Mein Leben als Bufdi

  • Nach 10 jahren berufs Erfahrung hatte ich die Idee doch mal mit 26 was neues zu machen also warum nicht etwas im sozialen Bereich.


    Es begann wirklich schwer zwar hörte mann immer das überall leute gesucht werden aber was zu finden?? fehl anzeige ich habe 10 bewerbungen geschrieben.
    4wochen später kamen exakt 2 antworten die eine von der Diakonie die schon in einem unglaublich Pampigen ton "bei nächster gelegenheit wenden wir uns an sie" (belestigen sie uns nicht) und die andere von einem regionalen Verband der mich doch gleich zu einem bewerbungs gespräch einlud.


    das Bewegungsgespräch:
    war mehr als kurz aber freundlich mir wurde alles gezeigt und grob mein "Einsatz Gebiet" erklärt eine Werkstatt betreuen (wahren kontrollieren,verpacken,Arbeit zubeißen,Papierkram und mich halt ein wenig um die leute zu kümmern) und neben bei ab und an ein wenig Fahrdienst klang erstmal nicht so schlecht.


    1 woche später bekam ich eine E-mail das sie mich gerne als Bufdi einstellen würden was mich schon mal freute.


    Der vertrag:
    mir war klar das ich nicht viel verdienen würde knapp 650euro aber ok zu erst kann man sagen das keiner von nichts eine ahnung hatte. keiner konnte mir sagen ob es einen Ausweis gibt oder wann meine 4 Schulungen sind.


    und so begann es;)
    1woche später mein leben als bufdi... in einer Werkstadt für (Menschen mit leichten Psychischen Problemen)


    und ich muss sagen ich hatte keine ahnung was da kommt jetzt nach 3 monaten kann ich nur folgendes Resümee bringen.
    wird regelrecht allein gelassen ich allein mache die arbeit von 3 leuten und das artet oft zu absolutem stress aus ich muss mich im gleichen moment um einen gesammten Werkstattkomplex kümmern und darf die ganze zeit nur durch die gegend fahren und wenn was nicht so funktioniert wie es soll binn ich der Idiot.
    und die Persönlichkeiten die ich als beträuer habe sind sowohl menschlich (Beleidigungen,dumme sprüche usw.) als auch fachlich nicht gewillt irgend was zu machen sie halten sich einfach die arbeit vom Leibe.


    ich für meinen teil muss aber wirklich sagen das die arbeit an sich wirklich schön sein kann, vorallem einen auch innerlich ausfüllen kann aber...


    ...mann kann wirklich sagen das ich mehr als enttäuscht bin...ich hab immer noch keinen ausweise wenn es den so etwas jeh geben wird bzw keine Ahnung wann irgend welche Seminare sind aber... vor allem wenn ich daran denke das man für knapp 40 Stunden die woche und Unmengen Stress nur knapp über 600 euro bekommt hinterlässt das doch einen arg bitteren Geschmack.

  • Hallo ich bin in einen Fsj und da sind auch 2 Buftis in meinen Einführungsseminar gewessen es ist noch nicht raus ob ihr so einen Ausweiß bekommt die 2 hatten einen Zettel den sie in Busfaher vorzeigen das sie ermäßigt fahren dürften.. Ja es ist eine Sauerei kann es gut nachfühlen wie es dir geht ... Hast du keinen Träger worüber der Freiwilligendienst läuft du wirst dich doch damals bei einer bestimmten Adresse beworben haben und die haben dich dann zu deiner Einsatzstelle zugeteilt oder ? Wenn ja ruf da doch mal an eigendlich müsstst du schon einen Zettel zugeschickt bekommen haben wo die Termine drauf stehen wegen den Seminaren und 10 Tage bevor es los geht kriegt man noch mal Post zu welcher Adresse man genau hin muss... So spielt es sich bei mir und unsern Buftis ab kp wie es bei dir sein wird ....

  • Hallo Bufdel.


    Tut mir leid, dass es dir so mies erging. Geht es dir jetzt besser? Gut dass du schon 26 bist, denn bei dir kann ich ruhigen Gewissens davon ausgehen, dass du Ahnung hast vom Berufsleben. Weißt du, dass du innerhalb der ersten 6 Wochen kündigen hättest können?


    Grüße, Mäusegruppe

  • Hallo :)


    Hab mich grad neu angemeldet, um vielleicht auch die ein oder andere Erfahrung meinerseits im Bundesfreiwilligendienst preigeben zu können, da es mir in meiner Einrichtung so überhaupt nicht gut geht. Ich bin 25 Jahre alt und arbeite seit dem 1.11.2012 in einer Kita als Bufdi. Das alles kam, weil ich noch eine Ausbildung machen wollte, aber im letzten Jahr keine bekommen hatte. Also hatte ich mir gedacht, ich nutze meine Zeit sinnvoll und sitz nicht nur mit Hartz 4 zu Hause rum... Die Ernüchterung kam schnell, als mir gesagt wurde, dass ich nur 330€ Taschengeld und 20€ Bekleidungsgeld im Monat vom Träger der Einrichtung bekomme...für ne 40 Stunden Woche... Anfangs durfte ich oft bei den Kindern arbeiten. Ich bin ja zufällig auch gelernte Kindertante :) Dann war ich 2x krank...einmal 2 Tage mit Magen-Darm (ich wurde sogar heim geschickt, wegen der Ansteckungsgefahr) und eine Woche später hatte ich ne schwere Angina. Als ich dann den ersten Tag nach meiner Angina wieder in die Kita gegangen bin, wurde mir gleich mit Kündigung gedroht und mein neues Aufgabenfeld gezeigt. Ich durfte von dem Tag an nur noch ab 14 Uhr bis zum Feierabend (16 Uhr) zu den Kindern. Vormittags musste ich putzen. Überall in den Zimmern (pro Gruppenzimmer 2 Etagen, da die obere Etage der Schlafraum ist) und den kompletten Hortbereich. Ich muss übeall Staub wischen, die Bäder putzen, die Treppen zu den Schlafräumen putzen usw. ... Vor kurzem hat eine Erzieherin einer Gruppe (2-3 jährige Kinder) gemeint, dass sie total zufrieden mit meinem Umgang mit den Kindern ist. Also sie meinte damit meine ruhige, geduldige Art. Seit sie das geäußert hat, darf ich nun den ganzen Tag putzen... :(

  • Ravioli Hey also ich mache meinen BFD seit dem 01.09. in einer Krippe und bin mittlerweile regelmäßig Krank und muss wegen allen möglichen Sachen zum Arzt rennen (da meine Kolleginnen mir sagen das sie dies und das garnicht gebrauchen könnten... kann ich bei einer Krippe verstehen, aber auch in einer Kita...) naja aber ich habe alle 2 wochen mindestens 1 Fehltag weil ich Durchfall bekommen habe, weil ich fieber habe, weil ich Magen-Darm habe... und immer so weiter und liege garantiert 1 mal im Monat richtig Flach... jetzt grade bin ich beim Norovirus angekommen -.- ich könnte heulen sobald ich merke das ich krank werde... naja auf jeden fall habe ich bis heute noch keine Drohung bekommen vonwegen Kündigen oder so. Das ist nicht ok von deiner Einsatzstelle... außerdem ist Krankheit kein Kündigungsgrund.
    Ich würde die entsprechende Erzieherin einfach mal drauf ansprechen ob es einen Grund dafür gibt warum du die Putzfrau spielen musst und ob man da was ändern kann. Wenn es dafür keinen ernst zunehmenden Grund gibt würde ich darauf bestehen mindestens hälfte hälfte zu machen...

  • Hallo Finchen,


    also die Leiterin selbst hat mir die Aufgabe gegeben. Sogar richtig mit Plan. Wann ich zu welcher Zeit im Hort putzen muss, wann ich in der Kita putzen muss, was ich wann putzen muss :( Eigentlich ziemliche Ausbeute, wenn man sich mal überlegt, dass dem Träger nur 20€ Kosten im Monat durch mich entstehen... Die Leiterin meint, dass das halt notwendig ist, weil die Erzieherinnen dafür keine Zeit haben. Im Kindergarten hab ich dafür sogar fast nen bissl Verständnis. Wobei die mich dazu ja auch benutzen, damit se ne Stunde, statt ihrer halben Stunde, Pause machen können. In der Zeit könnten die auch mal was machen. Vor mit waren schon nen paar Bufdis da, die alle wieder aufgehört haben, weil se es satt hatten... Kann ich nur zu gut verstehen. Ich kümmer mich auch intensiv um ne andere Arbeit. Für mich is das dort echt Horror... Jeder Tag dort kotzt mich einfach nur noch an. Werd aber auf jeden Fall mit meinem
    Plan zum Träger gehen und mich beschweren...

  • hmm ok, da das so schlimm ist würde ich das wirklich machen und mit dem Träger über dein problem reden vllt gibt der Träger dir ja ne andere einsatzstelle wenn du den wunsch äußerst und zeigst das du dich selbst schon nach neuen stellen umgeschaut hast. ich drück dir die Daumen :)

  • Hallo Ravioli,
    ich kann dir nur raten: Lass' dir nicht alles gefallen. Hattest du schon ein Seminar, bzw. das Einführungsseminar? Das ist dazu gedacht, Erfahrungen auszutauschen und dort kannst du dich an die Leiter wenden, die dich dahingehennd weiter beraten können.
    Grundsätzlich solltest du dich aber wehren. Rufe deinen Träger an, schildere deine Situation und fordere eine neue Stelle. Ein Bufdi in einer Einsatzstelle ist kein Ersatz für eine Putzkraft. Das ist nicht (ausschließlich) dein Tätigkeitsbereich!


    LG Marius

  • Hallo,


    ich mache auch grade den BFD in einem Altersheim und ich finde es teilweise
    schon krass was man hier so liest, zB dass man wie eine Putzfrau eingesetzt wird? Also das ist ja nun wirklich nicht der Sinn der Sache. Ich zu meinem Teil muss sagen, dass der Verlauf des Dienstes wohl von der Einsatzstelle abhängt, denn in den Seminaren erzählen viele nur gutes über ihre Arbeit.


    Ich bin momentan auch total verzweifelt, da mit meine Einsatzstelle den Urlaub "gekürzt" hat, indem sich auf eine unklare Stelle im Vertrag berufen wurde. Hab in 12 Monaten Dienstzeit 20 Urlaubstage, obwohl im Vertrag 24 standen. Diese gelten plötzlich nicht mehr. Das ist aber nur ein Beispiel dafür, wie mit uns (wir sind mehrere BFDler im Haus) umgegangen wird. Wir werden als billige Arbeitskraft genutzt (was vllt dem ein oder anderen bekannt vorkommt) und ziemlich viel "Drecksarbeit" wird auf uns abgeladen. Ich find das einfach nur schlimm. Leider nutzt es nichts, sich zu beschweren, es scheint immer eine Ausrede vorhanden zu sein.


    Ich persönlich bin dazu leider auch in der Situation dass ich keine Ausbildung o.ä. in Sicht hab, sodass ich nicht einfach kündigen kann und - dem Lebenslauf wegen - auf die Stelle angewiesen bin. Ich hab mir den Dienst ganz anders vorgestellt und bin wirklich schockiert, ich würde es auch keinem weiterempfehlen.


    Mag sein, dass viele gute Erfahrungen machen und eine schöne Arbeitsstelle haben, aber wenn das dann nicht der Fall ist, dann hat man den Salat^^ Ich für meinen Teil wünsche mir einfach nur den letzten Tag herbei und ich werde so glücklich sein, wenn das Ganze rum ist.. es ist echt schade, dass das alles so schief läuft und das ja anscheinend nicht nur bei mir.


    Kommt es euch anderen BFDlern eigentlich auch meistens so vor, als ob ihr Zivis seid? Die meisten bedenken gar nicht, dass man FREIWILLIG arbeitet. Also es eigentlich gar nicht müsste. Zivis mussten ja, und wurden dementsprechend auch so behandelt, leider.

  • hallo click! Ich bitte dich: wehre dich wegen dem gestrichenen Urlaub. Vertrag ist Vertrag. Die "müssen" sich daran halten. Droh denen, du gehst ansonsten vor das Arbeitsgericht. Beim Bufdi müssen die gleichen arbeitsrechtlichen Gesetze angewendet werden wie bei einem "normalen" Arbeitsverhältnis. Also kann man nicht einfach -mir nix dir nix- den Urlaub kürzen! Ich krieg die Krise, wenn ich sowas lese, im Ernst!
    Du könntest auch mal hier anrufen u. fragen, ob die dir vll. helfen können, deiner Einsatzstelle mal den Marsch zu blasen:
    An wen kann ich mich mit Fragen wenden?


    Informationshotline des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA):
    0221 - 36 73 0
    Kontakt per Mail: info@bundesfreiwilligendienst.de




    oder aber, such dir deine/n Regionalbetreuer hier heraus und wende dich an diesen:


    Regionalbetreuer/innen*-*Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben


    Lass dir das nicht gefallen, das ist juristisch nicht okay!
    Gruss u. viel Erfolg, Brischitt


    (melde dich doch bitte, ob du Erfolg hattest)

    Morgen wurde ich geboren
    Heute lebe ich
    Gestern hat mich umgebracht
    (Parviz Owsia)

  • Zitat von click;1037


    Ich bin momentan auch total verzweifelt, da mit meine Einsatzstelle den Urlaub "gekürzt" hat, indem sich auf eine unklare Stelle im Vertrag berufen wurde. Hab in 12 Monaten Dienstzeit 20 Urlaubstage, obwohl im Vertrag 24 standen. Diese gelten plötzlich nicht mehr.


    Also mein Urlaub wurde heute von 20 auf 26 Tagen erhöht. Irgendwie ist das schon alles komisch was man so liest. Macht ja wirklich jeder was er will. Da muss es doch feste Regeln geben, xx Tage Urlaub PUNKT jeder bekommt das gleiche. Dann müsst man sich auch nicht so rumärgern. Wobei ich mich natürlich über die 6 zusätzlichen Tage sehr freue =D
    Auch das man maximal 330 Euro "Taschengeld" bekommt. Es sollte eher heißen Minimal 330... Davon kann man doch net leben, also klopfen am Ende eh wieder alle an die Staatskasse an, denn das Geld reicht grad mal für Miete. Grundsätzlich finde ich diese Möglichkeiten wie BDF/FSJ und Co gut, aber die Regelungen sind alle irgendwie nicht so das Gelbe vom Ei.

  • Zitat

    Auch das man maximal 330 Euro "Taschengeld" bekommt. Es sollte eher heißen Minimal 330... Davon kann man doch net leben, also klopfen am Ende eh wieder alle an die Staatskasse an, denn das Geld reicht grad mal für Miete. Grundsätzlich finde ich diese Möglichkeiten wie BDF/FSJ und Co gut, aber die Regelungen sind alle irgendwie nicht so das Gelbe vom Ei.


    naja du bekommst ja auch noch Essensgeld, fahrt kosten, und wenn du u25 bist Kindergeld bzw kennst ja auch Wohngeld beantragen.


    aber in Anbetracht dessen das man eine 40stunden woche hat und im Grund die Arbeit von voll zeit Kräften ausübt ist der verdienst, und die arbeits rechtlichen Bedingungen einfach Inakzeptabel !

  • Zitat von Bufdel;1087

    naja du bekommst ja auch noch Essensgeld, fahrt kosten, und wenn du u25 bist Kindergeld bzw kennst ja auch Wohngeld beantragen.



    Naja darum gehts ja, viele bekommen nicht ansatzweise das max. Taschengeld und zusätzlich auch nichts! Habe schon viel von Leuten gelesen und was mit denen gemacht wird. Das ist einfach ein Unding! Kein Geld für Essen oder Unterkunft. Dann bescheißen die noch bei Urlaub und einige sollen Fahrtkosten zu den Seminaren auch noch selber bezahlen!
    Die kassieren schön die Förderung vom Staat und freuen sich über tolle gratis Vollzeitkraft... Das kann es einfach nicht sein!


    Und Kindergeld/Wohngeld ist wieder Staatskasse

  • Also dann sind die Leute selber schuld, wenn sie sich nicht wehren. Gut, das mit dem Taschengeld ist alleinig die Entscheidung der Einsatzstelle. Wenn eine Einsatzstelle wenig bezahlen möchte, dann suche ich mir halt eine, mit deren Bezahlung ich besser einverstanden bin. Es ist ja alleinig die eigene Entscheidung. Man wird nicht "gezwungen", in einer bestimmten Einrichtung den Dienst zu absolvieren. Und: ich nehme ja auch nicht den ersten besten Job an (im "normalen" Arbeitsleben), bei dem ich nur nen Hungerlohn verdiene, sondern suche mir das heraus, womit ich meinen Lebensunterhalt gut bestreiten kann. Und was die Unterkunft, Verpflegung und Arbeitskleidung u. Fahrgeld betrifft, so ist das eine "kann-Vorschrift" und keine "muss-Vorschrift" Einzelheiten hierzu sind mit der jeweiligen Einsatzstelle zu vereinbaren.
    Der Urlaub ist gesetzlich vorgeschrieben.
    Vor unterschreiben des Bufdi Vertrages sollte man also schon genau hinsehen, was man unterschreibt! Und wenn es einem nicht passt, bzw. man mit der Einsatzstelle nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommt, dann sucht man sich eben eine andere Einsatzstelle. Ich verstehe das Problem nicht!
    Grüsse, Brischitt.

    Morgen wurde ich geboren
    Heute lebe ich
    Gestern hat mich umgebracht
    (Parviz Owsia)

  • Ich konnte leider vorhin nicht weiterschreiben.
    Selbstverständlich wird niemand dazu gezwungen und man weiß vorher was man dort verdient. Ich kritisiere auch nur das Verhalten einiger Einsatzstellen. Zum Beispiel das Thema der Person dessen Urlaub komplett von der Stelle für Fahrten in Anspruch genommen wurde usw. Man liest so viel und da kann man sich nur wundern, was die Leute sich alle rausnehmen!
    Wenn die schon Arbeiter für Lau haben, dann sollen die wenigstens ein auch den Urlaub lassen und die paar Euro für Seminarfahrten abdrücken. Das ist einfach das letzte, wenn die das nicht gemacht wird.


    Ich bin bislang mit meiner Stelle ganz zufrieden! Ich bekomme sogar, nach mein 25ten Geb. 100 mehr, weil ich dann kein Kindergeld mehr bekomme. Fahrten werden alle bezahlt, mir wurde ein Fahrrad organisiert, Arbeitskleidung bestellt und auch die Arztuntersuchungen die ich für mein Seminar brauche werden bezahlt.
    Und wenn das alles stimmt, find ich Bufdi auch eine gute Sache.

  • Schön für dich, Zelena. Das liest man gerne.
    Nochmal zum Thema: wenn sich die Einsatzstelle solche Frechheiten herausnimmt (Urlaubskürzung, Eigenfinanzierung der Seminar-Fahrten, usw.), nein ich würde es eher sogar "ungesetzliches Verhalten" nennen, herausnimmt, so muss man dagegen vorgehen. Dafür gibt es ja die Möglichkeit, sich an seinen Regionalbetreuer zu wenden. Oder aber an die nächsthöhere Stelle. Mit 100 %iger Sicherheit werden die Einsatzstellen dann abgemahnt. Die müssen sich an die gesetzlichen Regelungen halten und können/dürfen nicht einfach ihr eigenes Süppchen kochen.
    Gesetzliche Grundlage für den Bundesfreiwilligendienst ist das Bundesfreiwilligendienstgesetz.

    Und das ist bindend; für den Bufdi, sowohl als auch für die Einsatzstelle.

    Morgen wurde ich geboren
    Heute lebe ich
    Gestern hat mich umgebracht
    (Parviz Owsia)

  • Jap, sehe ich genau so!
    Daher hoffe ich auch, dass sich das niemand gefallen lässt. Es ist auch wichtig den Leuten, die hier solche Probleme äußern gut zu zureden und ihnen Mut zu machen. Ich bin nur sehr darüber schockiert, dass es so viele negative Berichte gibt und es nicht nur 1-2 schwarze Schafe sind.

  • wahrscheinlich liegt das daran, dass die Mitarbeiter der Einsatzstellen in den seltensten Fällen solch einen Vertrag zu Gesicht bekommen haben, könnte ich mir vorstellen. Die hören "Bundesfreiwilligendienst" und denken sich wohl: ha ja, die müssen alles machen. Und von denen kann man alles verlangen. Mit ihren Festangestellten würden sie sich wohl niemals getrauen, so umzugehen.
    Es ist auch wichtig den Leuten, die hier solche Probleme äußern gut zu zureden und ihnen Mut zu machen-->genau das ist auch meine Meinung, Zelena.

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    (Parviz Owsia)

  • naja es ist das problem das das "Freiwillig" halt nicht in den köpfen der Einsatzstellen und der Mitarbeiter verankert ist viele sind noch im Zivi denken drin ((er muss das ja machen)) was natürlich einen teil des problems darstellt.
    auf der anderen seite hat es auch viel mit Bequemlichkeit zu tun (( soll der der Billige Bufdi das machen))
    das große problem ist einfach das der Bufdi in fast allen Einsatzstellen als billigen ersatz für ne 100% stelle genommen wird, manche machen das aus purem Kalkül vor allem die Großen Verbände. andere wiederum machen es aus Wirtschaftlichem zwang da einfach nicht das nötige geld für eine angestellten da ist.
    wenn ich mir überlege das Einrichtungen die im bereich der psychischen re integration arbeiten dieses jahr fast 40% weniger an staatlischen geldern bekommen dann kann ich auch die wirtschaftliche Notwendigkeit des Dienstes verstehen,oft bedeutet das eben wenn man in kleinen Einrichtungen tätig ist das man einem sehr großem Stress Potenzial ausgesetzt ist.

  • Zitat von Bufdel;1102

    .. das der Bufdi in fast allen Einsatzstellen als billigen ersatz für ne 100% stelle genommen wird..



    Bin seit 3 Tagen Bufdi und habe jetzt schon jeden Tag 9,7 Std. gearbeitet?!
    Lt. Auskunft der "Festangestellten" sei das da immer so.
    "Lohn" dafür sind meine 400 €.
    Stütze oder Hartz4 erhalte ich nicht (Partner verdient zuviel).
    Zudem hätte ich gerne eine richtige Diensthose...
    (die die ich bekommen habe passte nicht). Antwort darauf: "...alle großen Größen sind jetzt schon weg - aber meine Privatjeans geht ja auch". :confused:
    Arbeitsschuhe habe ich auch keine.
    Also, ich bin kurz davor meine Kündigung zu schreiben. :mad:


    Und ja: bin 29, habe einen Berufsabschluss, war 9 Monate beim BUND und habe schon ein paar Jahre auf dem 1ten Arbeitsmarkt gearbeitet. Ich dachte halt, ich tue der Gesellschaft einen Dienst. Aber das das so schon anfängt... :mad:

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