• Kurze Frage:


    Da ja die "Entlohnung" für den BuFDi mehr als bescheiden ausfällt, wollte ich fragen, ob ein Anspruch auf Zusatzleistungen nach SGBII besteht, also das sogenannte "Aufstocken". Die offizielle Seite kann dazu leider keine gültigen Aussagen treffen.


    Kurz zur Erläuterung: ich bin 32 und würde gerne eine solche Stelle annehmen, jedoch kann ich bei der Miete und anderen Fixkosten meines täglichen Lebens, nicht von 3xx EUR für eine Vollzeitstelle leben. Ich beziehe KEIN Arbeitlosengeld 2.


    Über eine wirklich aussagekräftige Antwort würde ich mich freuen.

  • Hab bei der ARGE gefragt und diese Antwort bekommen :
    Man bekommt nur eine Aufstockung wenn das eigene Vermögen pro Lebensjahr 150,- (inkl. Bausparer etc.) nicht übersteigt. Selbst Kinder dürfen nicht mehr als 3100,- besitzen.

  • Ich habe mich um eine BFD-Stelle ab 01.09.2011 bemüht und habe 2 Angebote bzw. Verträge vorliegen, welche aber für mich nicht annehmbar sind.


    Beide Stellen haben eine 40-Std.-Woche. Das Taschengeld soll 180 bzw. 200 Euro betragen. Dazu kommen jeweils 50 und 100 Euro pauschal für Unterkunft und Verpflegung. Das bedeutet, dass ich mit 330 bzw. 350 Euro monatlich klarkommen müßte, was unmöglich ist.


    Also habe ich bei der ARGE wegen Aufstockung Hartz4 vorgesprochen. Die Info die ich dort bekommen habe lautet: "... bis auf 90 Euro wird ALLES auf die Hartz4-Leistungen angerechnet ...Fahrten zur Einsatzstellen sind SELBST zu tragen!"


    DIES BEDEUTET IM KLARTEXT:


    Wer sich für den BFD entscheidet ist SCHLECHTER gestellt als ein Hartz4-Empfänger !!!


    DAS IST MODERNE VOM STAAT GEDULDETE bzw. GEFÖRDERTE SKLAVEREI !!!


    So wird soziales Engagement nicht gefördert, sondern VERHINDERT!

  • Also die ARGE bzw. derJOBCENTER stockt NICHT auf!!!!!!
    Weil wenn die aufstocken würden wäre der Bundesfreiwilligendienst ein Haupterwerb.
    Der JOBCENTER zahlt ALGII, rechnet diesen als deinen Lebensunterhalt und der Bundesfreiwilligendienst ist nur ein Zuverdienst.
    Somit kommt der JOBCENTER z.B. auch aus der Verpflichtung die Fahrtkosten zu einem Vorstellungsgespräch für eine Bundesfreiwilligenstelle zu bezahlen...
    Gruß
    subu

  • hm, da liegt der Hund begraben!
    von den 300 bzw. max. 330 darf nur ein Teil behalten werden.


    ALG II


    ALG II - Empfänger können grundsätzlich am Bundesfreiwilligendienst teilnehmen, da der Bezug der Grundsicherung für Arbeitssuchende - das sogenannte Arbeitslosengeld II - dies nicht grundsätzlich ausschließt. Entsprechend der Handhabung beim bereits bestehenden Jugendfreiwilligendienst (FSJ/FÖJ) soll vom Taschengeld, das ein Teilnehmer am Bundesfreiwilligendienst erhält, ein Betrag in Höhe von 60 Euro nicht als zu berücksichtigende Einnahme gelten. Dieser Betrag soll somit nicht auf das Arbeitslosengeld II angerechnet werden. Außerdem kann ein volljähriger Hilfebedürftiger vom Einkommen in der Regel nach § 11b Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 SGB II i.V.m. § 6 der ALG II-V einen Betrag in Höhe von 30 Euro monatlich für die Beiträge zu privaten Versicherungen sowie gegebenenfalls Beiträge zur Kfz-Haftpflichtversicherung absetzen. Wegen dieser vom Gesetz vorgesehenen Gleichbehandlung beider Freiwilligendienste ist zudem die Teilnahme an einem Bundesfreiwilligendienst wie beim Jugendfreiwilligendienst als wichtiger persönlicher Grund anzusehen, der der Ausübung einer Arbeit entgegensteht (vgl. § 10 Absatz 1 Nummer 5 SGB II), sodass ein Bezieher von Arbeitslosengeld II, der am Bundesfreiwilligendienst teilnimmt, in dieser Zeit nicht verpflichtet ist, eine Arbeit aufzunehmen.

  • Ab 1.1.2012 gilt für die Anrechnung des Taschengelds von allen Freiwilligendiensten auf Arbeitslosengeld II ein Freibetrag von 175 €, dazu kommen die 30 € für Versicherungen und die Anrechnung der Fahrkosten, die notwendig sind, um täglich zum Einsatzort zu kommen.
    Voraussetzung ist aber der grundsätzliche Anspruch auf Arbeitslosengeld II, also Arbeislosigkeit und Bedürftigkeit.

  • Meine ARGE bzw. JobCenter will auch nichts davon wissen.
    Die Politik hat die Anhebung beschlossen, ABER die ARGE bzw. JobCenter, zumindest die welche für mich zuständige, hat noch keine Dienstanweisung diesbezüglich erhalten...
    Irgendwie komm ich mir reichlich veräppelt vor, denn die Regelleistung war binnen 48 Stunden nach Eingang der BFD-Vereinbarung mit dem Träger gekürzt, aber die Anhebung die wird wieder wochenlang hinaus gezögert!!!!

  • Ich habe letzte Woche mal beim Bundesamt angerufen und nachgefragt,weil das Jobcenter nichts wusste.
    Die gute Frau am Telefon sagte mir,dass diese Änderung des Freibetrages noch nicht durch den Bundesrat wäre und somit noch gekippt werden könnte.
    Heisst also abwarten,ob das wirklich in Kraft treten wird.

  • Hallo Subu,auf Grund einer Operation mußte ich meinen Job aufgeben.Dafür erhalte ich Abfindung.Da mein Gesundheitszustand besser geworden ist habe ich mich entschlossen BUFDI zu werden.Die Abfindung endet aber 3 Monate vor dem Ende der BFD Zeit.dadurch suche ich nach Möglichkeiten eine finanziellen Unterstützung.Rentner kann ich noch nicht werden und die Arbeitslosigkeit beginnt erst nach Ende BFD.
    Wolfgang

  • Der neue Freibetrag von 175 € ist bereits ab 1.1.2012 wirksam, aber die Kosten für die Fahrten zum Einsatzort sind (anders als vorher) in diesem Betrag bereits enthalten.
    Abgesehen von den anderen Möglichkeiten des § 11b Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 bis 5 SGB II gilt:
    Nur wer keine Fahrkosten hat, dem steht der Freibetrag in Höhe von 175 EUR zur Verfügung.
    Der Freiwillige, der zusätzlich Zeit aufwendet, um zum weiter entfernten Einsatzort zu gelangen,
    wird auch noch finanziell bestraft, je größer die Entfernung zum BUFDI Einsatzort ist.
    Bei mehr als 115 EUR Fahrkosten.. ist der Freibetrag: Fahrkosten + 60 EUR.

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