Auslandsfreiwilligendienst jenseits von 27 Jahren

    • Auslandsfreiwilligendienst jenseits von 27 Jahren

      Liebes Freiwilligendienst-Forum,

      ich interessiere mich für eine Projektunterstützung in Lateinamerika, gern im sozialen oder ökologischen Bereich.
      Bevorzugte Länder sind z.B. Nicaragua,Costa Rica, Ecuador, Ecuador und Honduras.

      Vorab einige Infos zu mir: Bereits zu Beginn meines Studiums hatte ich den Wunsch zu geeigneter Zeit ein Projekt in einem Entwicklungsland zu begleiten und unterstützen. Im Rahmen des Studiums habe ich davon Abstand genommen, da
      - Arbeiten im sozialen oder ökologischen Bereich im Ausland schwer bis gar nicht als Praxissemester im Sinne der Studienordnung anerkannt wurden und ein Studium ohne zusätzliche Unterbrechung empfohlen wurde
      - ich einen höheren Nutzwert für das Projekt sehe, wenn ich die in der Praxis erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen einbringen kan.
      Bislang konnte ich den Wunsch ein gemeinnütziges Projekt in Lateinamerika vor Ort zu unterstützen, immer irgendwie „unter den Teppich kehren“, ich merke aber, dass er nach wie vor besteht und ich hier gern einen Beitrag leisten möchte und mich sinnvoll einbringen. Daher möchte ich dieses Thema gern aktiv angehen.
      Aktuell schwebt mir vor, meinen Job für 1-3 Monate zu unterbrechen (vorzugsweise irgendwann zwischen November und März) und Projekte im Rahmen eines Freiwilligendienstes o.Ä. unterstützen (ich bin aber auch für andere Modelle offen, notfalls auch einen kompletten Schnitt). Wesentliche Beweggründe hierfür sind meine Wünsche:
      - bisher während Studium, Arbeit und Alltag erworbene Kenntnisse sinnvoll einzusetzen und weiterzugeben
      - nach interkulturellem Austausch
      - Kenntnisse in der spanischen Sprache weiter zu erlernen und zu vertiefen
      - nicht nur für die Industrie tätig zu sein und sich mit Zahlen und Effizienzsteigerungen zu beschäftigen, sondern etwas Gemeinnütziges und Sinnvolles voranzubringen

      Die typischen Programme hierfür wie
      - ASA-Programm
      - Weltwärts
      - Internationaler Jugendfreiwilligendienst
      - kulturweit

      kommen für mich leider nicht in Frage, da ich mit 34 die Altersgrenze für o.g. Programme leider überschreite (obwohl ich der Meinung bin, dass meine Qualifikationen erheblich nützlicher sind als wenn ich etwas ähnliches 10 Jahren früher gemacht hätte).
      Somit bleiben an fest definierten Programmen meines Wissens noch
      - Flexibler Freiwilligendienst
      - Workcamps im Ausland
      - ADiA

      für die ich jedoch aktuell keine Projekte finden kann.
      Welche Möglichkeiten meine Erfahrungen und Kompetenzen in einem sozialen und/oder ökologischen Projekt sinnvoll einzubringen gibt es über die o.g. Programme hinaus? Welche Kosten sind hier typischerweise einzuplanen und gibt es Möglichkeiten zur Förderung (z.B. Stipendien, alle bisher befragten in Austauschprogrammen tätigen Personen haben eine Art Stipendium erhalten). Ich bin gern bereit einen realistischen Kostenbeitrag zu leisten, möchte mich auf keinen Fall durch einen Freiwilligendienst verschulden (und bin auch nicht in der Lage, mal nebenbei 10.000 EUR auszugeben).
      Macht es Sinn sich dazu mit den jeweiligen Trägern bzgl. der Möglichkeiten abzustimmen?
      Wer hat Tipps für mich?
      Danke,
      T.T.
    • Hallo,
      also einen gesetzlich geförderten Freiwilligendienst jenseits der 27 gibt es nicht. Bleibt für dich der flexible Freiwilligendienst.
      Du musst von Orga zu Orga schauen, einige bieten Stipendien an, d.h., sie schießen aus der Vereinskasse einen Betrag zu den Kosten hinzu. Allerdings weiß ich nicht, ob es solche Möglichkeiten auch gibt, wenn man nur für 3 Monate weg will, da die Organisationen dann wenig davon haben. Allerdings ist die Angelegenheit bei drei Monaten auch nicht so teuer. Und du kannst selbst die Kosten stemmen.
      Gruss