Übernahme diverser Kosten

  • Hallo.


    1. Meine Frage lautet, ob die Dienststelle gesetzlich VERPFLICHTE ist, die Kosten für eine Unterkunft zu übernehmen, oder ob dies im Ermessen der Einrichtung liegt. Kann die Einsatzstelle vorschreiben, wieviel Zuschuss ich zur Wohnung bekomme? Wie verhält sich das bei Heimschläfern im Elternhaus?


    Kann der Betrag der Verpfllegung auch ausgezahlt werden, wenn ich nicht in der Einrichtungsspeisung essen möchte?Gibt es dort einen Festbetrag, ähnlich dem Zivildienst?


    MfG

  • Hallo nocheinmal,


    so wie es momentan aussieht, ist die Dienststelle nicht gesetzlich verpflichtet, Kosten für eine Unterkunft zu übernehmen.
    Aber was meinst du mit: kann die Einsatzstelle vorschreiben, wieviel Zuschuss ich zur Wohnung bekomme? Was für einen Zuschuss? Wohngeld? Oder Abgeltung durch die Einsatzstelle für eine nicht zur Verfügung gestellte Wohnung?
    Wenn die Einsatzstelle eine Unterkunft zur Verfügung stellt und du dies nicht wahrnehmen willst, sondern zu Hause bei den Eltern schlafen willst, dann hast du keinen Anspruch auf Abgeltung.


    Zur Verpflegung: der Betrag zur Verpflegung kann (Ermessen der Einrichtung) ausgezahlt werden, wenn du nicht dort essen willst. Einen Festbetrag gibt es nach dem derzeitigen Sachstand nicht.


    Gruss,


    M.T.

  • Zitat von Gast;143


    [...]so wie es momentan aussieht, ist die Dienststelle nicht gesetzlich verpflichtet, Kosten für eine Unterkunft zu übernehmen. [...]



    Hallo,


    schade eigentlich, denn das würde ein Platz im BFD wesentlich aktraktiver machen. Das Taschengeld soll max. 330 Euro betragen. Hinzu kommt eine pauschale Förderung von 200 Euro vom Bund. Da ja Kindergeld weg fällt kann man also maximal 530 Euro bekommen. Für 530 Euro 'ne Wohnung zu unterhalten, Verflegung und Freizeit. Naja wird knapp, könnte aber gehen.


    Die Fragen die ich mir nur stelle sind: Warum maximal 330 Euro? "Ermessungsfreibetrag" der Träger?!
    Wie ist das wenn ich in Rostock wohne, aber in München meinen BFD machen möchte. Kann ich mir 'ne Wohnung suchen die evt. nach dem "Ermessungsfreibetrag" unterstützt wird, oder muss der Träger mir eine suchen/stellen?


    Viele Grüße
    Sebastian

  • Hallo,


    die Rechnung ist nicht ganz richtig: Bei dem Taschengeldbetrag von 330 Euro für den BFD handelt es sich - wie richtig gesagt - um den Maximalbetrag. Realistisch sind 150 Euro. Die Förderung von 200 Euro allerdings erhält die Einsatzstelle, nicht der Freiwillige!


    Das Taschengeld soll soviel wie beim FSJ betragen; und das waren bishere so um die 150 Euro. Die Träger haben hier Ermessen.


    Was die Wohnung anbelangt, so soll die Einsatzstelle eine stellen bzw abgelten. Aber ein Muss ist das nicht. Das bietet der Träger dann nach seinem Ermessen an. Wenn du z.B. im Kindergarten den BFD machst, dann ist es nicht üblich, dass du dort übernachtest. Der Kindergarten ist auch nicht verpflichtet, die eine Wohnung zu bezahlen.


    Fazit: Man sollte sich vorher genau erkundigen, was der Träger bietet und dann einen Träger suchen, der das bietet, was einem gefällt.

  • Okay, d.h. 150€ bekomme ich definitiv. Leute, das kann nicht sein das ein Mensch, der 40 Stunden in der Woche arbeitet mit 150 Euro abgestraft wird, ob er nun zu Hause wohnt oder nicht. Das ist Menschenunwürdig...
    330 Euro, wovon 150 Euro als Taschengeld abgehen. 120 Euro bleibt also beim Träger.
    200 Euro bekommt nochmals der Träger als Förderung. D.h. 320 Euro für den Träger.
    40,6 % bezahl der Träger noch an Sozialbeiträge.


    Zitat

    Rentenversicherung 19,9 %, Krankenversicherung 15,5 %, Pflegeversicherung 1,95 % (bzw. 2,2 % bei Kinderlosen), Arbeitslosenversicherung 3,0 %


    und was ist mit § 2 Nr. 4 :

    Zitat

    [...]für den Dienst nur unentgeltliche Unterkunft, Verpflegung und Arbeitskleidung sowie ein angemessenes Taschengeld [...] erhalten


    Ich denke schon das es ein MUSS ist!



    Ich finde es echt krass, das auf der Hauptseit geschieben wird das die Leute bis zu xxx Geld bekommen obwohl es gar nicht stimmt. Alles nur Halbwahrheiten. Naja auch Logisch. Wer will schon für 150€ arbeiten gehen und ob der Träger die Wohnung bezahlt oder nicht, bleibt ihm überlassen...

  • Hallo!


    An sich sollte man mit allem auskommen: Unterkunft und Verpflegung frei und Taschengeld. Ergänzend kann man ja noch Leistungen nach dem SGB II beantragen (Hartz IV).
    Na, trotzdem kann man das wohl nicht mit einem 1 Euro Job vergleichen. Es geht ja wohl in erster Linie darum, etwas Gutes zu tun und dadurch auch einen Gewinn für die eigene persönliche Entwicklung zu erlangen. Wer das nicht will, kann doch gleich mit der Ausbildung oder dem Job beginnen.


    Gruss


    Gabi

  • Hallo,


    ich glaube hier werden Einsatzstelle und Träger verwechselt.
    Die Einsatzstelle zahlt das Taschengeld, bietet eine Unterkunft/Verpflegung bzw. eine Ersatzzahlung dafür und zahlt die SV-Beiträge. Also muß man sich beiden Einsatzstellen genau informieren, was dort geboten wird.
    Der Träger, bei dem sich die Einsatzstelle angeschlossen hat, ist verantwortlich für die päd. Begleitung und Seminardurchführung. Der hat mit der Zahlung von Geldern an den Freiwilligen nix zu tun.
    Man sollte sich bei der Einsatzstelle genau informieren, welche Aufgaben man zu erledigen hat. Das kann sich von Einsatzstelle zu Einsatzstelle sehr unterscheiden. Es ist schon ein Unterschied ob man für ein Taschengeld die gleiche Arbeit wie ein Angestellter macht oder aber sinnvolle Zusatzaufgaben, die ohne einen Freiwilligen in der Einsatzstelle nicht gemacht werden können.

  • Zitat von Gast;157


    Es geht ja wohl in erster Linie darum, etwas Gutes zu tun und dadurch auch einen Gewinn für die eigene persönliche Entwicklung zu erlangen. Wer das nicht will, kann doch gleich mit der Ausbildung oder dem Job beginnen.


    Gabi


    Du weißt schon für wen der BFD gedacht ist? Ein Mensch der 50+ ist, wird sicherlich nicht eine neue Ausbildung anfangen. Für viele Menschen war das erste richtige "Gehalt" das vom Zivildienst. Mit diesem Geld war es ein erster Schritt in Richtung Selbstständigkeit. Wohnung, Arbeit, bald Studium... Nun muss ich, wenn ich nicht sofort Studieren will, neben dem BFD zum Amt gehen um mir Zuschüsse geben zu lassen? Es ist zwar keine alternative zum 1 Euro Job, aber viel mehr, ist es auch nicht.


    Leider, wie ich erfahren habe, gibt es noch keine Stellen für den BFD. Das notwendige Gesetz muss erst im Bundestag beschlossen werden.

  • das kindergeld fällt nicht weg!


    schade eigentlich, denn das würde ein Platz im BFD wesentlich aktraktiver machen. Das Taschengeld soll max. 330 Euro betragen. Hinzu kommt eine pauschale Förderung von 200 Euro vom Bund. Da ja Kindergeld weg fällt kann man also maximal 530 Euro bekommen. Für 530 Euro 'ne Wohnung zu unterhalten, Verflegung und Freizeit. Naja wird knapp, könnte aber gehen.


    Die Fragen die ich mir nur stelle sind: Warum maximal 330 Euro? "Ermessungsfreibetrag" der Träger?!
    Wie ist das wenn ich in Rostock wohne, aber in München meinen BFD machen möchte. Kann ich mir 'ne Wohnung suchen die evt. nach dem "Ermessungsfreibetrag" unterstützt wird, oder muss der Träger mir eine suchen/stellen?


    Viele Grüße
    Sebastian[/QUOTE]

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!