BFD zerstört Arbeitsplätze

  • Meine Frau ist Demenzbetreuerin und findet keine Anstellung. Nun haben wir erfahren, dass auf eine Anstellung auf die sie sich beworben hatte, ein BFD-ler eingestellt wurde. Nun wurde ihr vom Arbeitsamt empfohlen selber BFD zu machen! Was soll so was?


    Ich bin der Meinung, dass man genug Arbeitskräfte für die meisten Bereiche finden würde wenn man bereit ist 600,- € netto zu zahlen.
    Aber das funktioniert im Betreuungsbereich nicht, wenn man die Arbeitskräfte für lau bekommt. :mad:

  • Ich finde es traurig, dass sie eine Ausbildung gemacht hat und nun wird eine BFD-ler an so eine Stelle gesetzt, die ihr zustehen würde.

    Morgen wurde ich geboren
    Heute lebe ich
    Gestern hat mich umgebracht
    (Parviz Owsia)

  • Da kann ich Penelope nur zustimmen.
    Aber eins muss gesagt werden: Ein BFDler (oder Bufti) hat nicht die gleichen Erfahrungen und Kenntnisse wie eine ausgebildete Betreuerin.
    Das ist echt nicht in Ordnung...

  • Hallo Liara !
    Genau das habe ich in einem Brief an die Familienministerin auch geschrieben,nämlich,daß die Einsatzstellen z.T. enorm hohe Anforderungen an die Bufdis stellen.Da werden teilweise Fachkenntnisse erwartet,daß einem die Ohren schlackern !! Der Oberknaller ist aber der :ich hatte eine Stelle in einer psychiatrischen Tagesklinik angeboten bekommen und bringe 28 Berufsjahre als Heilerzieher und Ergotherapeut mit und bekam den Job trotzdem nicht,weil ich mit meiner Gehbehinderung nicht in deren Konzept paßte.Zudem bin ich mit 62 nicht mehr der Knusprigste,also hatte ich 2 Handicaps.Der guten Frau in Berlin hatte ich geschrieben,sie solle ihren Worten auch endlich Taten folgen lassen und sich tatsächlich für die Belange älterer Bewerber einsetzen..,habe aber bislang keine Antwort bekommen,selbst der/die persönliche Referent/in schweigen dazu.Meine Kritik geht dahin,daß der frühere ZIVI ja auch keine spezifischen Vorkenntnisse hatte,er wurde -wenn`s gut ging !- seinen Neigungen entsprechend irgendwo hingeschickt und mußte sich schnellstmöglich in die Gegebenheiten einpassen,dann hatte er für 18 Monate seinen Job im Ersatzdienst.Der heutige BUFDI soll Fachfrau/mann sein,alles können,wissen und d a s bringt irgendwann das ganze System zum Stolpern,wartet mal ab !

  • Ich musste in meinem 2 Tägigen Praktiukum schon Leute pflegen. Ein bisschen überfordert habe ich mich schon gefühlt. Vor allem lässt man mich hin und wieder in der Gruppe alleine, sodass ich auf alle Menschen mit behinderung (MmB) aufpassen muss. Ich bin oft überfordert, wenn zum Beispiel ein MmB einen Asthmaanfall bekommt. Wie soll ich da zu Teufel reagieren?! Ich habe gar keine Einweisung oder so bekommen! Da omme ich mir manchmal ganz schön alleingelassen vor... :( ber darauf nimnmt ja keiner Rücksicht ... :(

  • mit Sicherheit, psychubufdi! Nur werden sich sehr wenige dafür melden-freiwillig-. Wenn man bedenkt, dass man von den 175,-- Euronen noch das Fahrtgeld zur Einsatzstelle abziehen muss. Das lohnt sich wirklich nicht.

    Morgen wurde ich geboren
    Heute lebe ich
    Gestern hat mich umgebracht
    (Parviz Owsia)

  • Hallo gruschi, ich kann euern Ärger verstehen. Aber ich kann sagen, dass diese Praxis nicht Rechtens ist. Auf der offiziellen seite www.bundesfreiwilligendienst.de wirbt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit folgendem Text:

    Zitat

    Arbeitsmarktneutralität


    Der Bundesfreiwilligendienst wird arbeitsmarktneutral ausgestaltet. Die Freiwilligen verrichten unterstützende, zusätzliche Tätigkeiten und ersetzen keine hauptamtlichen Kräfte. Die Arbeitsmarktneutralität ist immer dann gegeben, wenn durch den Einsatz von Freiwilligen im Bundesfreiwilligendienst die Einstellung von neuen Beschäftigten nicht verhindert wird und keine Kündigung von Beschäftigten erfolgt. Die Arbeitsmarktneutralität wird vor Anerkennung jedes einzelnen Einsatzplatzes sichergestellt und ständig von den Regionalbetreuerinnen und Regionalbetreuern des Bundesamtes vor Ort kontrolliert.


    Ich denke wenn man will kann man diese RegionalbetreuerInnen aufsuchen und auf die Problematik ansprechen. Ist ja sicherlich kein Einzelfall....

  • mmmh, also ich soll (hab am Montag das Vorstellungsgespräch) am Empfang eines Generationenhauses (Altenheim) sitzen. Besucher empfangen, Telefonzentrale u. Verwaltungstätigkeiten erledigen
    Dazu passt diese Aussage irgendwie gar nicht, finde ich: Die Freiwilligen verrichten unterstützende, zusätzliche Tätigkeiten


    Inwiefern ist der Empfang zusätzlich u. unterstützend? Ich hab noch kein Altenheim ohne Empfang gesehen! Und im telefonischen Vorgespräch hiess es, ich teile mir die Arbeit in 2 Schichten mit einer Kollegin. Also nix mit "unterstützend". Unter unterstützend verstehe ich, wenn ich neben jemand sitze und aushelfe.

    Morgen wurde ich geboren
    Heute lebe ich
    Gestern hat mich umgebracht
    (Parviz Owsia)

  • Was in diesem Falle unterstützende, zusätzeliche Tätigkeit bedeutet kann endgültig nur von einem Juristen geklärt werden denke ich. Ich nehme an dass das Altenheim in diesem Fall sagen kann, dass der Telefondienst nicht Obligatorisch ist und in sofern zusätzlich weil die Tätigkeit sonst "auf alle schulter verteilt währe". Wie gesagt, ich denke die Einzelheiten sind schwer einfach zu sagen und nur von Juristen bzw vllt dem Bundesamt zu beantworten.

  • ich war heute beim Vorstellungstermin u. der Chef erklärte mir, dass er für diese STelle kein Geld bekommen würde; die Pflegesätze seien viel zu hoch, als dass man da noch ne Verwaltungsstelle bekäme. Sie hätten sogar schon Heimbewohne an den Empfang/Telefonzentrale gesetzt, damit überhaupt jemand da war.
    Also ist es wirklich eine "zusätzliche" Tätigkeit.

    Morgen wurde ich geboren
    Heute lebe ich
    Gestern hat mich umgebracht
    (Parviz Owsia)

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!