Zusage nach langer Verzögerung "zurückgezogen"

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    • Zusage nach langer Verzögerung "zurückgezogen"

      Guten Abend,

      Ich habe mich im Sommer für einen BFD entschieden. Beim Beratungsgespräch im August sagte man mir, dass ich wahrscheinlich mit einem Beginn im Oktober rechnen könne.
      Als ich erst Ende September eine Zusage von der Einsatzstelle erhalten habe, war mir klar, dass es vermutlich erst mit einem Beginn Mitte Oktober, eher Anfang November klappen würde, da die Verträge noch vom Bundesamt unterzeichnet werden müssen. Die Einsatzstelle schien mich unbedingt haben zu wollen und sagte mir, dass es von ihrer Seite in Ordnung wäre, wenn die Verzögerung mir nichts ausmache.
      Ganz Recht war mir das nicht, aber ich dachte mir - lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach - ob ich zum 1.10. oder 1.11. anfange, macht nicht so viel Unterschied.
      Schließlich sind Mitte Oktober die Verträge eingetrudelt, mit Beginn am 15.11. Auf Nachfrage beim Träger hieß es, dass aufgrund der Vorlaufzeit kein früherer Beginn mehr möglich sei und sogar der 15.11. überaus knapp sei.
      Etwas unzufrieden war ich schon, aber ich sagte mir: ob 1.11. oder 15.11. die zwei Wochen machen den Kohl auch nicht fett, und ob ich innerhalb von vier Wochen einen Job bekommen und beginnen könnte, erschien mir unwahrscheinlich.
      Die Verträge habe ich persönlich am nächsten Werktag in der Einrichtung vorbei gebracht, dort wurde unterschrieben und man sagte mir, dass der Vorsitzende vom Trägerverein noch unterschreiben müsse.

      Nun kam am Anfang der Woche eine Nachricht vom Träger, dass ein Beginn zum 15.11. nicht mehr möglich sei, da die Verträge fehlen. Daraufhin habe ich erklärt, dass ich sie am nächsten Werktag in der Einrichtung abgegeben habe und gefragt wie es weitergeht.
      Nach endlosem hin und her hieß es, wenn ich mich diese Woche entscheide, könnte ich möglicherweise zum 9.12. anfangen. Die Einrichtung war erschüttert, weil sie fest mit mir gerechnet hatten, und sagte, sie würden mich auch später noch nehmen. Zuerst habe ich zugesagt, aber dann kamen mir Zweifel und ich habe gesagt, dass ich noch nachdenken muss. Trotzdem habe ich gemäß meinem Motto gehandelt. Lieber den Spatz in der Hand...ich hatte Einsatzstelle und Träger zugesagt, da kam vom Trägerverein die Nachricht, dass sie von einem Beschäftigungsverhältnis absehen. Ohne Begründung.

      Tja und was jetzt? Im Moment weiß ich nicht, ob meine Priorität darauf liegt, einen BFD zu machen oder das Arbeitsfeld kennen zu lernen - notfalls durch ein unbezahltes Praktikum.
      Meine Frage ist eher - vermutlich ist das rechtlich abgesichert - aber es ist doch eine absolute Unverschämtheit. Aus Oktober würde jetzt Januar werden. In dieser Zeit habe ich kein Einkommen gehabt, schließlich bin ich davon ausgegangen, dass die eine Tätigkeit in die andere übergeht. Vermutlich wird das Arbeitsamt das aber nicht glauben und mir erstmal die nächsten 12 Wochen das ALG sperren.

      Und der Träger - ein Wohlfahrtsverband - schaut zu? Weder das Regionalbüro, noch der Landesverband oder das Bundesamt haben bisher Empathie gezeigt. Davon ändert sich zwar an meiner finanziellen Situation nichts, aber es würde gut tun, wenn jemand meine Gefühle anerkennen würde.

      Ein Grund warum ich hier schreibe, ist auch, dass ich hoffe, dass es nicht anderen genauso oder ähnlich ergeht.