Wer ist mit seinem BFD rundum zufrieden ? - Auf was kommt es an?

  • Hallo,


    Wie konntet ihr herausfinden, welcher BFD der richtige für euch ist? Eher, dass der BFD im Rahmen der Fähigkeiten liegt oder in dem, was beruflich evtl. daraus entstehen könnt? Was machten euren BFD gerade so interessant?


    Ich selbst bin noch auf der Suche...Bewerbungen stehen noch aus, Interesse wurde allerdings bekundet..Ist halt noch Urlaubszeit ..


    Liebe Grüße, Traumfrau :rolleyes:

  • Hallo, bin 20 Jahre jung,neu hier und möchte auch mal (zur Abwechslung) etwas Positives hier reinschreiben. Wie ich hier lesen konnte, sind alle nur am meckern oder chronisch unzufrieden mit ihrem Dienst - es geht aber auch anders! Es ist eine Frage der Einstellung und der eigenen Ziele, wie man den Dienst empfindet. Ich erzähle einfach mal meine ersten Erfahrungen, bin erst relativ kurz im BFD in Köln in einem Seniorenheim (über Seniorenheime wird in diesem Forum besonders gerne hergezogen). Allerdings ist vertraglich geregelt, dass ich keine internen Informationen weitergeben darf,weshalb ich keine genauen Angaben,wie Namen und Adressen hier aufführen werde. Zur Bewerbung: Habe eine aussagekräftige Bewerbung an die AWO geschickt, in der ich beschrieben habe, dass ich zur Überbrückung der Zeit nach dem Abi bis zur Ausbildung etwas Sinnvolles im sozialen Bereich machen möchte. Wurde sofort eingeladen, es wurde alles gut erklärt, wurde sofort eingestellt für (fürs erste) 6 Monate, kann aber auch verlängern. Am ersten Tag ging es direkt los, zuerst war ich erschrocken über den Geruch, der im Seniorenzetrum ja normal ist. Aber man gewöhnt sich dran. Mir wurde alles gezeigt und arbeite hauptsächlich in der Küche (das heißt, ich bereite das Frühstück vor und kümmere mich um alle Menschen im Speisesaal und auf den Zimmern). Nach wenigen Tagen hat man alle Namen drauf und man muss vor allem lernen, wie man mit jedem Bewohner umzugehen hat. Es gibt beispielsweise viele Demente bei uns, aber auch eine psychisch kranke Dame,die gerne mal alle Schwestern (und mich) als Hu** beschimpft und alle möglichen Sachen vorwirft. Da muss man lernen, richtig mit solchen Menschen umzugehen und sowas auf gar keinen Fall zu Herzen zu nehmen. Ich bekomme 330€ Taschengeld inklusive 60€ Verpflegungsgeld und arbeite 39Std/Woche immer von halb 8 bis 15 Uhr ! Und dann ist auch wirklich Feierabend für mich! Ich muss nie länger bleiben, komme aber freiwillig auch früher,wenn ich weiß,dass es viel zu tun gibt. Ich arbeite jedes zweite Wochenende (Sa&So) und bekomme darauf sofort 3 Tage infolge frei und kann mir das auch persönlich einteilen,wenn mal was Wichtiges ist (zB ein Bewerbungsgespräch etc.). Das heißt also, ich arbeite immer eine ganze Woche durch, aber darauf die Woche nur 2 Tage (Donnerstag und Freitag,dann ist wieder Wochenende :D). Die Kollegen sind alle super nett, wir haben uns direkt alle geduzt und jeder hilft mir, wenn ich Fragen habe. Dass man plötzlich in der Pflege helfen muss, ist nicht normal und nur dann erforderlich, wenn man wirklich bereit dazu ist und keine Scheu hat. Das Legen usw. von Bewohnern ist mir streng verboten, da ich keine Ausbildung habe und im Falle eines Sturzes etc. ich richtig Ärger kriegen könnte. Bisweilen habe ich beim Waschen von einer Dame zugeschaut und geholfen, was zuerst Überwindung kostet, aber völlig normal und wichtig ist, um Druckgeschwüre usw zu vermeiden!
    Mein Fazit: Die Arbeit im Bundesfreiwilligendienst ist NICHT dazu da, sein Taschengeld aufzubessern oder einfach was zu tun, weil einem die Eltern im Nacken hängen oder aus sonstigen Gründen. Man sollte den BFD als Herausforderung für die eigene Persönlichkeit sehen, seine Grenzen kennenlernen und vor allem sehen, was Arbeit überhaupt bedeutet! Man lernt viel Verantwortung zu tragen, hilfsbereit zu handeln und seine eigenen Eitelkeiten zu vergessen! Vor allem habe ich sehr viel über mich selbst gelernt - die meisten Menschen in Deutschland sind sehr Ich-bezogen und denken nur an ihr eigenes Wohl, ich war genau so ein Mensch! Jetzt traue ich mir sehr viel mehr zu und habe größeres Selbstvertrauen erlangt. Die Menschen geben mir sehr viel Dankbarkeit zurück und ich habe viele Damen/Herren ins Herz geschlossen. Man muss lernen, sich selbst aufzuopfern für das Wohlergehen der anderen. DAS lernt man im sozialen Engagement. In diesem Sinne, möge euer Charakter an der Herausforderung wachsen!:)

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