FSJ im Wohnheim für behinderten Menschen

FSJ in einem Wohnheim für Behinderte.

Ein FSJ bietet Lebenserfahrung und berufliche Perspekteiven.

Lars S. berichtet: „Nach dem Abitur wollte ich etwas anderes machen als Lernen. Ich wollte sehen, wie es ist, mit Menschen mit Behinderung zu arbeiten. Ich wollte wissen, wie es ist, den ganzen Tag geregelt zur Arbeit zu gehen.“

Soziales Engagement

Lars macht sein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in einem Wohnheim für Menschen mit Behinderung in Berlin. Sein Einblick in die Soziale Arbeit ist auch deshalb besonders intensiv, denn er lebt und arbeitet seit September des letzten Jahres in diesem Wohnheim.

Er arbeitet in der Frühschicht des Wohnheims. Für ihn und zwei ausgebildete Fachkräfte beginnt um 6.00 Uhr die Arbeit in ihrer Wohngruppe. Lars bereitet zuerst das Frühstück für die Gruppe und begleitet  danach Bewohner zum Einkaufen oder zu.

In den ersten Wochen seines FSJ begleitete Lars die Wohnheimmitarbeiter, um den Arbeitsalltag kennenzulernen. Ihm wurde viel gezeigt, so dass er immer mehr Aufgaben eigenständig erledigen konnte. Anfangs hat er nur in der Küche und bei der Wäsche geholfen. Aber dann wollte er mehr in die Pflege reinschnuppern und übernimmt jetzt auch leichte Hilfen beim Duschen.

Was Lars besonders imponiert, ist die Ruhe und Geduld der Mitarbeiter. Keiner von ihnen ist genervt, auch wenn die Arbeit im Wohnheim manchmal stressig. Lars macht das  das Spazierengehen mit ein bis zwei Bewohnern am meisten Spaß. Hier kann er sich den Bewohnern individuell widmen. In der alltäglichen Arbeit sei dies leider nicht immer möglich.

Seminare

Sehr gut bewertet Lars die Seminare, die er im Rahmen seines FSJs besucht – und auch besuchen muss. Es handelt sich um Pflichtveranstaltungen. Dabei lernt man viele FSJler  aus anderen sozialen Berufen kennen und kann sich gegenseitig austauschen. Da alle in dergleichen Situation sind, kommt man sich sehr schnell näher, erläutert Lars. Jeder kann viele stressige und lustige Situationen von der Arbeit erzählen und alle können sich gut hineinversetzen.

Das FSJ war und ist für Lars gleich doppelt lehrreich: Zunächst gewinnt er einen Einblick in einen Sozialen Beruf, und er lernt, seinen eigenen Haushalt zu führen. Das war für ihn auch ein entscheidendes Auswahlkriterium bei der Suche nach einer FSJ-Stelle. Er wollte zu seiner Einsatzstelle hinziehen. Er  lebt in einer eigenen Wohnung in einem der Wohnheimgebäude.

Berufliche Perspektive

Lars weiß noch nicht genau, wie es nach dem FSJ weitergeht.  Vielleicht will er Lehrer werden, vielleicht aber auch ein technisches Studium machen. Das FSJ bot ihm Gelegenheit in einen anderen Bereich hineinzublicken, bevor er sich entscheiden müsse, sagt er. Das FSJ mache ihm sehr viel Spaß; man lerne viel fürs Leben und werde sensibilisiert für Menschen mit Behinderung. Lars will das FSJ auf jeden Fall weiterempfehlen!

2 Gedanken zu „FSJ im Wohnheim für behinderten Menschen

  1. Joachim W.

    Eine wichtige Frage habe ich zu diesem Thema:

    Ausgangspunkt: Ein junger Mensch macht nach der Abiturprüfung ein FSJ und ist i.d.R. noch keine 21 Jahre alt ist und seinen Führerschein besitzt er noch keine 2 Jahre. Er werden nicht selten behinderte Menschen von einem FSJ-ler mit geringer Fahrpraxis spazieren gefahren.

    Wie verhält es sich mit der Haftung wenn der FSJ-ler einen Verkehrsunfall schuldhaft verursacht und aufgrund der Rahmenbedingungen gar keinen Personenbeförderungsschein besitzt ?

    Die Volunta (DRK) hat mir als Vater eines 19 jährigen Sohnes keine Auskunft erteilen wollen. Unser Sohn hat eine E-Mail vom DRK erhalten, dass er ja volljährig sei und seine Fragen direkt an das DRK stellen kann. Es gibt Gründe dafür, warum ein Personenbeförderungsschein erst auf Antrag an 21 jährige mit 2 Jahren Fahrpraxis vergeben werden.
    Leider finde ich auf dieser Webseite keine Kontaktmöglichkeit um meine Frage direkt stellen zu können.

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  2. Tawe N. A.

    I am Tawe N.A. from Cameroon . I am 27 years old and seeking for a job in your organisation in Deutschland as a social worker. I will be very happy if accept my request because I enjoy working with the handicap or the underprivileged .

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