Vom Bundesfreiwilligendienst zur Zwangsarbeit

  • Hallo Forum Teilnehmer,


    ich, 51 Jahre jung nahm am 01.02.2012 im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes freiwillig und ohne zwang vom JC (hier eine kommunale Einrichtung) bei dem Malteser Hilfswerk in Osnabrück eine Stelle an. Wie das Amt diese Tätigkeit durch eine Sachbearbeiterin in der Leistungsabteilung die mich bis auf das Blut hasst pervertierte, möchte ich hier kurz schildern:
    Fakten:
    Ich erhalte 210,56 € pro Monat seit Februar 2012 von den Maltesern (162,95 € sogenanntes Taschengeld und 47,31 € Essensgeldzuschlag)
    Seit August 2011 arbeite ich als Küchenhilfe für 160,00 € im Monat. Diese Arbeit verrichte ich parallel zum BUFDI Dienst da der Minijob auf Dauer ausgelegt ist.


    Die ursprüngliche Überlegung von mir und meinen damaligen Vermittler war, das ich auf jeden Fall den Freibetrag von 175,00 € erhalte und eigentlich einen Freibetrag von 100,00 € plus 20% von 60,00 € aus dem Minijob. Das war gelinde gesagt ein grober Denkfehler........


    Einen Freibetrag von 175,00 € gibt es laut Leistungsabteilung für mich nicht. Es werden beide Einkommen zusammengezogen und ich erhalte nur den Freibetrag von 100,00 € plus 20% von 270,00 €.


    Neuste Schikane: ich fahre tagtäglich mit dem Bus von mir aus nach Osnabrück zu den Maltesern. Die Fahrkarte kostet 58,60 € im Monat. Zuvor wurde die Karte erstattet und ab April 2012 soll ich die Karte vom den 100,00 € Freibetrag bezahlen !!!!! Ist doch super. Momentan laufen nur durch den BUFDI Dienst, 2 EA beim SG und bald die 3. wg. Fahrtkosten. Hättet Ihr noch Lust darauf ?


    Bei der Erwähnung, dass ich bald den Job kündige da ich 1. nichts dazu verdiene und ich 2. nur Scherereien habe ,wurde ich von besagter Dame erpresst und genötigt mit den Worten: wenn Sie kündigen Herr S...... werde ich persönlich dafür Sorgen, dass Sie sanktioniert werden. Wie Ihr sieht: vom Freiwilligendienst zur Zwangsarbeit !!!!!!


    Was haltet Ihr davon ? Ich freue mich auf Antworten.


    Herzlichen Gruß

  • Hallo


    ich bekomme auch kein Fahrgeld weder Essenzuschlag bezahlt, aber es ist mir egal, ich habe den Freibetrag von 175 € und somit das volle ALG2, solange ich keinen andren Job finde


    Durch deinen Minijob und BFD bist du einen regulären Arbeitsvertrag eingegangen und somit ist das JC berechtigt, dir Sanktionen aufzuerlegen,wenn du selber kündigst. Dieses ist ja auch so, wenn du einen Job auf den 1. Arbeitsmarkt kündigst.


    Lg

  • Leider ist die Vorgehensweise des Jokecenters im Bezug auf das Fahrgeld rechtlich okay.


    Übersteigen die tatsächlichen monatlichen Aufwendungen einen Betrag i.H.v. 115 Euro,
    sind stattdessen die tatsächlichen Aufwendungen abzusetzen und zusätzlich dazu ein
    Freibetrag von 60 Euro monatlich.


    Das betrifft auch das Fahrgeld. Dies ist im Grundfreibetrag bereits enthalten und
    nur wenn du über diese 115 Euro kommst muß dir mehr annerkannt werden.



    Was das Taschengeld und den Minijob betrifft muß Rechnung wie folgt aussehen:


    Bufdi Taschengeld: 175 €
    Job: 160€
    = 335€
    - 175€ erhöhter Grundfreibetrag lt. § 1 Abs. 7 ALG II-V
    - 12€ Freibetrag nach § 11b Abs. 3 SGB II für das den normalen Grundfreibetrag (100€) übersteigende Erwerbseinkommen (hier 60€)
    = 148€ anrechenbares Einkommen

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