FSJ im Ausland erfordert frühe Bewerbung

Wie läuft das mit dem FSJ im Ausland?

FSJ im Ausland erfordert frühe Bewerbung

Ein FSJ im Ausland ist kein Urlaub, sondern ehrenamtliches Engagement.

Abitur in der Tasche, doch die Uni reizt noch nicht. Vor dieser Situation stehen viele Abiturienten in Deutschland. So auch die Berliner Schülerin Julia, 19 Jahre alt.

Auslandsaufenthalt im Voraus planen

Aber sie hat vorausgedacht. Sie wird im August mit ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) in Ghana starten. Es handelt sich dabei um eine ehrenamtliche Arbeit. Julia verfolgt mehrere Ziele mit ihrem FSJ im Ausland. Sie will den dortigen Kindern eine Chance auf eine bessere Zukunft geben. Sie möchte aber auch den interkulturellen Dialog fördern.

Julia hat sich schon seit längerer Zeit sozial engagiert. Schon seit zwei Jahren betreut er Flüchtlinge in seinem Alter, lernt mit ihnen Deutsch und begleitet sie auf bei Terminen zu Behörden und Ärzten. Wir haben Julia nach ihrer Motivation für ein FSJ im Ausland gefragt. Sie sagt, sie finde es wichtig, einen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten. Soziales Engagement zahle sich aus. Nicht nur für die Menschen, denen man helfe, sondern auch für einen selbst, berichtet Julia. So habe sie aufgrund seines sozialen Engagements ein Stipendium der Uni erhalten, an der sie nach dem Auslandsaufenthalt studieren will.

Infos über ein FSJ im Ausland sammeln

Wer sich für ein FSJ im Ausland interessiert, sollte sich frühzeitig informieren. Julia hat vom Auslands-FSJ in einem Zeitungsartikel erfahren. Sie war begeistert und wollte  selbst in ein anderes Land gehen, um dort zu helfen. Sie wusste, dass sie dabei auch wertvolle Erfahrungen für ihr eigenes Leben mitnehmen würde. Was hat Julia dann getan. Sie hat sich Informationen über das FSJ geholt, hat Erfahrungsberichte von anderen FSJlern gelesen und sich dann bei einer Entsendeorganisation beworben.

Bewerbung für ein FSJ im Ausland

Die Bewerbung für ein FSJ im Ausland ist relativ umfangreich. Und man muss Zeit mitbringen. Ein FSJ im Ausland ist eben kein Urlaub. Und dies bekommen die Bewerber schon recht bald verdeutlicht. Julia weiß das und ihr ist bewusst, dass man die Welt nur dann zum Besseren verändern kann, wenn man sie aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Und sie ist überzeugt, dass ein FSJ im Ausland ihr hilft, einen anderen Blickwinkel auf die Welt zu gewinnen. Julia ist deshalb bereit, Zeit und Engagement für die Chance auf ein FSJ im Ausland zu investieren.

Nicht immer wird es das Traumland

Leider gibt es nicht unbeschränkte Plätze für ein FSJ im Ausland. Die Zahl der Bewerber ist viel größer als die Zahl der FSJ-Auslandsstellen.

Aber Julia hat Glück. Sie wird Anfang August nach Ghana gehen können. Ihr FSJ-Wunsch hat sich erfüllt. Sie wollte in ein Land gehen, wo sie das Gefühl hatte, gebraucht zu werden. Das Land sollte sich aber deutlich von ihrer Heimat Deutschland unterscheiden, insbesondere in kultureller Hinsicht. So war ihre Wahl auf den Staat Ghana in Westafrika gefallen. Julia hat sich gut vorbereitet, da sie weiß, dass sie eine andere Welt erwarten wird.

Julia ist bewusst, dass ein Auslandsaufenthalt auch Risiken birgt. Die Standards und die Infrastruktur sind mit Deutschland nicht vergleichbar. Auch ist die Kriminalität höher

Aber Julie ist sich sichere, dass sie sich in den Alltag einleben werde und sich dann keine Gedanken mehr machen brauche.

FSJ im Ausland im Detail

Die Einzelheiten des FSJ im Ausland werden Julia erst kurz vor der Abreise mitgeteilt. FSJler in Ghana arbeiten normalerweise in Schulen und in Bildungswerken eingesetzt. Das ist ein ganz normaler Arbeitsalltag, allerdings ohne Gehalt.  Julia wird in einer Gastfamilie wohnen und leben. Diese erhält vom Träger des FSJ im Ausland  Geld für ihre Verpflegung und für ihr Taschengeld. Die Arbeit selbst ist ehrenamtlich, also unentgeltlich. Jeder Freiwillige im Ausland hat aber einen Urlaubsanspruch.

Programme für ein FSJ im Ausland

Es gibt unterschiedliche Programme für ein FSJ im Ausland. So wird das Programm „weltwärts“ vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert. Handelt es sich um einen Internationalen Jugendfreiwilligendienst (IJFD), so kommen die Fördergelder vom Bundesfamilienministerium.

In den meisten Fällen trägt der Staat drei Viertel der Gesamtausgaben für den Freiwilligendienst. 25 Prozent der Ausgaben muss die Entsendeorganisation aus eigenen Mitteln aufbringen. Sie refinanziert sich von Spenden. Der FSJler hat die Aufgabe, spendenwillige Menschen zu finden. In nicht wenigen Fällen sind dies die eigenen Eltern.

Die Rechnung ist einfach. So ein Auslandsjahr kostet insgesamt ca. 10.000 Euro. Ein Viertel sind 2500 Euro. Die müssen durch Spenden finanziert werden.

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