Resümee meines Bundesfreiwilligendienstes

  • Hallo erstmal,
    ich möchte in diesem beitrag gerne mein problem darstellen. zunächst würde ich aber gerne ein kleines resümee ziehen, da mein dienst in den nächsten 2 - 3 wochen ausläuft. 1. ich habe wirklich gedacht, dass es mir schwer fallen wird patienten zu pflegen + waschen ect. dies war aber nicht der fall! im gegenteil ich wurde sogar für meine arbeit gelobt unteranerem weil ich wenig berührungsängste gezeigt habe! mir hat wirklich die gesamte arbeit am menschen gut gefallen. aus diesem grund würde ich soetwas jederzeit wieder machen ;) 2. bin ich wirklich gut mit der schichtarbeit zurecht gekommen! man gewöhnt sich an alles ;) 3. was ich weniger gut finde ist die tatsache, dass man wirklich keine halbe stunde im minus sein darf. weil sonst muss man nach dem dienst nochmal reinkommen und die restlichen stunden reinarbeiten. und 4. muss ich leider sagen, dass ich von manchen kollegen nicht gut behandelt wurde :(. es ist halt das altbewährtes klischee (Praktikanten sind für die "drecksarbeit" da) und so wars leider auch meist...während meine kollegen im dienstzimmer waren musste ich möglichst auf allen 3 glocken gleichzeitig sein. und wenn ich mal ein bisschen zu lansgam war, wurde ich gleich mal darauf hingewiesen, mich doch etwas zu beeilen. ansonsten haben sich fast niemand darum gekümmert sich mit mir gut zu verstehen! ich wurde in kein gespräch mit einbezogen, es wurde immer an mir vorbeigeredet...wie wenn ich luft wär. und wenn dann mal was ansteht und übergabe gemacht werden muss nach jeder schicht muss ich dann schaun, dass sie in ruhe ihre übergabe machen können und so bekomme ich natürlich nichts davon mit! und wenn ich dann im laufe des dienstes mal etwas nicht weis z.b. was der patient hat, ob er nüchtern bleiben muss usw. bekomme ich schon wieder meinen ärger. und genau aus DIESEM grund würde ich den dienst nicht mehr machen. außerem kommt die bezahlung auch noch dazu ;) die bei mir wirklich mau ist.


    Nun zu meinem eigentlichen problem! ich stecke zur zeit in einer wirklich großen zwickmühle! im moment weiß ich nicht wirklich, was ich nach meinem bundesfreiwilligendienst machen soll. aus diesem grund versuche ich zweigleisig zu fahren. im august darf ich in einer großen firma ferienarbeit leisten, wenn ich mich gut anstelle, werde ich evtl. im oktober übernommen. zudem würde ich gerne nochmal an die schule gehen und mein abitur nachholen sprich, die 13 klasse besuchen. das mit der ferienarbeit ist abgeklärt aber das mit der schule nicht. ich habe mich im märz an der schule angemeldet und alles ausgefühlt, was anfiel. an dieser speziellen schule ist es üblich, vor den sommerferien 2 -3 wochen an einem art "seminar" teilzunehmen. damit man einfach bestimmte arbeitstechniken lernt, die dort in der schule normal sind. zudem kommt, dass jeder der nen zweite fremdsprache hat 4 kleines tests schreiben muss mit hilfe deren geklärt wird auf welchen level man sich noch befindet!
    als ich mich angemeldet habe, habe ich mich 4x!! informiert ob diese wochen für mich pflicht sind weil ich ja praktisch ein "quereinsteiger" bin. jedesmal wurde mir versichert, dass ich nur mit hilfe einer eigens geschriebenen anmeldung von mir dort dran teilnehmen kann. nun ja, im mai habe ich nochmals in der schule angerufen ob alles in ordnung wäre. mir wurde dann gesagt, dass sich etwas geändert hab. nämlich, dass ich doch dran teilnehmen muss! nun ja, so ging ich zum ersten treffen (letzte woche). dort wurde alles geklärt usw. ich hab mich dann zusätzlich noch bei einem lehrer informiert. dieser meinte, dass ich sooft kommen soll wie es mir möglich ist!
    So, ich ging zu meinem betreuer im krankenhaus und schilderte ihm mein problem. er sagte, ich solle das mit meiner station ausmachen. und jetzt weiß ich nicht was ich machen soll. wie gesagt, ich arbeite da noch ca 3 wochen und wenn ich zu diesem seminar nicht erscheine, werde ich nächstes jahr nicht zum schuljahr zugelassen. zur zeit haben wir auf der station sowieso schon ziemlich den personalmangel...trotzdem würde ich wirklich erne auf diese schule gehen. soll ich wirklich meine zukunftspläne wegen der arbeit im krankenhaus schleifen lassen? mein betreuer hat mir gesagt, dass er mir 3 tage frei gibt als "vorstellungsgespräch". mehr kann er aber auch nicht tun. und meine kollegen auf station haben auch kein verständnis dafür. ihnen ist egal, was ich in meiner zukunft mache. im moment arbeite ich im krankenhaus und muss mich an die regeln halten! zudem ham sie gesagt, dass da niemand meinen dienst übernehmen wrid an dem ich da weg bin...das da sicherlich keiner für MICH einspringen will! ich habe mir in der zeit im krankenhaus nie was zu schulden kommen lassen, kam immer pünktlich und wollte nie eher nach hause! ich war nur einmal kurz krank...ansonsten habe ich mich immer reingequält, so schlechts mir auch ging! :( vielleicht kann mir da ja jemand bisschen helfen ;) ich würde mich über antworten wirklich freuen.


    PS: tschuldigung für den langen text ;)
    LG

  • Hast Du noch Resturlaub? Wenn ja, würde ich den nehmen. Der steht Dir ja zu. Und mich wundert sowieso immer wieder, dass Bufdis als reguläre Kräfte eingesetzt werden. Das ein Bufdi eine Vertretung braucht, ist echt schon ein dicker Hund!


    LG Mona

  • das dürfte gar kein Problem sein: beantrage "schriftlich" bei deinem Träger unbezahlten Urlaub für die benötigten Tage.
    Das muss genehmigt werden. Man darf Bufdis in deinem Alter u. deiner Situation keine Steine in den Weg für die Zukunft legen.
    Viel Erfolg!

    Morgen wurde ich geboren
    Heute lebe ich
    Gestern hat mich umgebracht
    (Parviz Owsia)

  • hey ihr :)
    danke für eure tollen antworten! ich habe es mit meinem arbeitgeber folgendermaßen ausgemacht: ich bekam für diese woche frei und muss aber dafür, wie regulär geplant, am wochenende arbeiten. nächste woche MUSS ich trotzallem zu meine letzten seminar gehen. was ich nicht unbedingt schlecht finde. so sieht man wenigstens paar bekannte gesichter und kann sich mit anderen bufdis austauschen ;)
    außerdem hat sich meine chefin bei mir, für gewissen unnötige kommentare seitens mancher kollegen, entschuldigt! sie meinte, dass meine zukünftige berufsplanung natürlich an erster stelle steht und sie mir nicht im weg stehen möchte!
    Mfg


    Kartoffelbrei

  • Hallo,
    12 Monate sind vorbei.Meine Erfahrungen sind doch gemischt.Ich hätte durchaus verlängern können -habe es aber nicht getan.Mir persönlich hat die Zeit und die Arbeit durchaus etwas gegeben,aber gleichzeitig gefallen mir einige grundsätzliche Dinge nicht.
    Beispiele: -Arbeitsvertrag nur ganz,ganz allgemein-kommt man erst später drauf-somit für alle Arbeiten einsetzbar.
    -selbst 40 Wochenstunden -Stammkräfte 39 Stunden warum?
    -24 Urlaubstage -Stammkräfte wesentlich mehr
    -vor längerer Zeit mußten aus gründen der Personalkosten Stammkräfte auf 6 Stunden zurückgehen-gleichzeitig werden
    Freiwillige eingesetzt.
    -die nicht einheitliche Entlohnung bei verschiedenen Anbietern
    Für mich wurden einfach vollwertige Arbeitsplätze durch Freiwillige und andere Zeitarbeitskräfte ersetzt.Kann wohl nicht der Sinn der Sache sein.Hier wird der Prozeß der Billigarbeitskräfte eindeutig gefördert.Die realisierten Arbeiten waren keine Hilfsarbeiten bzw. unterstützende Tätigkeiten.In sehr vielen Fällen erfolgte ein absolut selbständiges Arbeiten-in den meisten Fällen sogar ohne Kontrolle
    der Fachkräfte.Hier stimmt doch einiges nicht.
    In der Hoffnung auf Besserung

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