BFD ehrlicher als Zivildienst

  • Hi,
    heute hab ich in der Zeitung gelesen, dass der BFD ehrlicher als der Zivildienst sei. Die Zivis hätten den Verbänden die Türen eingerannt und nun müssten sich die Einsatzstellen selbst um die Freiwilligen kümmern. Zivis frei Haus, diese Zeiten seien vorbei. Nun müsse man "bitte, bitte sagen" und Attraktionen anbieten. Die Freiwilligkeit des Bundesfreiwilligendienstes koste die Verbände mehr Geld und Mitarbeiter. Er sei deshalb ehrlicher als der Zivildienst, weil die Bufdis eine bewusste Entscheidung treffen würden, aus dem Beruf herauszugehen oder ihn weiter hinauszuschieben und das zu tun, was ihnen wichtig sei. Die Zivis seien gezwungen gewesen, dem Allgemeinwohl zu dienen.
    Außerdem hätten die Zivis vielfach Arbeitskräfte ersetzt, wobei dies gerade nicht sein sollte. In der Praxis der Altenheime hätten aber schlicht Leute gefehlt, um die Arbeit zu tun. Diese Stellen füllten nun offen und ehrlich die neuen Bufdis aus.


    Hm, na, ja, jedenfalls zum Teil ist da was dran.


    Gruss,


    Miri

  • Also meine Erfahrungen sind, das viele Ex-Zivi Stellen ohne grobe Probleme durch 400 Euro Kräfte ersetzt werden. Zum Beispiel das Essen-Ausfahren bei den HilfsOrganisationen,.. ich hab mir sagen lassen, das diese Stelle auch nicht mehr für FSJ oder BFS vorgesehen sind, sondern ein sogenanntes "Outsourcing"-Programm durchlaufen und zu 90% machen das nun 400 Euro Kräfte bzw als geringfügig Beschäftigte (SfN, GfB, Minijob) sowie studentische Aushilfskräfte

  • Hi,


    seltsamerweise scheint in meiner Gegend niemand die Zivis zu vermissen, obwohl die Stellen ja nun schon einige Zeit unbesetzt sind. Ich glaub nicht, dass Zivis vorher nichts zu tun hatten, aber da die vielbeschworene Versorgungslücke nun doch nicht klafft, sind die Stellen vermutlich wirklich schon anderweitig besetzt worden.


    Auf die "kurzfristige" :rolleyes: Zulassung als BFD-Stelle wollte sich vielleicht kein Träger verlassen? Das Antragsverfahren dauert anscheinend länger als vom Ministerium vorgesehen. Oder es scheitert am Kriterium der Arbeitsmarktneutralität. :)


    Sofern sich ein Verband tatsächlich um Freiwillige bemüht, ist es sicherlich wirklich ein bisschen anders als früher bei den Zivis. In der Hinsicht hat der Zeitungsartikel dann wohl Recht. Man sollte meinen, wer sich freiwillig meldet, hat Interesse daran und möchte sich irgendwie auch ein bisschen gebraucht fühlen.


    LG,


    Pinguin

  • Ach, hier im Krankenhaus in meiner Gegend, kümmern sich 3 Leute um FSJ bzw BFD.. und brauchen trozdem 5 Wochen um einen Brief, 8km weiter zu schicken.. ok, Poststelle werden Sie haben usw.. aber daran sieht man schon, wie durcheinander das alles läuft. In der Zukunft wird es wieder eine zentrale Vergabestelle geben, da bin ich mir ziemlich sicher.. weil so ist das kein Zustand.

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