Bundesfreiwilligendienst und Anrechnung bei Hartz 4 ????

  • Hallo, ich war Anfangs sehr motiviert einen BFD in einem Altenpflegeheim durchzuführen. Ich habe eine Stelle über 40 Stunden ab 15.03.2012!!!
    Ersteinmal für 6 Monate bewilligt.
    Ich bin 39 Jahre jung, männlich.


    Vom Träger bekomme ich 300 Euro Taschengeld.
    + Verpflegungskostenzuschuß 50 Euro
    + Geldersatzleistung 72 Euro.


    Meine Fahrtkosten zur Stelle betragen 93 Euro.
    Wer kann mir sagen was mir am Ende davon zusätzlich neben meiner Hartz 4 Leistung übrig bleiben muß.
    Hat jemand vieleicht derzeit eine ähnliche Stelle und kann mir genau sagen was mir in meinem Fall bleibt?


    Gibt es eine Möglichkeit einen Fahrtkostenzuschuß für den ersten Monat zu bekommen bis zur ersten Taschengeld Zahlung? Das Arbeitsamt stellt sich total quer.

  • Die Fahrtkosten für den ersten Monat kannst du beim JobCenter beantragen. Ist allerdings eine "kann" und keine "muss" Leistung. Es handelt sich hier um eine Förderung aus dem Vermittlungsbudget gem. § 45 SGB III. Allerdings ist es ganz wichtig, daß du sie "vor" Beginn der Maßnahme beantragst! Also in deinem Fall würde es ja noch hinhauen. Solltest du einen negativen Bescheid erhalten, so kannst du dagegen Widerspruch einlegen. Ob der allerdings dann positiv entschieden wird ist fraglich, s.o. (keine "muss" Leistung)
    Es gibt ein Formular hierfür. Und: siehe auch meinen Thread zu diesem Thema:
    http://www.bundes-freiwilligen…ald-antreten-achtung-351/
    Von deinem o.a. insgesamten Verdienst bleiben dir leider nur 175,-- € übrig. Der Rest wird dir komplett auf dein ALG II angerechnet.

    Morgen wurde ich geboren
    Heute lebe ich
    Gestern hat mich umgebracht
    (Parviz Owsia)

  • Ja, danke erst einmal für deine Antwort.
    Wie gesagt die Stadt in der ich wohne ist sehr arm. Und es wird versucht überall dran zu sparen. Darum gibt es auch so viele Probleme beim arbeitsamt zustehende Leistungen durchzusetzen. Die stellen sich total quer was Fahrtkosten angeht. Ich war schon 3 mal deswegen da. Es ist noch nicht einmal ein Vorschuß möglich sagen die. Und überhaupt die Stelle hat einen Umfang von einer Vollzeit Beschäftigung. Dann habe ich nur neben der Fahrkarte ein Taschengeld von 82 Euro im Monat. Das kann doch nun wirklich nicht der Sinn sein. Ich überlege den fall evtl öffentlich zu machen damit mal das Thema in der Presse diskutiert wird.
    Und auch unsere Frau van der Leyen dazu mal Stellung beziehen muß.


    Die Gesetzgebung dazu ist ja derzeit ein Wirrwar. Das mal entwirrt werden muß.
    Außerdem heißen doch die Zulagen extra schon Geldersatzleistung und Verpflegungsmehraufwand. Und man hat ja nun mal auch irgendwo mehr Kosten. Seih es an Kleidung die öfter gewaschenwerden muß, wg der Infektionsgefahr im Altenheim. Dort muß Privatkleidung getragen werden. Dafür ist das Geld doch auch irgendwo gedacht.

  • Tja, bei ALG II ist halt alles ein wenig anders!




    Nachtrag: mir ist eingefallen, daß du als Bufdi eine Fahrkarte für Auszubildende/Studenten bekommen kannst. Zur Sicherheit erkundige dich bei deinem Verkehrsbetrieb.
    Bei mir macht das immerhin einen Unterschied von 20,50 € aus!

    Morgen wurde ich geboren
    Heute lebe ich
    Gestern hat mich umgebracht
    (Parviz Owsia)

  • hallo Thomastaxi, hole dir einen Antrag beim Verkehrsverbund, lass ihn dir von der Einsatzstelle abstempeln.


    Aber ACHTUNG: Er zählt nur für Monats- /Wochenkarten und nicht für ermäßigte Einzelfahrscheine bzw. 4er Karten.
    Ich bekomme kein Fahrgeld erstattet, das ist im Kreis Bautzen nicht vorgesehen und man kann sich ja ne Einsatzstelle im Ort suchen, nur ich wohne in einen Ortsteil und habe 4 km Weg in die Stadt. D.h. im Winter und schlechten Wetter mit dem Bus und im Frühjahr / Sommer mit dem Rad.


    Ich gehe nur Teilzeit und habe 173,25 €, somit nütze ich den Freibetrag zum "Leidwesens" des Jobcenter voll aus.


    Lass dich vom Jobcenter nicht entmutigen, ich habe es 8 Tage später bei der Eingliederung und in der Leistungsabteilung bekannt gegeben, dass ich Bufdi mache, so konnte ich kein Ablehnung von denen mehr bekommen. *gemein ich weiß*

  • Ja, erstmal Danke für Eure beiden Antworten.
    Das mit der verbilligten Fahrkarte habe ich auch gehört und wollte das jetzt machen. Ich habe mich an den örtlichen Betreiber gewandt der DVG Duisburg, .. und bei der Telefonhotline die Auskumft bekommen das man da ein Young Ticket für bekommen kann. Als ich das dann aber im Hauptbahnhof (Der Hauptstelle der DVG) dieses haben wollte bekam ich zur Antwort das es das jetzt nicht mehr gibt. Da man ab dem 1. 1.2012 ja auch mehr Geld bekommt. (175 statt 60 euro). Es wäre jetzt gleichgestellt mit dem Wehr und Zivildienst.


    Mit der Arge ist alles klar das ich das machen kann.
    Nur die Duisburger Arge ist wohl ein Fall für sich. Da bekommt man nicht so einfach etwas gefördert wenn man es braucht, und sich um Arbeits bemüht hat.


    Leute die aber keim Bock zum Arbeiten dagegen haben bekommen Schulungen bezahlt die 4000 Euro kosten, um diese Faulen Hartzer wohl zu bestrafen. Das habe ich selber gerade erlebt als ich die 6 monatige Ausbuildung in der Altenhilfe über die Arge gamacht habe. Da waren Leute bei die nie vorhatten zu Arbeiten in dem Beruf. So wird das Geld verpraßt.
    Und das kann ich eben da überhaupt nicht verstehen. Darum will ich um eine Verbesserung der Anrechnung des BFD auch ggf öffentlich aufmrksam machen.

  • Guten Morgen, ich wollte heute nur schon einmal darauf hinweisen das ich mich nun an die CDU/CSU Pressestelle mit einer E-mail gewendet habe. Bei Antwort Stelle ich mein Schreiben und die Antwort hier ins Forum.


    Sg Thomas

  • Thomastaxi, das mit dem Young Ticket würde ich mir schriftlich geben lassen, daß das angeblich nicht geht. Und dann würde ich mich an den Vorstand wenden. Ich persönlich glaube nicht, daß die Auskunft korrekt ist, daß das nicht mehr gilt.
    Und wie wäre es hiermit?


    Sozialticket | Tickets & Tarife | Duisburger Verkehrsgesellschaft AG


    Schliesslich bist du ja im ALG II Bezug!

    Morgen wurde ich geboren
    Heute lebe ich
    Gestern hat mich umgebracht
    (Parviz Owsia)

  • Ja, erstmal Danke für deine Bemühungen und Hilfe.


    Das sozialticket kenne ich und habe ich schon gehabt. Damit geht nur für 29,90 Euro die Preisstufe A. Bei den verbleibenden 12 Arbeitstagen in diesem Monat bräuchte ich dafür je ein Zusatzticket für hin in Rückfahrt. Das Zusatzticket kostet 2,40 euro mal 24 Fahrten sind dann 57,60 Euro + 29,90 für das Sozialticket = 87,50 euro.


    Das bringt also nicht soviel. Und wenn ich dann doch mal auf am WE in die Nachbarstätte möchte müßte ich jeweils ein weiteres kaufen. Diese Rechnung war nur für den halben Monat. Sozialticket Stufe B gibt es nicht.

  • So, ich habe heute morgen Antwort von der CDU CSU Fraktion wegen meinem Anschreiben bekommen.
    Neben viel Blabla zuerst steht da ganz eindeutig drin das Fahrtkosten nicht aus den 175 Euro zu bestreiten sind sondern das Arbeitsamt diese als Aufwendungen ebenfalls als zusätzlich frei anzuerkennen hat.
    Nachfolgend nun mein Anschreiben:


    Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr,



    ich habe mit freude zur Kenntnis genommen das für Alg2 Bezieher das Taschengeld bei der Teilnahme an einem Bundesfreiwilligendienst erhöht wurde. Nachdem ich über das Arbeitsamt eine 6 Monatige Weiterbildung als Altenpflegeassistent/Alltagsbegleiter absolviert habe, habe ich es nun geschafft, das ich über einen BFD in einem großen Düsseldorfer Altenpflegeheim Erfahrungen sammeln kann.



    Der BFD ist zunächst auf 6 Monate vertraglich festgelegt worden. Das DRK ist der Träger.


    Ich kann diese Stelle zum 15.03.2012 nun antreten. Nach einer längeren Arbeitslosigkeit ist dieses wieder eine Chance für mich in diesem Bereichj Fuß zu fassen.


    Guckt man sich Die finanzielle Situation allerdings genauer an, blicke ich eher immer noch frustriert auf die wenige Unterstützung seitens der Arge und über die hohe Anrechnung auf das Alg 2.



    Vom Träger bekomme ich 300 Euro Taschengeld. Daneben 50 Euro Verpflegungskostenzuschuß und 72,00 Euro Geldersatzleistung.


    Ich brauche dazu eine Monatskarte der DVG Duisburg der Stufe B für die Strecke von Duisburg nach Düsseldorf. Diese Fahrkarte kostet mich 93 Euro im Monat. Eine verbilligte Fahrkarte von der DVG bekomme ich nicht dafür. Die Stelle hat einen Vollzeit Umfang von 40 Stunden, und ich bin zusammen mit dem Pendelverkehr über 11 Stunden täglich außer Haus.



    Nach dem Kauf der Fahrkarte habe ich noch 82 Euro mehr im Monat als jemand der gar nichts tut.


    In dem Altenheim wird keine Kleidung gestellt. Man muß einfache Privatkleidung tragen.


    Wegen der erhöhten Infektionsgefahr muß natürlich auch häufiger gewaschen werden als sonst. Und man braucht schon eigentlich robuste Kleidung, welche auch mal auf 60 Grad gewaschen werden kann.


    Außerdem bin ich den ganzen Tag unterwegs, kann z.B nicht mehr zur Tafel gehen, oder nach günstigen Discounter angeboten gucken und diese vergleichen. Warmes Mittagessen muß teurer erworben werben, und somit wg. der hohen Anrechnung nicht mehr drin.



    Wenn ich das Richtig verstanden habe dann bleiben mir nur die 175 Euro vom Taschengeld für den ganzen Aufwand. Und das kann ja wohl nicht so gewollt sein von Ihnen mit der Gesetzesgebung, oder ?


    Ich habe bei der Arge angefragt ob Fahrtkosten wenigstens für den ersten Monat übernommen werden können. Oder ich einen Alg 2 Vorschuß bekommen kann um mir die Fahrkosten leisten zu können. Ich bin damit bis jetzt 3 mal auf Granit - Ablehnung gestoßen.



    Ich hoffe Sie können meine Situatiojn nun ein wenig verstehen. Zum einen möchte ich daher von Ihnen wissen ob dieses Gesetzt wirklich so ist...(nur 175 euro bleiben mir) oder ob da was falsch ausgelegt wird.


    Die Zahlungen heißen doch extra schon Taschengeld, Verpflegungskostenzuschuß und Geldersatzleistung.....


    Und dann werden diese trotzdem als Einkommen im Hartz 4 Bezug bis auf den Freibetrag voll angerechnet ???



    Ich kann einfach nicht glauben, das das so geplant war, und Sie sich jetzt dann zufrieden zurücklehnen mit dem Gefühl einen großen Anreiz hier für Hartz 4 Bezieher geschaffen zu haben einen BFD zu machen.


    Zumindest die Fahrtkosten dürften nicht von den 175 Euro zu zahlen sein finde ich, und für das Wäsche waschen und Privatkleidung nutzen müßte die Geldersatzleistung auch frei bleiben.


    Und der Verpflegungskostenzuschuß ist bei einer solchen Vollzeit Stelle doch auch nicht ganz anzurechnen...



    Ich würde mich sehr über Ihre Antwort freuen.



    Mit freundlichen Grüßen


    Thomastaxi aus Duisburg (39 jahre)

  • Antwort der CDU/CSU vom 20.03.2011 auf mein Schreiben vom 11.03.2011:


    Sehr geehrter Herr Thomastaxi,



    vielen Dank für Ihre E-Mail vom 11. März 2012 zum Thema Bundesfreiwilligendienst an die CDU/CSU-Bundestagsfraktion, in deren Auftrag wir Ihnen gern antworten.



    Bezieher von Arbeitslosengeld II (ALG II) können am Bundesfreiwilligendienst (BFD) teilnehmen, da der Bezug der Grundsicherung für Arbeitssuchende - das sogenannte Arbeitslosengeld II - dies nicht grundsätzlich ausschließt. Im Falle des Bezuges von Arbeitslosengeld II ist das Taschengeld nach § 11 Abs. 1 SGB II grundsätzlich als Einkommen zu betrachten und anzurechnen.



    Damit der Einsatz für die Allgemeinheit auch für die Bezieher von Arbeitslosengeld II seine Anerkennung findet, hat sich die Union für eine Anhebung der Taschengeld-Freigrenze für ALG-II-Bezieher eingesetzt, die sich im Bundesfreiwilligendienst oder Jugendfreiwilligendienst engagieren. Wir haben erreicht, dass das anrechnungsfreie Taschengeld für ALG II-Empfänger von zuvor 60 Euro auf 175 Euro angehoben wird. Von der Anhebung profitieren Personen, die an einem Bundesfreiwilligendienst oder einem Jugendfreiwilligendienst teilnehmen und ergänzend Arbeitslosengeld II beziehen.



    Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) informiert unter BMAS - Pressemitteilungen - Das ändert sich im neuen Jahr über die wesentlichen Änderungen und Neuregelungen, die zum 1. Januar bzw. zum Jahresbeginn 2012 im Zuständigkeitsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales in Kraft getreten sind. Dazu gehört nach Punkt 1b auch die Anhebung der Taschengeld-Freigrenze für ALG-II-Bezieher:



    „Personen, die an einem Bundesfreiwilligendienst oder einem Jugendfreiwilligendienst teilnehmen und ergänzend Arbeitslosengeld II beziehen, erhalten künftig von ihrem Taschengeld einen pauschalierten Abzug von 175 € monatlich, ohne ihre Ausgaben (für Versicherungen und Werbungskosten) nachweisen zu müssen. Bislang war nur ein Betrag von 60 € vom Taschengeld anrechnungsfrei. Darüber hinaus konnten aber auf Nachweis Werbungskosten und Versicherungsbeiträge abgesetzt werden. Es ist sichergestellt, dass durch die neue Regelung kein Freiwilliger schlechter gestellt wird als nach der bisherigen Regelung.“



    Details zur Neuregelung, die zum 19.12.2011 gesetzlich verankert wurde, entnehmen Sie bitte § 1 Abs. 7 der Arbeitslosengeld II-/Sozialgeld-Verordnung (Alg II-V), die Sie unter http://www.gesetze-im-internet…ht/algiiv_2008/gesamt.pdf nachlesen können.



    Bei Taschengeld nach § 2 Abs. 1 Nr. 3 des Jugendfreiwilligendienstegesetzes oder nach § 2 Nummer 4 des Bundesfreiwilligendienstgesetzes, das eine Teilnehmerin oder ein Teilnehmer an einem Jugendfreiwilligendienst (keine Erwerbstätigkeit) oder Bundesfreiwilligendienst erhält, ist ein Betrag von insgesamt 175 Euro abzusetzen.



    Aufwendungen wie z. B. Fahrtkosten sind vollständig abzusetzen.



    Beispiel: BFD-Einkommen 330 Euro


    Freibetrag - 175 Euro


    Fahrtkosten - 50 Euro


    = 105 Euro (Diese würden auf die SGB II Leistungen angerechnet werden.)



    Einzelheiten der Anrechnung müssen Sie mit der zuständigen Stelle, dem Jobcenter, klären. Eine Überprüfung von Behördenentscheidungen können wir seitens der Fraktion nicht vornehmen.



    Gern können Sie sich auch unmittelbar an das zuständige Fachministerium wenden. Sie können das Bundesministerium für Arbeit und Soziales unter der E-Mail info@bmas.bund.de oder im Internet unter BMAS - Bundesministerium für Arbeit und Soziales erreichen.



    Mit freundlichen Grüßen




    Ihr Team Bürgerservice
    der CDU/CSU-Bundestagsfraktion


    CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
    Platz der Republik 1
    11011 Berlin



    E-Mail: fraktion@cducsu.de
    Internet: CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag: Startseite



    Meinen Namen habe ich nur in meinen Profilnamen geändert. Ansonsten ist das der offizielle Text der CDU.
    Dieser kann auch an die Arge gesendet werden und muß natürlich auch Bundesweit und für jede Arge gelten.

  • Leider ist das eine falsche Auskunft, denn:



    http://www.buzer.de/gesetz/10022/index.htm


    hier im Art. 1 Abs. 1.b) heisst es nämlich:
    Übersteigt die Summe der Beträge nach § 11b Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 bis 5 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch den Betrag von 115 Euro, gilt Satz 1 nicht. In diesem Fall ist vom Taschengeld zusätzlich ein Betrag von 60 Euro monatlich nicht als Einkommen zu berücksichtigen
    Also: erst wenn die Auslagen (Fahrtkosten) den Betrag von 115 Euro übersteigen, dann ja.


    Tja, auch Abgeordnete sind nicht allwissend! Hätte er sich mal das Gesetz richtig durchgelesen....

    Morgen wurde ich geboren
    Heute lebe ich
    Gestern hat mich umgebracht
    (Parviz Owsia)

  • Hallo Penelope, danke für deinen Gesetzesauszug. Wo steht denn bitte dann noch das Verpflegungskostenzuschuß und Geldersatzleistungen von der Arge als Einkommen angerechnet werden dürfen?
    Ich gebe mich damit nicht zufrieden und werde die Rechtslage vollständig klären, oder zur Änderung die betreffende Stelle anregen.


    lg Thomastaxi

  • Huhuhuuuuuuuuuuu, steht im § 11 SGB II:


    (1) Als Einkommen zu berücksichtigen sind Einnahmen in Geld oder Geldeswert

    Morgen wurde ich geboren
    Heute lebe ich
    Gestern hat mich umgebracht
    (Parviz Owsia)

  • Thomastaxi, Fakt ist, daß wir im Vergleich zu einem Geringverdiener bestraft werden. Es ist zu überlegen, ob die offenkundige Schlechterstellung von Leistungsempfängern, die sich dem Bundesfreiwilligendienst zur Verfügung stellen im Vergleich zu Leistungsempfängern, die versuchen, ihr soziokulturelles Existenzminimum durch einen Minijob aufzubessern als verfassungswidrig anzusehen ist. Das wäre eine Klage wert. Aber mir persönlich ist das zu nervenaufreibend......

    Morgen wurde ich geboren
    Heute lebe ich
    Gestern hat mich umgebracht
    (Parviz Owsia)

  • Hallo, ich sehe da überhaupt nich ein das man sich damit abfinden soll. Wenn die Arge mit Ihrem SGB 2 gerne Einahmen als Einkommen werten möchte, müssen von den Einnahmen auch die Werbungskosten absetzbar sein. Das ist überall in der Wirtschaft so, und kann nicht einfach durch ein SGB 2 Gesetz übergangen werden. Ich sehe damit durchaus gute Chancen zumindest vor einem LANDES Sozialgericht Recht zubekommen. Ferner kann nur ein Einkommen angerechnet werden wenn man die Auslagen absetzen kann. Ich bin bei meinem Job 11 Stunden außer Haus und reiche daher auch Belege vom Mittagsimbiß bei der Arge ein.


    Außerdem werde ich sehen das mir auch eine Pauschale für daheimwäsche meiner Privaten Arbeitskleidung gelassen werden muß.
    Ich glaube nicht das ein Landessozialgericht in diesem Fall pro Arge Urteilen würde.
    Eventuell wende ich mich auch mit dem Fall an die Presse. (Bild etc). Alles natürlich nur wenn die Arge die Fahrtkosten außerhalb der 175 Euro nich zusätzlich frei stellt, oder ganz einfach nach meinem Antrag Fahrtkosten übernimmt.


    lg Thomas

  • Als Ehrenamtler, was auch der Bundesfreiwilligendienst (Ehrenamt mit Aufwandsentschädigung) ist man eh beim Jobcenter bestraft. Da zahlen die nichts zusätzlich, sei es Fahrgeld, Essengeld usw., aber auch der Vermittlungsgutschein für private Arbeitsvermittler fällt weg. Das war als €-Jobber (zumindest in städt. Kitas) anders, da habe ich damals alles zusätzlich bekommen.


    Dem Jobcenter ist es am liebsten, dass man daheim sitzt und Däumchen dreht und sich in evt. sinnlose Kurse (wie Bewerbungstraining, Grundlagen PC) stecken lässt. Aber mir egal, ich bin froh, dass es die Möglichkeit eines Ehrenamtes gleich welcher Art gibt, denn mir macht meine Arbeit Spaß und ich sitze (zum Leidwesen des Jobcenters) nicht daheim rum.


    So nun musste ich auch mal meinen (Bautzner) Senf dazu geben:cool:


    Lg und einen schönen Tag
    die Bürozicke

  • an mein liebes Zicklein: GSD sieht das mein JC anders. Meine SB freut sich, daß ich den Bufdi mache. Aber sie ist ja auch eh eine große Ausnahme unter den SB´s, mit ihrer lieben, freundlichen Art. Also kann ich meine Situation nicht mit anderen vergleichen.


    an thomastaxi: du vergisst, daß der Bufdi eine Sonderstellung einnimmt. Du kannst ihn u. das procedere des JC damit nicht mit einem regulären Arbeitsverhältnis oder Minijob vergleichen.
    Solltest du ein Grundsatzurteil erwirken, dann wäre das natürlich großartig.
    Berichte bitte hier im Forum weiter wie es dir ergeht.
    Das finde ich nämlich nicht schön: man gibt Ratschläge hier und erhält fast nie ein Feedback. Das ist selbstverständlich nicht auf dich gemünzt, thomastaxi! Sondern betrifft die vielen anderen hier, die gefragt haben u. sich nie wieder gemeldet haben.
    Seht ihr das auch so?
    Einen schönen, sonnigen Tag wünsche ich noch in die Runde!
    Grüssle, Brischitt!

    Morgen wurde ich geboren
    Heute lebe ich
    Gestern hat mich umgebracht
    (Parviz Owsia)

  • Ja, ich werde mich melden wie es mir ergeht. Zur Zeit ist es ein wenig kompliziert mit dem Zugfahren nach D.dorf. Ständig laufen Personen auf den Gleis rum und es gibt eine Baustelle wodurch es zu Verspätungen kommt. Ich muß jetzt auch erstmal gucken was die Arge so macht nach dem ersten Geldeingang bei mir.


    Heute abend bin ich etwas geschafft. Nicht weil Die Arbeit so schlecht war, sondern eher weil ich in einem kleinen Raum mit 20 Bewohnern Programm gemacht habe. Daher werde ich mich wohl auch erstmal ein paar Tage hier nicht melden. Erstmal sehn wies läuft.


    Gruß Thomastaxi

  • Hallo, ich wollte mal nachfragen ob man um diese 30 Euro behalten zu dürfen eine Versicherung vorlegen muß. Und wenn ja, ob dann nicht auch die von der teuren Fahrkarte absetzbar sind. So das wenigstens 205 anrechnungsfrei dann sind.


    Wenn Kfz Versicherung gilt, müßte das doch auch möglich sein. Denn über dem Fahrpreis werden ja auch alle Kosten welche beim ÖNV Betreiber anfallen anteilig mit bezahlt.


    lg Thomastaxi

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!