Viele Probleme , auch beim zweiten Anlauf...

  • Guten Morgen liebe Forumuser,


    ich weiß, es ist ziemlich früh am Morgen. Aber ich muss meine Sorgen loswerden :(


    Zu meiner Person:
    Ich bin weiblich, 16 1/2 Jahre alt und mache meinen BFD aktuell in einem Altenheim, in dem rund 90 Bewohner aller Pflegestufen leben. Seit dem 15.9.2012 bin ich nun dort. Vorher war ich im Krankenhaus, dort hat man mich aber gezwungen, zu kündigen weil ihnen nach 1. Monat auffiel, dass ich ja keinen Schichtdienst machen kann. Aber andere Geschichte.


    Was mich belastet?
    Dazu muss ich etwas mehr schreiben. Erst einmal die Anfänge in diesem Altenheim. Ich habe wie geschrieben am 15.09 angefangen. Wenige Tage später würde mein Bruder heiraten, daher musste ich das schnell klären. Dazu kam, dass ich die Wochenenden gerne wie mein Freund hätte - er war damals noch in einem Fachkrankenhaus für Behinderte angestellt -
    Seitdem - also seit Anfang an - bin ich für die eine Person, die nur Freizeit haben will und meckert. Bis heute, obwohl ich bis auf 2 wichtige Arzttermine nie mehr gemeckert habe! Beinahe wollten sie mit sogar am Wochenende der Hochzeit meines Bruders Dienst aufbrummen. Ich hatte dennoch beide Tage frei, aus den gemeinsamen Wochenenden mit meinem Freund wurde allerdings nichts.


    Nach der Hochzeit meines Bruders wurde ich schwer Nierenkrank - heute ist es chronisch - den Sonntag nach der Hochzeit ging ich zwei Stunden eher, da ich permanent Schmerzen hatte. Damals wurde ich schon dumm angeguckt. Dann habe ich drei weitere Tage mit Schmerzen durchgearbeitet. Bis es Donnerstagmorgen nicht mehr ging. Ich war auch die Nacht darauf im Krankenhaus, sogar stationär. Leider wurde ich danach öfters krank. Oftmals waren es 4 Tage, an denen ich Arbeitsunfähig war. Es war einmal eine Grippe, dann ein Rückfall wegen der Niere und dann ein Arbeitsunfall - Schulter gezerrt. Auch dort habe ich mit Schmerzen gearbeitet.
    Jedes mal hieß es, ich melde mich zu spät krank! Eine Frechheit. Ich habe mich beim Frühdienst um5 gemeldet, um 7 hätte ich anfangen müssen. Im Spätdienst immer zwischen 8-10:30. Ich fange um 1 an.
    Zudem ich mir wegen meiner öfteren Arbeitsunfähigkeit schon am Telefon dumme Sprüche von Kollegen anhören musste. Daher faxe ich aktuelle Krankmeldungen nur noch.


    Es gab seit dem ich da bin oft Gespräche, die ich hier kurz auflisten werde.


    Gespräch 1: 2 Wochen (!!) nach Dienstbeginn. Dabei waren mein Pflegedienstleiter ( PDL ), Wohnbereichsleiter ( WBL ) und Ich. Es ging darum, dass ich ja nur Freizeit möchte . Ein meiner Meinung nach überflüssiges Gespräch.


    2. Gespräch: Ca. 3 Wochen nach meiner Nierenerkrankung. Dabei waren PDL, WBL, meine Seminarleiterin und ich. Es ging erneut darum, dass ich nur Frei haben will und um die Krankmeldungen. Dort gingen auch die ersten Unterstellungen von wegen "Morgens hab ich auch mal keinen Bock aber man muss arbeiten!" Oder "Geh eher zum Arzt, kann doch nicht sein dass es immer erst um 1 Uhr Termine gibt!" los. Leider stimmt das mit dem Arzt, ruft man um acht an, soll man um 12 zur freien Sprechstunde kommen.


    Gespräch 3: Vor ca. 1 Monat mit PDL, Seminarleitung, meinen Eltern und mir. Diesmal ging es darum, dass meine Kollegen das Gefühl haben, ich sei zu überfordert und ich soll in die Hauswirtschaft gehen. Es wurde mir zudem folgendes vom WBL ( der keinen Bock hatte, dabei zu sein!) unterstellt - ausgerichtet vom PDL - :
    - ich gehe immer eher. Ich bleibe meist etwas länger als acht. Die meisten Kollegen denken allerdings, ich mache bis neun. Aber da ich keine 18 bin...
    - Ich erfülle Aufgaben nicht richtig, sage aber ich mache es immer. Ich lüge also. Zudem ich KEINE Anleitung hatte.
    - Ich seie unkonzentriert bei der Arbeit und denke angeblich immer noch nur an Urlaub. Schon wieder!
    - Ich habe keinen Bock zu arbeiten. Vermutlich wegen der Fehlstunden, die alle ärztlich belegt sind...
    - Andere kleine Lappalien wie ich kann keine Betten beziehen etc. Da wollten Kollegen mir ihre misslungenen Taten in die Schuhe schieben.


    Dann habe ich angesprochen, dass der WBL mir verboten hat, auf die Weihnachtsfeier zu gehen. 3 Tage nach dem Gespräch kam der WBL zu mir und machte mich fertig. Ich seie eine freche, dreiste Lügnerin und wenn ich nochmal lüge , folgt die sofortige Kündigung. Dies sagte er ohne Absprache mit der PDL - wie sich rausstellte.


    Seitdem steht fest, ich möchte nicht mehr in dieses Haus gehen. Folgende Gründe bestärken diese Entscheidung:
    - Am Wochenende dürfen alle sich die Dienste aussuchen. Ich bin von 08:00-16:30 da und mache statt der Pflege die Küche. Was nicht im Bewerbungsgespräch erwähnt wurde.
    - Kollegen äußern nie Kritik, sagen was falsch ist.
    - Ich darf meinen Urlaub nicht nehmen, wann ich es mir wünsche.
    - Andauernd soll ich für andere Wohnbereiche - die selber Bufdis haben - Botengänge von 5km ZU FUSS erledigen. Denn die Kollegen geben ihre Räder nicht her.
    - Bis letzten Monat hatte ich jeden Freitag frei, nun soll ich 13 Tage am Stück arbeiten. Was ich aufgrund seelischer Belastung nicht schaffe.
    - Es wird sich nicht an das Jugendarbeitschutzgesetz gehalten! Selten Ausgleiche, andauernd Schmetterlingsdienste und Pausen darf ich auch nie machen.


    Seit dem 23.12.2012 bin ich nun krankgeschrieben. Aufgrund seelischer Probleme privat und auf Arbeit. Es wird fieberhaft nach einer neuen Stelle gesucht. Allerdings ist meine Seminarleitung bis zum 20.01.2013 im Urlaub und meine Ärztin schreibt mich nicht länger krank.


    Hat jemand eine Idee, was ich tuen kann? Ich suche alles ab, es gibt eine Stelle aber der dortige PDL meldet sich nicht. Zudem ich Angst habe, dass meine jetzige Stelle meine neue Stelle versaut.
    Und ich habe Angst, kein Gehalt zu kriegen, da wir eine Vorauszahlung haben ( bekommen immer am 15 des Monats unser Geld )


    Danke, dass ihr euch die Zeit genommen habt, den Beitrag zu lesen.


    Grüße.

  • Warum suchst du dir nicht mit 16 eine Ausbildungsstelle und machst einen Berufsabschluss?


    Es gibt schon Tage, wo es einen nicht gut geht, aber da steht man drüber und geht trotzdem in die Einrichtung. Auch ich habe gesundheitliche Probleme und bei mir gab es keinen Tag Krankschreibung im BFD.


    Wenn du in einem Heim arbeitest, ist es bekannt, dass die Bewohner auch am Wochenende betreut und versorgt sein müssen, wenn du es nicht möchtest, hättest du dir eine Stelle suchen müssen, wo die Arbeitszeit 8-16 Uhr ist und das Montag bis Freitag.


    Sorry, aber ich kann deine Kollegen verstehen, dass sie so reagieren, zumal der BFD freiwillig ist und keine /r gezwungen wird, ihn zu machen. Vielleicht ist es da besser, du kündigst selber, denn wie ich so aus deinem Bericht lese, hast du eh nicht großes Interesse an der Arbeit im Heim und jemand anderes, der Lust dazu hat, würde eher die Stelle nehmen.

  • Um solche Antworten zu kriegen, habe ich den Beitrag nicht gestartet aber gut.



    Ich kam mit 15 aus der Schule. Für alle Ausbildungen die mich interessieren muss man mindestens 17 sein. Abitur fiel für mich aus persönlichen Gründen aus.
    Mir wurde beim Bewerbungsgespräch alles schön geredet. Ich mache nur Pflege und gehe mit den Bewohnern in den Park, sagte man mir.


    Nun ersetze ich jedes Dienstwochenende die Hauswirtschafterin- was beim
    Bewerbungsgespräch nicht die Rede wert war. Ich möchte auch am Wochenende mal Spätdienst machen und nicht permanent früh. Machen die anderen in der Pflege ja auch ...daher habe ich an sich mit Dienstwochenende kein Problem. Und aufgrund zwei Dinge habe ich schonmal erwähnt, dass ich die Hauswirtschaft nicht übernehmen möchte.


    Um dort ausgenutzt zu werden, habe ich mir den Bufdi nicht ausgesucht. Und hätte ich damals Probegearbeitet, hätte ich mir dieses Heim sicherlich nicht ausgesucht. Denn was soll ist bitte verständlich daran, dass man mir eine Lüge und Unterstellung nach der anderen in die Schuhe schiebt?

  • Im BFD hast du Probegearbeitet, denn auch während der Zeit hast du Probezeit. Somit stand dir auch am Anfang die Entscheidung frei, den BFD weiterzumachen oder zu beenden.


    So wie du schreibst, ist es kein Wunder, wenn deine Kollegen sich so gegenüber dir verhalten.

  • Ich musste den BFD machen da es für mich keine andere Alternative gab.


    Rede mal nicht so herablassend, anscheined hast du meinen Beitrag nicht genau gelesen. Woher willst du auch wissen, wie ich auf Arbeit bin? Auf Arbeit sage ich selten was, mache alle Drecksaufgaben.
    Wenn du ein Problem mit mir hast, kannst du das auch per Mail klären, denn ich habe diesen Beitrag gepostet, um Hilfe zu kriegen.

  • Ich würde an deiner Stelle einfach kündigen. Wenn es dir nicht gefällt und es einfach nicht passt, ist das halt so. Finanziell kann es ja nicht so dramatisch sein mit 16 sind deine Eltern unterhaltspflichtig, bzw. wohnen die meisten in den Alter ja eh noch zu Hause. Suche dir in Ruhe eine andere Stelle. Wenn es einfach nur um Arbeit und Geld verdienen geht, gibt es ja auch andere Lösungen. Es muss ja kein Bufdi sein. Hast du schon nach anderen Mini Jobs gesucht? Versichert bist du ja sowieso über deine Eltern, also das kann auch nicht das Problem sein.
    Wenn du eh schon psychisch und physisch belastet bist, dann such dir doch lieber erstmal ein ruhigen Job mit wenigen Stunden. So hast du auch dein "Taschengeld" und genug Freizeit um dich vernünftig und in Ruhe um eine Ausbildung zu kümmern. Warum gehen alle erst ab 17?? Und selbst wenn, frag in den Betrieben ob du schon mal ein Praktikum machen kannst! Dann kannst du in den Job reinschnuppern und hast gleich etwas Erfahrung + bessere Chancen bei Bewerbungen.
    Quäl dich nicht so rum, nutze deine Energie sinnvoll =)

  • Ich habe deinen Artikel schon richtig gelesen, jedoch sieht man mit 40 vieles anders.


    Du bist wie Zelena schreibst abgesichert, also kannst du den Vertrag kündigen.


    Ich habe mich bewußt für einen Bürojob in einen Verband entschieden gehabt, da ich aus verschiedenen Gründen in keiner Betreung (Altenpflege, Kinderpflege usw) arbeiten möchte und kann. Somit hatte ich 21 Stunden die Woche und 173,25 € als Taschengeld. Da nun bei mir der BFD vorbei ist, nach 13 Monaten, bin ich weiterhin ehrenamtlich in dem Verband aktiv.


    P.S. : Wenn du keine kritischen Antworten verträgst, warum hast du da einen Beitrag verfasst.

  • Du bist kein Einzelfall. Auf meinen 2,5 Wochen Bildungsseminar gab es zwar alle Varianten von "Sehr zufrieden" bis "Habe schon die Kündigung eingereicht"



    Fakt ist, dass viele Einrichtungen billige + dumme Arbeitskräfte wollen. Es ist ganz einfach so. Wie will man von einer 16 Jährigen verlangen einen richtigen Arbeitsvertrag auszuhandeln ( absolut legitim ) etc. Ich bin 21 und hab Abitur gemacht und die 2-3 jahre bis 18-19 machen in Sachen Geistiger Reife eine Menge aus ( keine kritik an dich ;D ) .
    So wie du das schilderst kann es durchaus sein wie gesagt kein Einzelfall. Ich habe das ganze selber durch in meiner Klinik. 3/4 Bufdi's haben innerhalb von 3-4 Monaten gekündigt. Nun bin ich der einzige hier ( allerdings von anfang an andere Abteilung ) . Einen der Bufdi's kannte ich seit vielen Jahren und der ist mit Sicherheit nicht dumm/faul whatever.
    Ich krieg echt nen Hals wenn ich lese, dass irgendwelche 40 Jährigen behaupten man hätte es wissen müssen oder man muss sich zur Arbeit aufraffen.



    Bist du auf das Geld angewiesen ? Das wäre echt blöd :-/ Ansonsten kündige noch heute. Denn wie du das beschreibst macht dich die Arbeit kaputt. Such dir lieber nen 400 Euro Job, da arbeitest du 2x die Woche und hast mehr Geld für weniger Arbeit. Ich mache mein BFD nur wegen einem lückenlosen Lebenslauf, aber sicher nicht wegen der Kohle.

  • Hallo,


    a) denke ich, dass auch euch jungen Leuten bekannt sein sollte, dass die Bewohner der Heime auch am Wochenenden betreut werden wollen und müssen. Dieses hat nichts mit dem Alter zu tun.


    b) Gut beim BFD verdient man nicht viel Geld, sondern erhält nur ein Taschengeld, aber wenn man sich für die ehrenamtliche Arbeit entscheidet, egal ob FSJ, BFD, Ehrenamt mit /ohne Aufwandsentschädigung, sollte man auch bereit sein, außer der Reihe (wie am Wochenende) zu arbeiten.


    Auch bei uns finden an einigen Sonnabenden Veranstaltungen statt, da muss man auch mal den Sonnabend Zeit haben und dort die Leute betreuen.

  • Es steht außer Frage das die Bewohner am Wochenende ebenfalls betreut werden müssen. Tut allerdings nichts zur Sache, weil es


    a) Nicht im Arbeitsvertrag steht
    und
    b) Es Gesetzlich nichtmal erlaubt ist


    Man muss auch mal auf sein Recht bestehen und grade junge Leute werden oft schamlos ausgenutzt. Man bedient sich hier ganz einfach der Unwissenheit und oft der abhängigkeit der Angestellten sei es FSJ, BFD, Ausbildung oder Praktikum. Außerdem gibt es in diesem bereich BFD FSJ doch fast nur Stellen in der Pflege ... --> Hoffnungslos unterbesetzt , es wird eine billige Arbeitskraft gebraucht. Klar kann man auch woanders als in der Pflege arbeiten, aber diese Stellen sind mehr als rar und wenn dann werden 1-3 Stellen vergeben und dann da ranzukommen ist nicht leicht. (ganz zu schweigen von der Entfernung zur Einsatzstelle)


    Naja ist auch egal. Das Problem ist, dass jede Einrichtung die vorher Zivi's nehmen durfte auch automatisch BFD'ler bekommen kann. Die Zivis hatten aber nen dickes Gesetzbuch, dass nach Bundeswehr Art so ziemlich alles von Gehalt - Arbeitskleidung umfasste. Im BFD gibts das nichtmehr und kaum einer aus der Personalabteilung hat nen Schimmer was den rechtlichen Aspekt angeht.

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!