FSJ im Ausland: Ecuador und die Straßenkinder

Ein FSJ im Ausland bieten viele Organisationen an.

Ein FSJ im Ausland unterstützt die Völkerverständigung.

Ein 20-jähriger Abiturient aus Frankfurt am Main will in den Elendsvierteln der ecuadorianischen Hauptstadt Quito Straßenkindern helfen und ein FSJ im Ausland machen. Klaus W. erzählt unserer Redaktion:

„Ecuador liegt im Nordwesten Südamerikas und ist klimatisch und ethnisch weit gefächert. Mit 283.000 Quadratkilometern Fläche und 15 Millionen Einwohnern ist es allerdings eines der kleineren Länder  Südamerika…“

Wie in vielen lateinamerikanischen Staaten sei die wirtschaftliche Ungleichheit sehr groß. Das Pro-Kopf-Einkommen liege bei knapp 4000 Euro – im Jahr. Und Bildung werde in Ecuador kleingeschrieben: Die meisten Kinder besuchten nur die Grundschule. Kein Wunder, dass in der Hauptstadt Quito mindestens 5.000 Straßenkinder lebten.

Helfen im Ausland

Ein Freund es Abiturienten hatte ebenfalls ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in Ecuador gemacht und in einem Internetblog darüber regelmäßig berichtet. Das wollte Klaus auch.  Am 10. August diesen Jahres wird der Abiturient des Frankfurter Gymnasiums nach Ecuador fliegen, um in der dortigen Hauptstadt Quito einen Freiwilligendienst im Ausland zu absolvieren.

Hilfe können die Menschen in Ecuador immer gebrauchen. Aber erst recht jetzt nach dem verheerenden Erdbeben, bei dem nicht nur Hunderte Menschen starben, sondern in vielen Landesteilen auch die Infrastruktur zerstört wurde. Klaus weiß, dass auf ihn viel Arbeit wartet. Doch er freut sich schon sehr.

Gemeinnütziger Verein organisiert FSJ im Ausland

Organisiert wird sein Auslandsjahr von einem gemeinnützigen Verein.

Dass es Ecuador werden würde, war nicht von Anfang an sicher, berichtet Klaus. Fest stand für ihn aber, dass er nach Lateinamerika wollte. Ein Grund war die spanische Sprache, ein andere die beeindruckenden geografischen und klimatischen Gegebenheiten. Hauptgrund jedoch war, dass Klaus die Kultur kennenlernen und auch das interkulturelle Verständnis fördern wollte. Der Verein, mit dem er ins Ausland geht,  organisiert ebenfalls, dass Menschen aus anderen Kulturen nach Deutschland kommen, um hier ihren Freiwilligendienst anzutreten.

Klaus wird während seines Freiwilligendienstes in Quito voraussichtlich in einer Schule aber auch auf der Straße als Streetworkerin arbeiten. Er wird in eine Herberge mit anderen Jugendlichen wohnen aus unterschiedlichen Ländern wohnen. Lieber wäre ihm eine Gastfamilie, da er glaubt, dann noch mehr von der Kultur des fremden Landes mitzubekommen. Aber die Arbeit in der Schule und mit Straßenkindern gefällt ihm. Klaus weiß, dass er während seines Freiwilligendienstes nicht die Welt retten, aber dennoch hoffentlich so viele Menschen wie möglich vor Ort helfen wird.

Förderkreis für Auslandsjahr

Gegenwärtig baut der künftige Freiwillige einen Förderkreis für sein Jahr als Freiwilliger auf. Ungefähr 10 000 Euro benötigt der gemeinnützige Verein, um ihm den Freiwilligendienst zu ermöglichen. Vor allem die Antragstellung in Ecuador, die Beratung und pädagogische Betreuung kosten Geld. Um diese Kosten zu decken, wendet sich Klaus an seine Familie, an Freunde und Firmen. Er bitte alle, ihn mit Geld zu unterstützen.  Auf Nachfrage sagt er: „ Es ist gut angelaufen“.

Nach seinem Freiwilligendienst will Klaus eventuell eine Ausbildung als Notfallsanitäter machen. Und dann vielleicht Medizin studieren. Menschen zu helfen, das ist sein Ding.

Weitere Infos zum FSJ im Ausland

Wenn ihr auch an einem Freiwilligendienst im Ausland interessiert seid: hier findet ihr weitere Infos und die Möglichkeit zu einer Online-Bewerbung: www.auslandsfreiwilligendienst.de

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