Vergleich der Kosten für die Einsatzstelle von BFD zu Zivildienst

  • Hallo,
    ich mache z.Zt ein Praktikum in einer Einrichtung und würde hier auch gerne den BFD machen. Jedoch möchte ich das ganze nicht nur aus idealistischen Gründen machen sondern dabei auch etwas Geld verdienen. Nun hat mir der Chef einen Vorschlag für das Taschengeld im BFD unterbreitet mit dem ich nicht zufrieden bin. Ich möchte schon gerne 300 € Taschengeld + Fahrtkosten + Essensgeld für ausgefallene Mahlzeiten. Also im Prinzip so ähnlich wie beim Zivildienst nur das ich kein Entlassungsgeld, kein Kleidungsgeld und ein etwas geringers Taschengeld (Sold) erhalte. Nun möchte ich dem Chef gerne einen Vergleich der Kosten für eine Zivildienststelle (die ich durch den BFD ersetzten würde) und den für eine BFD Stelle mit o.g. finanziellen Parametern vorlegen.


    Kann mir dabei jemand zumindest im Ansatz helfen?


    viele Grüße

  • Also ich hab folgende Beispielrechnung:
    1. Taschengeld: 300€
    2. Essens-Übernachtungsgeld: 200€
    3. Sozialversicherung: 200€ (für Posten 1+2)
    macht 700€
    Erstattungsfähig sind das Taschengeld und die Sozialversicherungsbeiträge (zusammen 500€) also bekommt die Einsatzstelle für mich als unter 26Jährigen den Höchstbetrag von 250 € erstattet. Man landet bei 450 € an Selbstkosten (in etwa die Kosten einer Zivistelle)


    Nun bekomme ich aber die Unterkunft und die Verpflegung (die Verpflegung nicht regelmäßig) als Sachleistung gestellt. Wer setzt nun den Geldwert dieser Sachleistungen fest? Ich habe Beträge (http://www.lebenshilfe-oberhau…/Sonstige/FSJ-BSJ-BFD.pdf) von 217 € für Verpflegung und 206 € für Unterkunft gesehen. Setzt die Einsatzstelle diese Kosten also nicht selbst fest? Dann würde ein Bufdi für die Einsatzstelle tatsächlich ziemlich teuer werden, da Sachleistungen zwar sozialversicherungspflichtig sind aber nicht erstattet werden. Nur die SVB+Taschengeld werden bis zu 250 € erstattet...


    Liege ich also mit der Annahme, das die Kosten für Unterkunft und Verpflegung nicht von der Einsatzstelle selbst festgelegt werden, richtig?

  • Lies mal hier zu der Frage der Kostenerstattung an die Einsatzstelle: Kostenerstattung und Förderung im BFD und FSJ Für bis 25 Jahre alte Freiwillige werden, wie du schon schreibst, 250 Euro für Taschengeld und Sozialversicherung erstattet.
    Der Wert der Sachleistung muss an sich nach objektiven Kriterien festgesetzt werden. Wieviel ist die gestellte Unterkunft am Markt wert, muss die Frage lauten.
    Aber es ist schon richtig, einer Einsatzstelle verbleiben ca 450 Euro an Selbstkosten. Das war bei den Zivildienststellen ähnlich.
    Gruss,
    Sebastian

  • Ich habe mich um eine BFD-Stelle ab 01.09.2011 bemüht und habe 2 Angebote bzw. Verträge vorliegen, welche aber für mich nicht annehmbar sind.


    Beide Stellen haben eine 40-Std.-Woche. Das Taschengeld soll 180 bzw. 200 Euro betragen. Dazu kommen jeweils 50 und 100 Euro pauschal für Unterkunft und Verpflegung. Das bedeutet, dass ich mit 330 bzw. 350 Euro monatlich klarkommen müßte, was unmöglich ist.


    Also habe ich bei der ARGE wegen Aufstockung Hartz4 vorgesprochen. Die Info die ich dort bekommen habe lautet: "... bis auf 90 Euro wird ALLES auf die Hartz4-Leistungen angerechnet ...Fahrten zur Einsatzstellen sind SELBST zu tragen!"


    DIES BEDEUTET IM KLARTEXT:


    Wer sich für den BFD entscheidet ist SCHLECHTER gestellt als ein Hartz4-Empfänger !!!


    DAS IST MODERNE VOM STAAT GEDULDETE bzw. GEFÖRDERTE SKLAVEREI !!!


    So wird soziales Engagement nicht gefördert, sondern VERHINDERT!

  • Ostsachse67
    Hallo!Ist Dir noch nicht der gedanke gekommen,daß das soziale Engagement nur eine untergeordnete Rolle spielen könnte ?Vielleicht ha-
    ben ja die leute recht,die sagen,daß zukünftig Hartz4-Bezieher in den Dienst hineingezwungen werden ?

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