Minusstunden als Bufdi?

  • Ich arbeite seit 01.08.2019 als Bufdi. In meiner Vereinbarung ist eine wöchentliche Arbeitszeit von 39 Stunden angegeben. Nicht ca. oder in etwa sondern exakt 39! Nun nach 3 Monaten wurde mir mitgeteilt, dass ich Minusstunden habe und diese bis zum Jahresende ausgleichen muss. Ich habe nach vorgegebenen Dienstplan gearbeitet, bin nicht eher gegangen oder später gekommen. Das Problem ist das sich der Plan aus mehreren Einsatztätigkeiten zusammenstellt. Ich habe tlws. Spätdienst (von 12:00 bis 00:00) oder früh (10:00-15:00) oder noch diverses andere. Das Problem ist das die Tätigkeiten nicht immer den gleichen Zeitraum umfassen, mal 6 Stunden, mal 4 Stunden, mal nur3! Hinzu kommen noch die freien Tage, so das man den Dienstplan eigentlich nicht so gestalten kann das man auf 39 Stunden kommt!


    Meine Frage:


    1. Muss ich die Minusstunden nacharbeiten? Das wäre nicht möglich, es sei denn ich habe gar kein frei mehr! (Meinen Kollegen geht es übrigens ebenso) Sie sind ja nicht durch mich entstanden!


    2. Ich arbeite nach 20:00, an Sonn- und Feiertagen. Welche Zuschläge (natürlich nicht finanziell sonder mit Freizeitausgleich) gibt es?


    Wer kann mir helfen?

  • Also wenn ich das richtig weiß, bekommst du keine Zuschläge. Finanziell nicht, weil du ja nicht nach einem bestimmten Tarif bzw. festem Stundenlohn arbeitest, sondern im Freiwilligendienst ein Taschengeld bekommst. Freizeitausgleich bekommst du normalerweise für Überstunden. Falls du denkst, dass du überdurchschnittlich oft nachts oder an Feiertagen arbeitest, informiere dich, ob es da bestimmte Regeln gibt, zB dass man alle zwei Wochen Sonntags muss.
    Sprich mit deiner Anleitung über die Minusstunden bzw. dass der Dienstplan so aufgestellt ist, dass du nicht auf die Stunden kommst. Sicher findet ihr dafür eine Lösung und ansonsten hast du sicher auch eine Kontaktperson beim Träger.


    Hoffentlich bist du jetzt ein bisschen schlauer und ich konnte dir helfen.

  • Hallo,

    ja, Minustunden kann es nicht geben. Es handet sich ja nicht um ein Arbeitsverhältnis, sondern um eine ehrenamtliche Tätigkeit auf Vertragsbasis.

    Da muss man mit der Einsatzstelle sprechen.

    Gruss

    Micha

  • Der Dienstplan muß die vertraglich vereinbarten 39 Stunden hergeben, er kann nicht beispielsweise nur 36 Stunden anführen und damit automatisch 3 Fehlstunden pro Woche schaffen, die durch Überstunden abgearbeitet werden müssen. Sie gestallten ihren Dienstplan? Er ist nicht durch die Einsatzstelle vorgegeben? Ihre Angaben sind ungenau, bitte ergänzen sie!


    Wenn sie freie Tage haben, durch die sie anscheinend überrascht werden, wieso haben sie dann kein frei mehr um ggf. Fehlstunden abzuarbeiten?

    Überrascht sie die Einsatzstelle mit freien Tagen oder weniger Arbeitsstunden als vorgesehen, dann hat die Einsatzstelle das zu verantworten und nicht sie.


    Der Bundesfreiwilligendienst geschieht immer unter Betreuung/Aufsicht/Anleitung einer ihnen von der Einsatzstelle zugeteilten Fachkraft. Diese Person ist tatsächlich bei Nachtschichten und Feiertagsarbeit anwesend?


    Sie sind weder Arbeitnehmer, noch sollen sie einen ersetzen, das hat die Einsatzstelle dem Bundesamt versichert. Nachtschichtarbeit und Feiertagsarbeit deutet darauf hin, das man sie als Arbeitnehmer einordnet und nutzt und möglicherweise unbeaufsichtigt. Oder sie machen das freiwillig weil sie ein Nachtmensch sind und Feirtage sie langweilen?


    Sie sind kein Arbeitnehmer, bekommen kein Gehalt, also auch keine diversen Gehaltszulagen.


    Sie haben das Recht NEIN zu Nachtschicht- und Feiertagsarbeit zu sagen und ggf. die Einsatzstelle ohne Angabe von Gründen zu kündigen.

    Sie sind kein Ersatz für fehlende Fachkräfte, die das leisten sollten.

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!