BFD 2012: nicht jeder Bewerber kann mit einer Stelle im Bundesfreiwilligendienst rechnen

Die Plätze im Bundesfreiwilligendienst sind auf 35.000 Stellen pro Jahr begrenzt. § 7 Abs. 5 Bundesfreiwilligendienstgesetz (BFDG) schreibt dem  Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftlichen Aufgaben eine jährliche Mitteilung bis Ende Januar des jeweiligen Jahres vor, wie viele Plätze jede Zentralstelle im nächsten Freiwilligenjahr besetzen kann.

Die Mitteilung des Bundesamts beruht wiederum auf den Angaben der Zentralstellen, die prognostizieren, wie viele Freiwillige sich bei ihnen melden werden. Diese Zahl hat, wie aus dem Familienministerium zu vernehmen war, für 2012 die Grenze von 35.000 überschritten. Folglich kann man davon ausgehen, dass die zu verteilenden Kontingente nicht für die gesamten von den Zentralstellen gewünschten Plätze ausreichen werden.
Das könnte konkret bedeuten, dass nicht jeder Bewerber für einen Platz im Bundesfreiwilligendienst auch eine Stelle im BFD bekommen wird.

11 Gedanken zu „BFD 2012: nicht jeder Bewerber kann mit einer Stelle im Bundesfreiwilligendienst rechnen

  1. b. h.

    Es geht aber auch ganz anders !!
    Zum beginn meines BFD (10/2011) hätte ich mir nie vorstellen können, was da auf mich zukommt aber man lernt auch mit 67 Jahren als Rentner immer noch etwas dazu. Alles andere wird einem sozusagen weiß gemacht.Zuerst verlor ich meine Grundsicherung wegen Aufnahme einer Tätigkeit (Bufdi)mein Antrag auf Wohngeld wurde abgewiesen (Einkommen zu hoch) dann die Fahrkosten Übernahme abgelehnt (ich könne mir ein Voll Ticket leisten)Dann war da auch noch die GEZ die aus eigenständiger Arbeit nun den vollen Betrag haben wollte, die vorherige Grundsicherung fragte an, das ich meinen Umzug von vor 2 Jahren ratenweise abzahlen müsse. Zudem hätte ich wohl auch noch zufiel Grundsicherung erhalten. Man kann ja im BFD auch mal krank werden. Aber plötzlich der Arzt verfügt als Rentner kann ich sie nicht krank schreiben (mit 67 Jahren und Bundesfreiwilligendienst der ist doch Freiwillig ) Anschließend Klinikaufenthalt
    immer noch keine Krankschreibung ) nun aber die Wende Die Stadtverwaltung macht mobil sie sind krank ohne Krankenschein dann stellen wir das Taschengeld ein.
    Entweder sie kümmern sich um die Krankschreibung oder sie gehen wieder zur Grundsicherung (Aber ohne Beleg, das mein BFD beendet wäre). Was hätte ich nur gemacht wenn ich einen Herzinfarkt gehabt hätte, ich glaube ich wäre verstorben und keine Sau hätte sich darum gekümmert. Mein Energieanbieter konnte von meinem Konto nicht abbuchen ich glaube ich werde Ärger bekommen.

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  2. Frank Martin

    Eine tolle Idee ! Mit bereiits im Ruhestand befindlichen fachpersonal (potentiele Wählerschaft)
    und mit in der Warteschleife ( ALG 2 ) befindlichen Qualifiziertem jungen Menschen ehemalige zivistellen zu besetzen. Die wahren Verlierer in diesem perfidem “ Spiel “ sind bekannt!!

    Schade es wäre eine Möglichkeit gewesen am Rande der Gesellschaft stehende Menschen wieder am Arbeitsleben teilzunehmen zu lassen , sich zu Qualifizieren, etwas mehr Materiele Sicherheit und vor allem Selbssicherheit zu gwinnen.

    In meinen Augen ein 100% Fehler der Politik wer das nicht kommen sah ist zu weit weg von der Realität oder steht hinter allem doch eine Klientel ?

    Diese Massnahme entbehrt jeder Grundlage zur Wiedereingliederung.

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  3. Rico

    Das ist echt eine Sauerei! Wollte um ein halbes Jahr zu einer Lehre als Heilerziehungspfleger mit dem Bfd rumkriegen, an einer behinderten Schule, wo ich schon als Zivi gearbeitet hab, die auch Händeringend jemand suchen,da heißt es aufeinmal von den Behörden die Stellen seien voll,obwohl man die ganze Zeit immer gehört hat es meldet sich kaum jemand! Komisch… Das Land is einfach nur noch ein Witz…

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  4. Andreas

    Ja Hallo,

    ich bin gerade von meinen „Bewerbungsgespräch“ zurück (im Krankenhaus) und mußte dort leider erfahren das es keine BFD Stellen mehr gibt. Naja was soll ich dazu schon sagen außer das man sich in Deutschland lieber nicht engagieren sollte das wird sowieso nicht belohnt. Ich finde es nur traurig das die Politik in vielerlei Hinsicht keinen Bezug mehr zu den „Normalbürger“ mehr hat und an vielen Stellen schlichtweg einfach versagt. Die schmeißen soviel Geld zum Fenster raus. Hauptsache die Diäten stimmen das ist doch das „wichtigste“. Für mich selber hege ich keine Hoffnung mehr das sich da jemals was ändert.

    Meine Bewerbung bleibt dort … und vlt. nächstes Jahr auf ein neues …
    Aber das ist nur eine geringe schwindende Hoffnung…

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  5. Josef

    Die Politiker genehmigen sich mal gerade 500 EURO mehr Diäten + Menschen die Arbeit suchen bekommen keine weil ein Buget erschöpft ist.
    Bei den nächsten Wahlen aufpassen!

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  6. Melly

    Klar wird der BfD gut angenommen. Bei den Arbeitslosen.Die ganzen Statistiken die uns um die Ohren gehauen werden sind doch alle geschönt.Da stimmt doch nichts von. Wenn man keine Ausbildungstelle,keinen Studienplatz,keinen Job,nicht mal einen Minijob bekommt findet man den BfD attraktiv und man macht sich Hoffnungen.Es ist eine Sauerei,dass wenn man sich engagieren will,nicht mal dort ne Chance bekommt weil nicht genügend Plätze zur Verfügung stehen. Die Politiker haben doch komplett den Bezug zur Realität verloren.Die sollen mal nur 1 Monat mit so wenig Geld auskommen wie Leute mit Hartz4!

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  7. Harald Arnoldt

    Es steht in diametralem Widerspruch zu dem Brief,den ich kürzlich von Frau Min.Christina Schröder erhielt,was Tim+Moni schrieben.Die Ministerin erklärte mir,daß ich mich ruhig weiter bewerben solle,obwohl ich mit 62 und einer Behinderung nun gerade auf dem 1.Arbeitsmarkt keinerlei Chance mehr habe.
    Frau mit Kind + BFD…..das stelle ich mir schwierig vor.Wer betreut das Kind während der 40-Std.-Woche ?
    Ein Konkurrenzkampf sollte garnicht entbrennen können zwischen den älteren und jüngeren Interessenten am BFD,da die Stellen ja keine regulären Arbeitsplätze „vernichten“ ,sondern eigentlich Lücken füllen sollen.
    Ich staune aber nicht schlecht,wenn ich die Erfahrungsberichte der BUFDIs im Forum lese.
    Da kommt sehr viel Unzufriedenheit hoch und ich hoffe,die kommenden Jahre bringen endlich eine gewisse Normalisierung in den BFD.

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  8. Sandy

    Ich habe mich auch beworben in der Altenpflege in Teilz. und hoffe und bete das ich nun genommen werde.
    Das nun auf einmal der Einstellungsstopp verhängt wurde obwohl doch sonst immer händeringend Bufdis gesucht wurden, kann ich kaum nachvollziehen. *kopfschüttel*

    Ich bin auch eine junge Mutti und habe bisher nur Absagen bekommen, in allen möglichen Jobs, weil man ja immer flexibel sein muss, was die Kitas von den Öffnungszeiten ja meistens nicht sind.

    Da ist man doch schon gleich auf dem Stapel P (Papierkorb) wenn man ein Kind hat, und sich als Mama alleine drum kümmern muss, weil der Papa immer Schichten arbeiten muss oder auch bei alleinstehenden Mamas. 🙁

    Deshalb hoffe ich, dass diese Alternative, der BFD, doch für mich und viele andere denen es schwer gemacht wird in den Arbeitsmarkt einzusteigen, wieder zur Verfügung stehen wird!!!!!!!!!!!!!

    In der Hoffung nach dem BFD eine entsprechende Ausbildung o.ä. zu machen und dann richtig in den Beruf einsteigen zu können!

    Ihr Verantwortlichen BITTE gebt noch paar Plätze frei und lasst mich arbeiten!

    DANKE!

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  9. Ava Odoemena

    Die beste denkbare Lösung wäre die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens, und die damit einhergehende Aufhebung einer Beschränkung für Planstellen.

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  10. moni

    ich habe mich für den BFD beworben.Von unserer Klinik habe ich erstmal eine Absage bekommen, da das Bundesfamilienministerium ein Einstellungsverbot verhängt hat.

    Als Frau mit Kind habe ich es eh schon schwer eineStelle zu finden.
    Als ich dann auch noch hörte das sich viele Rentner für den BFD gemeldet haben, und eine
    Stelle bekommen haben: Na schönen Dank auch. Die werden genommen, aber ich mit Kind habe keine Aussichten!!

    Ich hoffe das sich das bald wieder ändert!

    Hier läuft doch was falsch.

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  11. Tim

    Ja, es sollen angeblich im Jahr 2012 bereits 29.000 BFD-Verträge vorliegen. Der BFD werde entgegen ersten Erwartungen sehr gut angenommen. Das Bundesfamilienministerium teilte mit, dass es abzusehen sei, dass die eingeplanten 35.000 BFD-Stellen demnächst vergeben sein werden.

    Geht jetzt ein Konkurrenzkampf um die freien Plätze los? Muss man künftig noch etwas zahlen, damit man einen Freiwilligenplatz erhält?

    Ich hoffe, nicht.

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