Archiv für den Monat: Mai 2016

FSJ im Ausland: Ecuador und die Straßenkinder

Ein FSJ im Ausland bieten viele Organisationen an.

Ein FSJ im Ausland unterstützt die Völkerverständigung.

Ein 20-jähriger Abiturient aus Frankfurt am Main will in den Elendsvierteln der ecuadorianischen Hauptstadt Quito Straßenkindern helfen und ein FSJ im Ausland machen. Klaus W. erzählt unserer Redaktion:

„Ecuador liegt im Nordwesten Südamerikas und ist klimatisch und ethnisch weit gefächert. Mit 283.000 Quadratkilometern Fläche und 15 Millionen Einwohnern ist es allerdings eines der kleineren Länder  Südamerika…“

Wie in vielen lateinamerikanischen Staaten sei die wirtschaftliche Ungleichheit sehr groß. Das Pro-Kopf-Einkommen liege bei knapp 4000 Euro – im Jahr. Und Bildung werde in Ecuador kleingeschrieben: Die meisten Kinder besuchten nur die Grundschule. Kein Wunder, dass in der Hauptstadt Quito mindestens 5.000 Straßenkinder lebten.

FSJ für Flüchtlinge

Junger Flüchtling hilft im Altenheim

Flüchtlinge können ein FSJ machen.

FSJ als Sprungbrett für Flüchtlinge

Tomason A. aus dem Kongo leistet ein FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) in einem Seniorenzentrum in Berlin Kreuzberg. Noch drei weitere Flüchtlinge arbeiten freiwillig in der Altenpflege-Einrichtung.

Zu ihren Aufgaben gehörten: den Tisch decken, die Spülmaschine einräumen, den Bewohnern die Wäsche bringen und dafür sorgen, dass sie genug Wasser auf dem Zimmer haben.

Vor zehn Monaten ist Tomason, der von allen aber nur Tom genannt wird, nach Deutschland geflohen. Er lebt jetzt mit 30 weiteren Personen in einem Haus für Flüchtlinge. Das Leben im Kongo, wo seine Familie wohnt, sei problematisch, erzählt uns Tom. Man habe dort nicht viele Möglichkeiten.

Nachdem der 23-Jährige sich zunächst ehrenamtlich im Pflegeheim engagierte, hat er einen Platz für ein FSJ erhalten. Er würde gerne eine Ausbildung zum Tischler machen, sagt er. Aber das sei schwierig, vor allem wegen der mangelnden Deutschkenntnisse. Deshalb steht bei ihm ganz oben auf der Agenda, die Sprache zu lernen. Er ist froh, dass er im Seniorenheim den Kontakt zu den Mitarbeitern und den Senioren hat.