Aufnahmestopp beim BFD

Das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben als zuständige Behörde für den Abschluss neuer Verträge für den Bundesfreiwilligendienst will vom 1. Januar bis zum 31. August 2014 keine neuen Vereinbarungen zum BFD mehr abschließen.

Das kommt einem Einstellungsstopp gleich, denn Vertrage der Freiwilligen, die in dieser Zeit auslaufen, werden nicht verlängert. Außerdem werden keine neuen Bufdis eingestellt.

Im Dezember letzten Jahres engagierten sich bundesweit knapp 50.000 Freiwillige.

Das Bundesamt erklärte hierzu, dass im Bundeshaushalt 160 Millionen Euro ausgewiesen seien. Mehr könne man nicht ausgeben. Man sei bei den Teilzeitstellen und Abbrechern von Größen ausgegangen, die sich anderes entwickelt hätten. Nun müssten Plätze zurückgehalten werden, damit Schulabgänger unter 25 Jahre nach dem Ende des laufenden Schuljahr im Spätsommer ebenfalls eine Chance auf einen Freiwilligendienst erhielten.

Diese Entwicklung ist problematisch, da etwa 10 Prozent der Stellen eingespart werden müssten, wenn der Einstellungsstopp im Bundesfreiwilligendienst tatsächlich greifen würde. Vor allem auch deshalb problematisch, weil dies sehr überraschend gekommen ist, die Kontingente für 2013 noch angehoben worden waren.

Bei den karitativen Verbänden macht sich – verständlicherweise – Empörung breit.

Ein Aufnahmestopp beim Bundesfreiwilligendienst ist ein falsches Signal an die Verbände und auch die Freiwilligen. Zu viel freiwilliges Engagement kann es an sich gar nicht geben. Das Ziel des BFD ist es, das bürgerschaftliche Engagement aller Bürger zu fördern, nicht nur das der jungen Generation unter 25 Jahren.  Bürgern, die sich freiwillig – für ein Taschengeld – monatelang um Behinderte und Ältere kümmern, sollte man nicht die Tür vor der Nase zuschlagen.

12 Gedanken zu „Aufnahmestopp beim BFD

  1. TineBü

    Bin geschockt, vor allem heimlich still und leise und leise wendet sich das Ministerium popoläreren Themen zu.
    Schauen wir mal, ob ich da einen Lautsprecher dran bauen kann…

    Liebe Grüße
    kämpfen Leute nicht den Kopf einziehen

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  2. Sabine B

    Angesichts des Fachkräftemangels und vieler unbesetzter Ausbildungsstellen in Deutschland ist es unverständlich, dass man Jugendliche unter 25 Jahren auf den BFD orientiert, anstatt die Jugendlichen auf eine ordentliche Ausbildung und damit sichere berufliche Perspektive für die Zukunft zu orientieren.
    Gerade viele Ältere mit beruflichen Erfahrungen, sozialen Kompetenzen und ehrenamtlichem Engagement könnten in den Einsatzstellen eine wirkungsvolle Unterstützung und Hilfe geben, werden aber durch solch willkürliche Maßnahmen der Politik vor den Kopf gestossen. Übrigens sieht das Gesetz gar keine Altersbeschränkungen vor, sondern ist für alle offen.

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  3. Petra H.

    Ich bin auch in einer Kita und keiner will mich dort missen, als Helfer und als Mensch . Es ist traurig, denn der Bedarf auf Hilfe ist überall da.

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  4. Petra H.

    Hallo….meine Zeit im Bundesfreiwilligendienst endet leider auch am 13. 10. 2014 und ich habe bisher auch keine Info über eine Verlängerung. Was ich hier gelesen habe, stimmt mich echt traurig. In der Zeit habe ich feststellen müssen, wie wichtig diese Stellen sind und ich finde es traurig, das es nicht weiter geht. Für die Einsatzstellen gehen viele wirklich wertvolle Helfer verloren. Den Sinn, warum es keine Verlängerung mehr gibt, habe ich trotzdem nicht verstanden.

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  5. Dieter M.

    Hallo zusammen

    Mich wundert in Deutschland rein gar nichts mehr. Solange unsere Politiker von CDU, CSU, SPD, FDP, Grünen und linken keinen ordentlichen Dämpfer bekommen, wird sich an der politischen Willkür nichts ändern.

    Wer hat das grundsätzlich mit zu verantworten? Die Wähler, die immer die gleichen Parteien wählen, obwohl die Politiker entgegen dem Willen der Wähler immer abstrusere Entscheidungen fällen, Steuern erhöhen oder immer neue Steuern erfinden um an das Gel der Bürger zu kommen.

    Vor allem aber die NICHTWÄHLER, weil gerade diese den genannten Parteien massive Stimmanteile verschaffen.

    Freiwilligendienste werden erst gefordert, dann wird gejammert, dass sich zu wenige engagieren. Wenn sich dann aber mehr engagieren wollen, wird dem auch wieder ein Riegel vorgeschoben.

    Immer und wie in jedem Bereich das gleiche Theater seitens der Politiker aus den Regierungslager. Alle wollen nur ihren eigenen Vorteil, sich für die Bevölkerung einzusetzen oder deren Willen zu berücksichtigen kommt in Deutschland aber nicht in Frage.

    Schade, dass so viele das immer noch nicht begriffen haben und weiter diese Politverbrecher auf ihren Thron heben.

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  6. Anki H.

    Hallo, ich bin 18 Jahr alt und habe nach Abschluss meines Fachabiturs eine Stelle für ein Jahr im Bundesfreiwilligen vom 01.09.14 an zugesagt bekommen. Die Unterlagen wurden unterzeichnet und eingereicht und heute, 3 Tage vor meinem Dienstantritt, bekomme ich vom
    Caritasverband die Mitteilung, dass wegen des Einstellungsstopps die Vereinbarung nicht unterzeichnet werden könne. Ich bin mehr als enttäuscht, dass einem dies nicht schon bei der Bewerbung hätte mitgeteilt werden können. Nun ist es leider zu spät für andere Stellen. Ich kann so etwas nicht verstehen, da doch eingentlich noch im Mai zugesichert wurde, dass die
    BUFDI-Stellen für 2014 gesichtert seien. Schade für alle die sich engagieren und für die, die
    auf die Hilfe angewiesen sind.

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  7. Silke P.

    Hallo, ich bin 31 Jahre u.komme aus Wernigerode/Harz und strebe nächstes Jahr eine Ausbildung im sozialpädagogischen Bereich an und um meine Voraussetzungen zu erfüllen muss ich ein 12 Monatiges Praktikum(Bufdi) machen.. es werden in allen Einrichtungen auch Personal gesucht jedoch bleiben die Stellen unbesetzt trotzdem Interesse da ist.. Schade das einem so die Steine in den Weg gelegt werden

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  8. K. Heike

    Ich bin vom 1.1.-31.12.2014 als bufdi in einer Kita eingestellt. Dort werden wir dringend gebraucht und jeder Erzieher ist froh eine helfende Hand zur Seite zu haben. Eine Verlängerung bekomme ich nicht. Es werden erst „Junge unter 25″ genommen um eine Chance zu erhalten und wir “ Alten über 52″ sollten uns anderweitig kümmern. Da frage ich mich :“wo sind wir hingekommen oder was ist eine erfahrene und helfende Hand noch wert??“

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  9. Henry H.

    Vereinbarung wurde ebenfalls nur für ein Jahr abgeschlossen, obwohl sowohl vom Träger als auch von mir längerfristig durchaus gewollt waren. Optionen für Verlängerung wurden immer wieder kolportiert, nun kategorisch keine Möglichkeit (wird zumindest so suggeriert).
    Fazit: Eine Beschäftigung, von der beide Partner partizipieren und bei welcher der Beschäftigte vielleicht gar mit Spaß und Elan agiert, ist administrativ nicht gewünscht.

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  10. Aileen C.

    Meine Vereinbarung wurde auch nur für 1 Jahr abgeschlossen, im Januar 2014 wurden bei uns im Verein 2 neue buftis eingestellt bei denen geht es 18 Monate….versteh ich nicht. Ich bekomme auch keine Verlängerung….wirklich schade

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  11. Thorsten L.

    Von Seiten der Träger ist es wirklich schade und entsetzlich, wie viele begabte und engagierte Menschen wir zur Zeit zunächst mal abweisen müssen. Der Bedarf ist da, das Interesse ist da – nur die Mühlen stehen still…

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  12. S.

    Sehr geehrte Damen und Herr,
    ich arbeite seit den 1.10. 2013 als Bundesfreiwilliger im … in Halberstadt. Leider habe ich nur für 1 Jahr diese Stelle bekommen. Meine Chefin beantragte daher eine Verlängerung für mich die nicht beführwortet wurde. Leider werde ich nicht schlau daraus, warum die Bufdi´s die jetzt im Januar, Februar und März im … angefangen/anfangen haben/werden wieder für 18 Monate eingestellt wurden.
    Bitte um Antwort
    R.S.

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