Heute, am 1. Juli 2012, feiert der Bundesfreiwilligendienst (BFD) Geburtstag. Vor einem Jahr hat er den Zivildienst abgelöst und das FSJ, das Freiwillige Soziale Jahr ergänzt. Trotz aller Unkerufe hat sich der neue Freiwilligendienst etabliert. Viele Junge und ältere Menschen arbeiten für ein Jahr in sozialen, kulturellen oder ökologischen Bereichen, freiwillig und ohne Vergütung. Der Bund fördert den Bufdi mit Zuschüssen und stellt jährlich 35.000 geförderte BFD-Stellen zur Verfügung. Dieses Angebot befriedigt die Nachfrage jedoch nicht. Es würden viel mehr, besonders junge Menschen den Freiwilligendienst ableisten. Eine Ausweitung der Kapazitäten ist angesichts der vorgegebenen Finanzierung nicht geplant.
Die Bundesregierung hat im Rahmen einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion Zahlen zum Bundesfreiwilligendienst veröffentlicht. Es gibt darum, wie viele Bundesfreiwilligendienstleistende seit Einführung dieses Dienstes hierzu angetreten sind. Außerdem wurde die Altersstruktur der einen Freiwilligendienst Leistenden aufgegliedert. Im übrigen sei am 13. Februar 2012 der 35.000ste Freiwillige begrüßt worden.
Im Rahmen einer Kleinen Anfrage im Bundestag an die Bundesregierung wollte die Fraktion Die Linke von der Bundesregierung wissen, welche gesellschaftspolitische Bedeutung diese dem Bundesfreiwilligendienst zumesse.
Die Bundesregierung antwortete wie folgt:
Der Bundesfreiwilligendienst, kurz BFD, soll finanziell attraktiver gestaltet werden, und zwar für Bezieher von Hartz 4 Leistungen. Sie sollen, wenn sie sich für den Freiwilligendienst entscheiden und Bufdis werden, mehr von dem im BFD gezahlten Taschengeld behalten dürfen. Bisher sind nur 60 Euro von diesem Hinzuverdienst von Hartz IV Empfängern anrechnungsfrei. Es sollen in Zukunft 175 Euro werden. Dieser Freibetrag steht in steuerlicher Hinsicht auch sonstigen ehrenamtlich Tätigen zu.