHLT wird.


    Genau das ist beim BFD definitiv nicht der Fall.


    Ich frage mich, ob diese Spinner in der jeweiligen Werbeagentur, die den oben benannten Spruch fabriziert hat, kein Auto haben oder in der U-Bahn schwarzfahren, weil sie ohne bzw. für wenig Geld arbeiten?
    Ob die auf Urlaub verzichten oder sich noch von Mama & Papa sponsoren lassen?
    Ob die in der Kneipe die Zeche prellen und was die sonst noch so alles anstellen bzw. nicht anstellen können, weil das Geld fehlt.


    Oder ob die einfach so verlogen wie viele Politiker nur anderen nahelegen wollen, dass diese für fast umsonst arbeiten gehen, selber aber für die oben benannte Verdummung kassieren?
    Besonders ärgert mich, wenn Menschen, die selber ein immenses Geld verdienen bzw. bekommen (von Verdienst möchte ich da nicht mehr reden, wie z.B. bei unseren Polit-Hanseln) sich anmassen, anderen Menschen die große Bescheidenheit vorflüstern zu wollen.


    Es ist Geld genug da auf diesem Planeten, Geld genug um alle menschen für sinnvolle Aebeit anständig zu bezahlen, gerade für die Arbeit die gesellschaftlich wirklich gebraucht wird. Das viele, viele, eigentlich viel zu viele Geld ist aber hoch ungerecht verteilt und leider beweisen die, die über das meiste Geld verfügen, dass sie dieses am allerwenigsten sinnvoll für das Gemeinwohl zu investieren bereit sind.


    So erleben wir im Spätkapitalismus aktuell in Echtzeit denanschließenden Vollzug der Verdummung der gesamten Menschheit:


    Weltweit werden die Staatshaushalte in den Keller geritten
    weltweit herrscht Arbeitslosigkeit bzw. gibt es viel zu wenig anständig entlohnte Arbeit
    die Armut breitet sich weltweit aus
    Kriege brechen aus bzw. Krisenherde bestehen ungehindert weiter
    und ökologisch gesehen fahren wir global gegen die Wand


    Der BFD ist nur ein klitzekleines Puzzleteilchen in diesem Makrokosmos der weltweiten Verdummung, Ungerechtigkeit und Ausbeutung. Aber je mehr Puzzleteile dieses hässlichen Bildes verschwinden- um so besser.


    Der Bufdi kann/sollte gehen, bevor er gekommen ist.

  • Zitat von marius;484

    Ich kann Ihnen zusprechen, das Konzept BFD ist durchaus überdenkenswert. Alleine die Tatsache, das astronomische Einstellungsverfahren wie in einem richtigen Beruf gemacht werden, ist pure Frechheit..


    Richtig.


    Ich frage mich allerdings, wie die miese Bezahlung und die scheinbar nicht unerheblichen Anforderungen
    da zusammenkommen soll...


    ... und ob die überhaupt zusammen kommen sollen!


    Generell empfinde ich den Bundesfreiwilligendienst als eine ganz große verarsche und Beledigung arbeitswilliger menschen.
    Die Bundestagsabgeordneten haben sich gerade wieder eine Erhöhung Ihrer Diät genehmigt, mit m.E. verlogenen Argumenten versuchen immer wieder MdBs dieses Vorgehen damit zu rechtfertigen, dass nur bei ein er solchen Erhöhung die unabhängige Qualität ihrer Arbeit gesichert wird, z.B MdB Johannes Kahrs aus Hamburg:


    Zitat

    . Die Abgeordneten sollen wirklich unabhängig arbeiten können. Sie sollen nicht in die Versuchung geraten, sich andere Einkommensquellen zu suchen und dadurch von anderen Menschen und Interessen abhängig werden.


    abgeordnetenwatch.de: Johannes Kahrs


    Einmal davon abgesehen, dass das gar nicht stimmt (nicht wenige MdBs betreiben trotz der aktuellen Diät von 7668 Euro monatlich + weitere Pauschalen eine ganze Reihe von Nebeneinkünften), eine solche Rede ist eine Frechheit gegenüber allen Menschen, die verantwortungsvoll arbeiten und in aller Regel mit einem deutlich geringerem Einkommen auskommen müssen. Budfis sollen für lau arbeiten, während solche Weicheier sich der Versuchung der Korruption ausgesetzt fühlen, wenn sie als MdB nicht mind schlappe 8 Mille aufs eigene Konto bekommen.


    Diese ganze Ungerechtigkeit und Heuchelei stinkt zum Himmel, aber dieses Volk lässt sich das gefallen.


    Und ich glaube da liegt des Pudels kern.


    Genausowenig wie wir in diesem m.E. verlogenen Land Gerechtigkeit und Solidarität erfahren können, genausowenig ist hier noch wirklich etwas von Demokratie zu spüren. Wie gesagt, der BFD ist in meiner Sicht eine Frechheit und das das nicht thematisiert wird, beweist mir nur die verbreitete Duckmäuserei allenthaben.


    Die sozialen Vereine und Verbände (ob die wirklich so sozial sind, ist fraglich), sind bei dieser Duckmäsuerei ganz vorne dabei.
    Die oberen Verantwortlichen kuscheln mit der verlogenen Politik und alles, was ich bisher sowohl von Politik und den Sozialverbänden gehört hat, unterstreicht diesen meinen Eindruck.


    Wo die Ungerechtigkeit verschwiegen und gar mitbetrieben wird, da glaube ich an ein verdecktes, nicht ehrliches aber evtl. wirkunsgvolles Taktieren von seiten der Menschen an der Basis: Vielleicht wird der BFD nicht nur von mir abgelehnt, nur halt verdeckt?


    Das könnte die teils aberwitzigen Bewerbungsanforderungen erklären:


    Man will vor Ort die Bufdis gar nicht, traut sich das aber nicht offen zusagen un der verlogenen Politik ein Kontra zu geben und hofft dann darauf bzw. nutzt die eigenen Spielräume, das es möglichst wenig Bufdis gibt, die sich so infam ausnutzen lassen.


    Denn das soll klar sein: bei ausgedünnten Sozialhaushlaten und weiter drohenden Ausdünnungen ist der BFD
    gut möglich nur ein Testballon, wieweit sich Löhne drücken und arbeitende Menschen für dumm verkaufen lassen.

  • Da kann ich Ihnen absolut beipflichten. Ich bin selbst Bufdi-Anwärter und hielt die ganze Sache mal für eine gute Sache, mittlerweile bin ich da eher geteilter Meinung.


    Problem ist auch, das diese tolle BFD-Werbung lügt, denn den Dienst kann absolut nicht Jeder machen.. das ist in meinen Augen, das größte Problem an der Sache. Vom Gehalt jetzt mal abgesehen, sicher ist es nicht fair für eine Vollzeitstelle so wenig zu verdienen, aber hier liegt auch genau das Problem. Der BFD wird als freiwillige Leistung angepriesen, Du machst etwas Gutes für die Menschen, du als Renter kannst dich sozial engagieren und als Junger Mann kannst Du einen Einblick in die Soziale Welt erhaschen. Fakt ist aber, das das nicht gewollt wird.. kein Arbeitgeber hat darauf Lust, das Jemand einen Einblick wagt und nach 2 Tagen die Schnauze voll hat und geht, daher werden diese Bewerber eh schonmal aussortiert. Prinzipiell geht es nur darum, ob du arbeiten kannst, ob du bereit bist für 400 Euro Netto Vollzeit zu arbeiten.. und wenn du das kannst, wirst du trozdem nicht eingestellt. Weil du anscheind Abitur brauchst um ein Essen auszufahren. Was ein Wiederspruch in sich ist, aber das ist leider Fakt heute und völlig unverständlich für mich. Klar wird es auch gute Stellen geben, aber die sind ist rar. Wenn ich mir unsere Stadt anschaue, ein UKM hat 100 Stellen zu vergeben, davon sind 4!!! vergeben. Das liegt sicher nicht nur daran, das niemand es machen will, ja richtig, es finden sich keine geeigneten Bewerber, weil diese dazu erklärt werden, das Sie ungeeignet sind. Das ist meine Erfahrung mit BFD.

  • Zitat von marius;486

    Wenn ich mir unsere Stadt anschaue, ein UKM hat 100 Stellen zu vergeben, davon sind 4!!! vergeben. Das liegt sicher nicht nur daran, das niemand es machen will, ja richtig, es finden sich keine geeigneten Bewerber, weil diese dazu erklärt werden, das Sie ungeeignet sind. Das ist meine Erfahrung mit BFD.


    Das Werbemotto des BFD sollte geändert werden in:


    Was gibt es zynischeres, als nicht gebraucht und nicht zu bezahlt zu werden?

  • Hi ihr alle...


    im BFD besteht meiner Meinung nach nicht nur das Problem der Ausbeute. Vielmehr sehe ich, als frisch aus der Schule kommender Abiturient, ein großes Problem im fehlenden Kindergeld. Ich wollte eigentlich studieren. Jedoch bekam ich aufgrund zu vieler Bewerber meinen erwünschten Studiengang nicht. (Niedersachsen, Doppeljahrgang 2011) Aber es gäbe ja genug Plätze. Schon mal vielen Dank dafür an die Politik.


    BTT
    Ich habe mich dann nach der Absage (die am 29.7.2011 kam) sehr schnell um eine Alternative bemüht, um weiterhin Anspruch auf Kindergeld und Unterhalt zu haben (Eltern sind geschieden und der männliche Teil ist sehr darauf bedacht sich vor allen möglichen Kosten und Pflichten zu drücken).
    Ich stieß also auf eine Stelle die mir angeboten wurde (ich nenne nicht wo und was es ist, da ich es lieber anonym halten will). Aus den Angaben ging nicht hervor, dass es sich um ein BFD handelt. Anfangs dachte meine Familie und Ich, dass es sich um ein FSJ handeln würde. Als ich jedoch dann den Vertrag in Händen hielt kam der Dämpfer: Vertrag zwischen der Bundesrepublik und mir --> BFD....


    Im Vertrag ist sogar ein extra Abschnitt zu finden, der vom Kindergeld handelt: "Auch für einen Bundesfreiwilligendienst, soll - wenn die übrigen Voraussetzungen vorliegen - Kindergeld gezahlt werden. Eine entsprechende Gesetzesänderung ist in Vorbereitung und soll rückwirkend für die gesamte Dauer dieses Vertrags gelten."


    Das ist alles im Konjunktiv geschrieben und sichert somit gar nichts zu! Es kann auch sein, dass der Gesetzentwurf abgelehnt wird oder Jahre braucht bis er durchgekommen ist.
    Meiner Meinung nach ist der BFD überstürzt und völlig planlos. Der schnellen Aussetzung der Wehrpflicht sei Dank.


    Uns würden dann im Monat das Kindergeld UND die Unterhaltszahlungen fehlen. Der Unterhalt wird wohl nicht mehr gezahlt werden, da ich ein Einkommen von 400 Euro im Monat habe.
    Es fehlen nach meinen Berechnungen um die 150 Euro pro Monat, die wir dringend bräuchten.


    So wird man vom Bund und den Ländern ausgenommen, verarscht und bestraft. Meldet man sich schon freiwillig für so etwas, um die Zeit als Wartesemester angerechnet zu bekommen und wird dann gnadenlos ausgenutzt und darf noch draufzahlen....


    Das kann es doch nicht sein oder?!


    Gruß

  • Zitat von marius;492

    Dann mach ein FSJ, Kindergeldgarantie :)


    Geh lieber normal arbeiten, auch wenn das schwer ist eine anständige und noch sinnvolle Arbeit zu finden.
    Die Ausbeute kann nur enden, wenn sich niemand mehr dafür findet.


    Spätestens. wenn du studieren wirst, wirst du sehen, wie teuer das Leben auch dich dann kommt.
    (Studiengebühren, Miete, Mobilität, etc.). Als Teil der Generation "Praktikum" warten evtl. auch
    noch viele unbezahlte Arbeitsstunden auf dich.


    Wo man eh unfreiwillig ausgenutzt und für dumm verkauft werden soll, satte Gründe dass man sich nicht eine Sekunde freiwillig ausbeuten lässt.

  • Hi @all,


    so langsam kommt mir aber auch alles mehr als merkwürdig vor...


    Zitat von Kleinlok;485

    Man will vor Ort die Bufdis gar nicht, traut sich das aber nicht offen zusagen un der verlogenen Politik ein Kontra zu geben und hofft dann darauf bzw. nutzt die eigenen Spielräume, das es möglichst wenig Bufdis gibt, die sich so infam ausnutzen lassen.


    Da wirst Du Recht haben, Kleinlok.


    Ich suche eine Teilzeitstelle und bin bisher noch nicht wirklich weitergekommen.


    Einsatzstelle 1 reagiert gar nicht auf eine Anfrage
    Einsatzstelle 2 meldet sich auf die Bewerbung hin nicht, dann erst auf nochmalige Anfrage mit der Auskunft, dass es keine Teilzeitstellen gibt (großer Anbieter vor Ort)
    Einsatzstelle 3 schreibt zurück, dass sie keine Erfahrungen mit dem BFD haben (wie auch?), aber immerhin gern bereit wären, sich meine Vorstellungen anzuhören
    Einsatzstelle 4 schickt eine Abwesenheitsmail als Nachricht, danach kommt nichts mehr trotz erneuter Anfrage
    Einsatzstelle 5 vereinbart einen Gesprächstermin (der dann doppelt vergeben wird, aber nun ja... ;-), man ist ja genügsam), kann zu den Stellen aber noch nichts sagen, weil man noch nicht einschätzen kann, ob man Bürgerarbeit anbieten muss (geht dem freiwilligen BFD offenbar vor)
    Einsatzstelle 6 antwortet nicht
    Einsatzstelle 7 zeigt momentan Interesse
    Einsatzstelle 8 steckt immer noch im Beantragungsverfahren


    So, wenn man dann keinen Führerschein vorweisen kann, ist man mit den hiesigen Stellen bald durch - so es die Stellen denn überhaupt gibt! Und dann liest man wieder in der Zeitung, dass die Bufdis ausbleiben... :(


    LG und ich wünsch Euch mehr Glück bei der Suche,


    Pinguin

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