Toller BFD und tolle Einsatzstelle

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    • Toller BFD und tolle Einsatzstelle

      Ich arbeite seit 3 Monaten in einer Förderschule für geistig behinderte Kinder. Da es ein Förderzentrum ist haben wir aber auch körperbehinderte Kinder und sozial/emotional eingeschränkte Kinder.
      Ich bin somit in einer 3. Klasse eingesetzt aber je nach Krankheitsfälle werde ich auch mal woanders eingesetzt.

      Erstmal zur Bewerbungsphase:
      Ich habe mich eigentlich sehr kurzfristig beworben und bin zufällig auf die Einsatzstelle getroffen, da ich und mein Freund umgezogrn sind und ich keinen 0815 Job annehmen wollte. Zudem wollte ich herausfinden, ob ich den Job Lehrer für Sonderpädagogik machen könnte.
      Das Vorstellungsgespräch lief sehr locker. Alle waren sehr entspannt und mehr wie eine Familie. Mir wurde meine Einsatzstelle gezeigt und gefragt ob ich Problem mit Windelwechseln hätte(war kurz geschockt aber ich dachte mir, dass jeder Job seine Tiefen hat und lernen kann man sowas ja).

      Als dann mein BFD losging war ich sehr aufgeregt. Den ersten Tag hab ich nur zugeguckt und die Kinder kennengelernt. Die Lehrer selbst waren sehr locker und man kann mit ihnen über alles reden(sprich: was haben die Kinder für Probleme oder was könen sie schon selbst machen,da sie mich gerne als Dienstkraft austricksen wollten :p ). Ich war aber auch sehr erstaunt wie die Kinder sind. Wir haben z.B. eine. authisten mit Echolallie, sprich er redet in der 3. Person über sich und wiederholt alles was man ihm sagt. Jedoch kann er auch sehr kuschelig werden und ist der Meister für Supermarktlogos und ihre Slogans ;).
      Natürlich haben wir auch einige Kinder, die mich manchmal auf die Probe stellen... Aber ich gebe mir die größte Mühe meine schlechte Laune nie an ihnen auszulassen.

      Auch das gemeinsame Mittagessen und Frühstück gehört zu unseren Aufgaben, da die Kinder lernen sollen, wie es ist mit anderen Menschen richtig zu essen und auch bei manchen Kindern viel Assistenzbedarf besteht( unser Rollstuhlkind kann nicht selbst essen ich füttere es z.B.).
      Was mir sehr gut an der Einsatzstelle gefällt ist, dass ich auch mal sagen kann, dass ich nicht das Kind heite füttern möchte oder ob ich das Mittagessen mit ihm mache und dafür jemand anderes das Frühstück. Auch das ich erst nach 2 Monaten mal beim wickeln zuschauen musste fand ich angenehm, da ich eine Barriere hatte. Mittlerweile mache ich das schon selbst :).

      Nach dem regulären Unterricht geht es in den Kinderclub für mich. Hier passe ich auf alle möglichen Kinder der Unterstufe bis 15 Uhr auf.

      Besonderheiten die ich bis jetzt hatte... Z.B. hat mir ein Kind mit Trisomie21 meinen Arm abgeknutscht, da sie hingefallen ist und traurig war, dass ihr Essen verteilt war und ich ihr neues brachte. Oder das die Kinder mich mittlerweile umarmen und freuen mich zu sehen...
      Einmal hat sogar ein 1.Klässler die Hose komplett runtergezogen um zu zeigen das er aufs Klo musste. Ich bin dann zu ihm gelaufen und hab ihm die Hose hochgezogen :D und als er einen Wutanfall hatte, hat er den Roller auf dem Schulhof über den Zaun geworfen.

      Ich könnte noch viel mehr erzählen aber ich denke das besondere am BFD ist, dass ich jeden Tag aufs Neue mich selbst verbessere(sprich, neue Methoden rausfinde wie ich die Kinder zum arbeitrn kriege) oder eben die Kinder jeden Tag anders sind. Es macht einfach Spaß ihre Welt mitzuerleben und zu sehen, dass meine Welt mit beeinträchtigten Kindern mehr Alltag ist als mit "normalen" Menschen.
      Und das Fazit ob ich das mein Leben lang machen würde: nein, da es viel zu anstrengend ist und ich meidt nurnoch schlafe aber ich könnte mich als Grundschullehrer gut vorstellen. :)