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Nur wenige Flüchtlinge arbeiten im Bufdi

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Nur sehr wenig Flüchtlinge arbeiten im Bundesfreiwilligendienst.

Seit Dezember letzten Jahres ist es möglich, dass auch Flüchtlinge den Bundesfreiwilligendienst (BFD, Bufdi) absolvieren. 10.000 zusätzliche Plätze wurden dafür vom Bundesfamilienministerium geschaffen. Davon sind bisher jedoch lediglich 2.000 Plätze besetzt. Und von diesen 2000 Teilnehmern hat auch jeder vierte Teilnehmer des Programms einen Fluchthintergrund. Was sind die Gründe?

An der Akzeptanz vor Ort liegt es nicht, dass bis dato relativ wenige Geflüchtete an dem Sonderprogramm teilnehmen. Viele Flüchtlinge fragen sich allerdings, ob sie diese Arbeit wirklich machen können. Sie leben in einem Flüchtlingslager, haben oft eine weite Anfahrt und viele Pflichttermine bei den Behörden.

Was ist ein „Bufdi“?

Bufdi in Münster

Bufdi in Münster?

Spätestens seit dem Münster-Tatort vom 8. November 2015 weiß man, was sich hinter der Abkürzung Bufdi nicht versteckt. In jenem Fall der beiden Tatort-Kriminalisten Professor Boerne und Kommissar Thiel hatte der Bufdi Olli für die Nacht des Mordes nur ein schwaches Alibi. Er hatte am Computer ein Onlinespiel namens „Pussynator“ gespielt. Und die beiden Ermittler aus Münster drehten dieses eigenartige Wort selbstverständlich in alle denkbaren und undenkbaren Richtungen.

Also, was ist ein Bufdi? Hier die „richtige“ Erklärung:

Bundesfreiwilligendienst (Bufdi) feiert Geburtstag

Heute, am 1. Juli 2012, feiert der Bundesfreiwilligendienst (BFD) Geburtstag. Vor einem Jahr hat er den Zivildienst abgelöst und das FSJ, das Freiwillige Soziale Jahr ergänzt. Trotz aller Unkerufe hat sich der neue Freiwilligendienst etabliert. Viele Junge und ältere Menschen arbeiten für ein Jahr in sozialen, kulturellen oder ökologischen Bereichen, freiwillig und ohne Vergütung. Der Bund fördert den Bufdi mit Zuschüssen und stellt jährlich 35.000 geförderte BFD-Stellen zur Verfügung. Dieses Angebot befriedigt die Nachfrage jedoch nicht. Es würden viel mehr, besonders junge Menschen den Freiwilligendienst ableisten. Eine Ausweitung der Kapazitäten ist angesichts der vorgegebenen Finanzierung nicht geplant.

Zahlen zum BFD

Die Bundesregierung hat im Rahmen einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion Zahlen zum Bundesfreiwilligendienst veröffentlicht. Es gibt darum, wie viele Bundesfreiwilligendienstleistende seit Einführung dieses Dienstes hierzu angetreten sind. Außerdem wurde die Altersstruktur der einen Freiwilligendienst Leistenden aufgegliedert. Im übrigen sei am 13. Februar 2012 der 35.000ste Freiwillige begrüßt worden.

Gesellschaftspolitische Bedeutung des Bufdi

Im Rahmen einer Kleinen Anfrage im Bundestag an die Bundesregierung wollte die Fraktion Die Linke von der Bundesregierung wissen, welche gesellschaftspolitische Bedeutung diese dem Bundesfreiwilligendienst zumesse.
Die Bundesregierung antwortete wie folgt:

Hartz IV Bezieher sollen Bufdis werden

Der Bundesfreiwilligendienst, kurz BFD, soll finanziell attraktiver gestaltet werden, und zwar für Bezieher von Hartz 4 Leistungen. Sie sollen, wenn sie sich für den Freiwilligendienst entscheiden und Bufdis werden, mehr von dem im BFD gezahlten Taschengeld behalten dürfen. Bisher sind nur 60 Euro von diesem Hinzuverdienst von Hartz IV Empfängern anrechnungsfrei. Es sollen in Zukunft 175 Euro werden. Dieser Freibetrag steht in steuerlicher Hinsicht auch sonstigen ehrenamtlich Tätigen zu.