BFD und ALG1 danach - Aufpassen bei Berechnung

    • BFD und ALG1 danach - Aufpassen bei Berechnung

      Ein vielleicht nicht unbedeutender Tipp:
      Wer nach dem BFD-Jahr zunächst ALG1 bezieht (BFD wird ja angerechnet), muss aufpassen, wie das berechnet wird.

      Meine Arbeitsagentur wollte zunächst im Stile des FSJ das BFD-Taschengeld als Bemessungsgrundlage heranziehen. Da wäre natürlich nicht viel herausgekommen...

      Ich hatte Januar bis Dezember 2012 BFD, vorher von Januar bis März 2011 ein Praktikum und daraus resultierend eine befristete Stelle April bis Juni 2011.
      Es sollte, wie gesagt, das Taschengeld herangezogen werden.
      Nach ausführlichem Protest meinerseits und ausführlicher Prüfung kam man zu dem Schluss, dass BFD und FSJ anscheinend doch nicht das selbe ist, und so wurden erstmal noch die 3 Monate befristete Stelle herangezogen. Die sind natürlich zu kurz für eine Berechnung, also wurde das ganze bei mir dann eine fiktive Bemessung.
      Da geht es dann um abgeschlossene Berufsausbildung bzw. als was man bestenfalls eingesetzt werden könnte. Ein Uniabschluss bringt da die meisten Punkte und ein höheres ALG1.

      Also: aufpassen, dass das ALG richtig berechnet wird, evtl. halt auch fiktiv! Die Arbeitsagentur hat da noch nicht soviel Erfahrung mit BFD...

      [url=http://www.ihre-vorsorge.de/magazin/selbststaendig-und-arbeitslos/berechnung-des-arbeitslosengeldes.html]Berechnung des Arbeitslosengeldes - Selbstständig und arbeitslos - im fokus Archiv - Magazin - ihre-vorsorge.de[/url]
      Aktuell kommen dann z.B. für Meister rund 880 Euro ALG1 raus und für Uni 1020 Euro.
    • Unter [url=http://www.bundes-freiwilligendienst.de/news/bundesfreiwilligendienst-bfd/bfd-fsj-verbessern-anspruch-auf-arbeitslosengeld/]Bundesfreiwilligendienst und FSJ verbessern Anspruch auf Arbeitslosengeld[/url] liest man auch folgendes:

      Weiter wird § 130 Abs. 2 Nr. 2 SGB III geändert, der den Bemessungszeitraum und Bemessungsrahmen beim Arbeitslosengeld beinhaltet, wie folgt gefasst:

      Bei der Ermittlung des Bemessungszeitraums bleiben außer Betracht

      2. Zeiten einer Beschäftigung als Freiwillige oder Freiwilliger im Sinne des Jugendfreiwilligendienstegesetzes oder des Bundesfreiwilligendienstgesetzes, wenn sich die beitragspflichtige Einnahme nach § 344 Abs. 2 bestimmt …

      Mit dieser Vorschrift wird gewährleistet, dass das während des Freiwilligendienstes erzielte lediglich geringe Entgelt (Taschengeld, freie Unterkunft, Verpflegung) nicht bei der Berechnung des Arbeitslosengeldes berücksichtigt wird, sondern, dass sich das Arbeitslosengeld nach dem Arbeitsentgelt, dass der Freiwillige im Bemessungsrahmen aus anderen Beschäftigungen erzielt hat. Für den Fall, dass der Freiwillige kein anderes Arbeitsentgelt im Bemessungsrahmen erzielt hat, wird das Arbeitslosengeld nach dem künftig erzielbaren Arbeitsentgelt bemessen, vgl. § 132 SGB III.
    • hallo gut zu wissen nach was die berechnen müssen mir stehen jetzt schon die haare zu berge wenn ich daran denke wie sich unser arbeitsamt anstellt in staßfurt wissen die guten leute immer über nichts bescheid ich glaub das wird ein harter kampf bis das mit dem alg1 dann geklärt ist ende mai stellen wir unseren antrag also ich und noch sechs kollegen von mir
    • Hallo,
      also bei mir war es im Januar tatsächlich so, dass ich ALG1 nach fiktiver Bemessung erhalten habe, was dann natürlich gar nicht so schlecht ausfiel...

      Hmm, ich wollte gerade den eindeutigen Gesetzestext § 130 Abs. 2 Nr. 2 SGB III (wie hier im Post Nr.2) empfehlen, denn da steht es ja eindeutig drin, aber aktuell finde ich unter § 130 SGB III immer nur "aufgehoben", versuchen die jetzt schon an den Bufdis zu sparen? Ich schau gleich mal weiter...
    • Tatsächlich, das gibts doch nicht, einfach erbärmlich, super Deutschland...
      Paragraph 130 wurde ab 1.1.2013 einfach gestrichen, um an den armen Bufdis noch ein paar Kröten sparen zu können, die dann nach Griechenland gehen...
      Also: keine fiktive Bemessung mehr. Mein Fall wurde ein paar Tage vorher entschieden, danach kam die Änderung: Bundesgesetzblatt Jahrgang 2012 Teil I Nr. 58, ausgegeben zu Bonn am 13. Dezember 2012, Seite 2472.
    • Hallo Peter,

      habe gerade deine Artike hier gelesen. Ich mache zur Zeit den BFD in einem Atersheim. Bin fast fertig mit dem Jahr und fange ab dem 1.7. die 1 jährige Ausbidung zur Altenpflegeheferin an. Diese wird mir von der Agentur für Arbeit bezahlt.
      Jetzt war ich heute in der Leistungsabteilung für mein ALG 1 Antrag und dachte, das ich fiktiv berechnent werde. Hatte vorhher dort mal angerufen und gefragt, wie das berechnet wird. Die meinten fiktiv.
      Jetzt sagte mir die Dame, bei der ich heute war, das wenn ich in meinem BFD nix bekomnmen hätte, würde ich fiktiv berechnet so legen die meine Taschengeld zugrunde und es kommen nur 172 € raus. Irgendetwas kann doch da nicht stimmen??
      Ich muss dazu sagen, das ich vorher nicht wikich was gearbeitet habe. Immer ma hier ne Job von 2 oder 3 Monaten oder mal was auf 450 € basis.
      das geht so seid 2011. Vorher hatte ich immer voll gearbeitet.
      Die Aussagen macht mich irgendwie stuzig.

      Kann ich was dagegen unternehmen?? Lohnt sich das??

      LG
      Regine