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Soldaten im Ehrenamt

In NRW sollen Soldaten der Bundeswehr im Ehrenamt eingesetzt werden. Die Armee will vermehrt Reservisten für die Katastrophenhilfe und die Bewachung militärischer Anlagen ausbilden. In NRW wurden deshalb aktuell drei Reservisten-Kompanien gegründet.  Sie treffen sich nach der Arbeit oder am Wochenende zu Übungen, ähnlich wie bei der Freiwilligen Feuerwehr oder beim Roten Kreuz. Die Kompanien stehen in Düsseldorf, Ahlen und Unna. Der Chef des NRW-Bundeswehrkommandos in Düsseldorf hofft, dass sich viele Reservisten in ihrer Heimat engagieren wollen.

Anerkennung des Ehrenamtes soll gestärkt werden

Die Bundesregierung will die Anerkennung des Ehrenamtes stärken. Darauf weist sie im Rahmen der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hin.
Sie habe im Oktober 2010 eine Nationale Engagementstrategie beschlossen. Darin sei eine größere Anerkennung und Wertschätzung der Leistungen bürgerschaftlich engagierter Menschen vorgesehen.
Allerdings sei die Anerkennung nicht allein staatliche Aufgabe, sondern auch die Wirtschaft, Bürgergesellschaft, Stiftungen und Medien müssten hier mitwirken. Zudem weist Bundesregierung darauf hin, dass auch alle, die durch bürgerschaftliches Engagement erbrachte Leistungen in Anspruch nehmen, denjenigen ihre Anerkennung zollen, die dieses Engagement leisten.

Ehrenamt bei Jugendlichen weniger beliebt

Die Bertelsmannstiftung kommt in ihrem dritten Freiwilligensurvey zu dem Ergebnis, dass das Engagement der Jugend für Ehrenämter sinkt. Der wachsende Leistungsdruck und die knappe Freizeit in Schule und Studium lässt für weitergehende Aktivitäten wenig Spielraum. Ganztagsschule, Abitur nach acht Jahren, Bachelorstudium lassen keine Zeit mehr für das ehrenamtliche Engagement im Sportverein oder im Naturschutz. Jugendliche und junge Erwachsene sind immer weniger ehrenamtlich tätig, gegenwertig lediglich zu 35 Prozent. Der Grund ist der Zeitdruck, nicht ein Desinteresse. 49 Prozent der Befragten Jugendlichen gaben an, dass sie sich gern mehr ehrenamtlich engagieren würden, etwa in Vereinen.

Berlin: BFD kommt – Zivildienst geht

Am Montag, den 11. April 2011 „verabschiedet“ die Bundesfamilienministerin in der Heilig-Kreuz-Kirche in Berlin bei einem festlichen Akt den Zivildienst und wirbt für den neuen BFD, den Bundesfreiwilligendienst.
Während eines Festaktes will die  Bundesfamilienministerin am 11. April 2011 das Engagement von Zivildienstleistenden und Einrichtungen würdigen.  Fast jeder, so die Familienministerin, habe schon vom Einsatz eines Zivis profitiert oder sei bereits einem Zivi im Einsatz schon begegnet, etwa  bei der Betreuung behinderter oder kranker Menschen, in Seniorenheimen, Kitas oder im Umweltschutz.
Der Zivildienst sei jedoch nicht nur ein einseitiges Engagement gewesen. Die die jungen Männer hätten Schlüsselkompetenzen erworben und ihre Persönlichkeit entwickelt.
Im Zusammenhang mit dem Festakt zu 50 Jahren Zivildienst soll eine Gesprächsrunde mit aktuellen und ehemaligen Zivildienstleistenden mehrerer Generationen sowie Bausoldaten der ehemaligen DDR stattfinden.